Bannerwerbung grösser als Radio

Andreas Göldi, 26. März 2008 um 2.39 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Apropos Verschiebungen in der Werbelandschaft: In den USA hat gerade die Bannerwerbung (auch als Display Ads bezeichnet) 2007 erstmals das Radio als Werbemedium überholt (via paidcontent.org). 7.6% der Werbegelder wurden für Online-Banner ausgegeben. Die Studie berücksichtigte hierbei keine Suchmaschinenwerbung.

Da Bannerwerbung nur etwa gut einen Drittel des gesamten Online-Kuchens ausmacht, heisst das wohl auch, dass der gesamte Online-Bereich inklusive Suchmaschinen-, E-Mail- und Affiliate-Marketing sowie Online-Kleinanzeigen inzwischen gerade dran ist, auch die Zeitungswerbung (17.7% in den USA) zu überholen.

In Europa müssen wir auf solche Verhältnisse wohl noch etwas warten.

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Werbung wirkt doch:
DVR-Haushalte kaufen weniger Zeug

Andreas Göldi, 26. März 2008 um 2.12 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Seit einigen Jahren befindet sich die Werbebranche in milder Panik angesichts der neumodischen digitalen Videorecorder (DVR). Mit diesen Geräten können die Zuschauer nämlich komfortabel Werbeblöcke in aufgezeichneten TV-Sendungen überspringen und müssen sich daher weniger Werbebotschaften aussetzen.

Bisher war wenig bekannt darüber, ob das auch wirklich einen Effekt auf das Konsumverhalten haben würde. Aber eine gerade abgeschlossene dreijährige Studie der Firma Information Resources zeigt, dass DVR-Haushalte tatsächlich weniger Produkte der von im Fernsehen beworbenen Marken kaufen.

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Yahoo, die OpenSocial Foundation und eine Windows Live Contacts API

Martin Weigert, 25. März 2008 um 21.50 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

opensocial.gifIm Jahr 2008 vergeht kaum noch eine Woche, in der nicht eines der führenden Internetunternehmen einen weiteren Schritt in Richtung eines (ansatzweise) offeneren Netzes macht oder ankündigt. Heute sorgten gleich drei Meldungen dieser Art für Aufmerksamkeit. Zum einen gab Yahoo offiziell seinen Beitritt zu Googles OpenSocial-Initiative bekannt. Was auch immer die Beweggründe sind – das Web-Urgestein legt damit Microsoft, das Yahoo kaufen möchte, weitere Steine in den Weg. Immerhin würden die Redmonder nach einer Übernahme an einem Projekt beteiligt sein, das vom Erzrivalen Google forciert wird. Und nicht nur das: Ebenfalls verkündet wurde die Gründung der OpenSocial Foundation, einer nicht gewinnorientierten Organisation, die die Verbreitung und Weiterentwicklung von OpenSocial vorantreiben soll. Gründungsmitglieder sind Google, MySpace und Yahoo. » weiterlesen

Entspannen im Informationszeitalter – ein (un)lösbares Problem

Martin Weigert, 25. März 2008 um 18.37 Uhr, 22 Kommentare Kommentare

strand.jpgNicht nur, aber gerade für am Webgeschehen interessierte Menschen ist es essenziell, informiert zu sein. Der Internet- und Gründerboom, die zunehmende internationale Vernetzung und das Auftauchen unzähliger Onlinemagazine und Blogs rund um das Web 2.0 sorgen dafür, dass es weder an Meldungen noch an Quellen mangelt. Für viele wissbegierige Internetfans ist ein RSS-Reader der tägliche Begleiter, um nationale und internationale, professionelle wie private Feeds im Auge zu behalten und stets einen aktuellen, ausgewogenen und umfassenden Überblick über die Nachrichtenlage im Netz zu haben. Was sich im normalen Alltag mit einer Prise Selbstdisziplin und einem ordentlichen Zeitmanagement problemlos erledigen lässt, kann im und speziell nach einem Urlaub zur echten Herausforderung werden. » weiterlesen

Auch tunesBag setzt auf Musik in der Cloud

Martin Weigert, 24. März 2008 um 15.33 Uhr, 26 Kommentare Kommentare

tunesbagsimfy und MusicMakesFriends, zwei Dienste zum Hosten und Teilen der eigenen Musiksammlung im Netz, bekommen mit tunesBag Konkurrenz aus Österreich. In letzter Zeit habe ich mehrmals und ausführlich über derartige Anbieter geschrieben und würde tunesBag deshalb eigentlich keinen eigenen Beitrag widmen. Allerdings enthält der Service einige nette Features, die so bei den Wettbewerbern nicht zu finden sind ? Kleinigkeiten zwar, doch diese könnten am Ende über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. » weiterlesen

Über das Duzen und Siezen im Web 2.0

Martin Weigert, 22. März 2008 um 16.00 Uhr, 33 Kommentare Kommentare

DuzenWer einen Blog betreibt, bei einem Startup arbeitet oder anderweitig in der Internetbranche tätig ist, duzt Kollegen und häufig auch Geschäftspartner. Das ist nichts Neues und mindestens seit dem New Economy Boom der späten 90er Jahre so. Viele (inklusive mir) denken vermutlich kaum noch darüber nach – bis mal wieder eine unerwartete Siez-Mail eintrifft, die eine neue “Internetdienstleistung” vorstellt oder ein anderes Anliegen auf seltsam eckige Art und Weise hervorbringt. » weiterlesen

Warum man keinen Chef haben sollte

Andreas Göldi, 22. März 2008 um 12.19 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Startup-Guru Paul Graham ist immer wieder mal für einen provokativen Artikel gut. Auch sein neuster gehört in diese Kategorie: “You weren’t meant to have a boss“.

Einen Chef zu haben und in einer grossen Organisation zu arbeiten, so Graham, ist schlicht unnatürlich. Der Mensch ist von der Evolution dafür eingerichtet, in relativ kleinen Gruppen von vielleicht 8-20 Leuten zu operieren, nicht in gigantischen Grosskonzernen. Und weil grosse Organisationen so unnatürlich sind, sind ihre Mitarbeiter auch reichlich unfrei, verschwenden viel Zeit mit Koordination statt mit Kreation und sind darum ziemlich unglücklich und letztlich unproduktiv.

Vermutlich ist die Realität nicht ganz so extrem, wie Graham sie beschreibt, aber wer schon mal die verschiedenen Wachstumsstufen eines Startups durchgemacht hat, weiss aus eigener Erfahrung, dass es ein fundamentaler Unterschied ist, ob eine Firma 10 oder 100 oder 1000 Angestellte hat. Man kann kaum bestreiten, dass die durchschnittliche Mitarbeiterproduktivität vermutlich bei der 10-Mann-Firma am grössten ist. Und wahrscheinlich ist der Spassfaktor ebenfalls bei der kleinen Firma am grössten, auch wenn man dafür andere Nachteile in Kauf nehmen muss.

Eins darf man auch nicht vergessen:

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Economist über Social Networks:
Tolle Sache, aber kein Geschäft

Andreas Göldi, 21. März 2008 um 17.16 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Schon öfters habe ich in diesem Blog die Meinung vertreten (hier, hier, hier oder hier), dass Social Networks wie Facebook und Myspace zwar eine tolle Sache sind, aber nicht das gigantische geschäftliche Potential haben, das ihnen immer noch zugeschrieben wird.

Da freut es einen doch, wenn eine renommierte Zeitschrift wie der Economist der gleichen Meinung ist. Der bringt es in seiner neusten Ausgabe auf den Punkt:

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Was kommt nach der Online-Werbung?

Andreas Göldi, 21. März 2008 um 14.42 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Kein Zweifel: Wir leben in der Dekade der Online-Werbung.

Seit dem Jahrtausendwechsel haben sich Werbebanner und Suchmaschinenwerbung vom Nischenphänomen zu einem essentiellen Teil jedes anständigen Mediaplans entwickelt. Die weltweiten Umsätze mit Online-Werbung sind in nur acht Jahren gewachsen von $5.4 Mia. (1999) auf $45 Mia. (2007; Quelle: eMarketer). Google als das wohl erfolgreichste Startup aller Zeiten hat seinen wirtschaftlichen Aufstieg der Online-Werbung zu verdanken. Und die meisten Web-2.0-Businesspläne basieren fast ausschliesslich auf Werbeeinnahmen.

Aber in letzter Zeit melden sich verschiedene Zweifler (z.B. Esther Dyson, John Hagel, Matthew Creamer), die nicht daran glauben, dass die Online-Werbung einfach so weiter explodieren wird.

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Worum dreht sich der Hype um die semantische Suche von Yahoo eigentlich genau?

Michael Osl, 21. März 2008 um 12.50 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Yahoo Die Ankündigung von Yahoo, in Kürze semantische Inhalte in den Ergebnissen ihrer Suche aufzubereiten, hat in den englischsprachigen A-Blogs wahrlich eine kleine Welle von Euphoriestürmen ausgelöst. TechCrunch etwa sprach davon, dass man nun davon ausgehen könne, dass sich das Web jetzt in Windeseile selbst organisieren werde. ReadWriteWeb krönte die Nerds und sah sich in seiner Prognose bestätigt, dass 2008 das Jahr des semantischen Webs werde. Aber rechtfertigt die Ankündigung von Yahoo wirklich eine derartige Welle der Begeisterung?

Tatsächlich könnte die Unterstützung von semantischen Formaten durch die großen Suchmaschinenanbieter der entscheidende Anstoß sein, der den Stein ins Rollen bringt und das Thema semantische Web endgültig massenkompatibel macht. Derzeit mangelt es einfach noch an einer wirklichen Killer-Applikation, welche die wahren Vorteile der neuen Technologie aufzeigt. Das ist auch der Grund, warum die Anwendung von semantischen Web-Standards wie RDF derzeit noch mehr als verhalten erfolgt, von einigen wenigen Idealisten und technologischen Vorreitern mal abgesehen. Das klassische Henne-Ei-Problem eben. » weiterlesen

 
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