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Homepagebaukasten Jimdo erhält Social-Networking-Funktionen

Von Martin Weigert am 27. März 2008 um 07:50 Uhr Kommentare (4)
Kategorien: Analysen

JimdoJimdo, der beliebte Homepagebaukasten aus Hamburg, wird im Laufe des Vormittages ein Update erhalten und Social-Networking-Funktionen spendiert bekommen. Das mag als Meldung unspektakulär klingen, könnte sich aber als kluger Schritt mit großer Wirkung entpuppen. Jimdo existiert seit gut einem Jahr und bietet jedem Internetnutzer eine kostenlose Website mit der Adresse username.jimdo.com samt interaktiver Werkzeuge, um diese ohne Vorkenntnisse, größeren Zeitaufwand und Komplikationen auf die Beine zu stellen. User können aus zahlreichen Layouts wählen oder ein eigenes Design gestalten, in einem WYSIWYG-Editor Texte, Fotos und Videos hinzufügen, Flashfilme einbauen und über Formulare und das Gästebuch mit den Besuchern ihrer Seite in Kontakt treten. Jimdo-Webmaster erhalten außerdem Statistiken über die Nutzung ihrer Webpräsenz und mit JimdoPro für fünf Euro im Monat eine eigene Domain sowie weitere Zusatzfeatures.

jimdoside.gifJimdo hat nicht nur in Deutschland eine steigende Zahl von Fans. Nutzerzahlen liegen uns zwar keine vor, aber allein die Tatsache, dass es der Dienst schon vor Robert Scobles Kamera geschafft hat und mittlerweile in sieben Sprachen existiert, macht deutlich, dass es sich bei Jimdo um ein Unternehmen mit internationaler Relevanz handelt. Seit Oktober 2007 sind die Samwer-Brüder an dem Startup beteiligt.

jimdonewsfeed.jpgNach dem heutigen Update wird Jimdo neben seinem Kernfokus auf dem Homepagebaukasten auch als Social Network fungieren. Nutzer mit einer Jimdo-Seite können über ihren Admin-Bereich, der zur Gestaltung der Homepage dient, andere Mitglieder als Freunde hinzufügen, untereinander Nachrichten versenden und sich mit Hilfe des Newsfeeds (”Jimdopage”) über die Aktivitäten der Freunde informieren. Die Kernfunktionalität bleibt dabei uneingeschränkt bestehen – für Besucher von Jimdo-Seiten ändert sich nichts. Mitglieder des Services hingegen erhalten die Möglichkeit, mit anderen Seitenbetreibern Kontakte zu knüpfen und ihre Präsenz nicht nur als externe Website, sondern auch als Community-Profil zu nutzen.

Während derzeit noch unklar ist, ob eine Social-Network-Ergänzung aus Sicht der Jimdo-Anwender tatsächlich eine gern gesehene Erweiterung darstellt, so steht fest, dass die Hamburger eigentlich nichts falsch machen können, da sowohl für Seitenbesucher als auch für Seitenbetreiber alles beim Alten bleibt. Allein die Menüpunkte “Friends” und “Messages” in der rechten Admin-Leiste sind neu. Wer keine Lust auf Socializing hat, ignoriert diese einfach. Alle Jimdo-Freunde mit einem Bedürfnis an sozialen Kontakten dürften über das neue Feature erfreut sein. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, wie Jimdo-Mitglieder auf den Newsfeed reagieren. Dieser lässt sich dem Anschein nach nicht deaktivieren, was von stark auf Privatsphäre bedachten Usern dann doch als eine negative Begleiterscheinung des Updates gesehen werden könnte.

Update: Unter “Jimdo Account” > “Privatsphäre” lässt sich der Newsfeed deaktivieren. Dort kann man das Freunde-Feature auch komplett abschalten.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.


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4 Kommentare

Yella

Habe Jimdo auch mal ausprobiert und finde es klasse.
Zu den Funktionen: Denke man geht hier mit der Zeit.


Olli

Hi Martin,

danke für den tollen Beitrag. Übrigens kann man unter “Jimdo Account > Privatsphäre” den Newsfeed deaktivieren. Dort kann man auch das Freunde-Feature für seine Seite abschalten, wenn man es nicht nutzen möchte.

Viele Grüße,
Olli


Martin Weigert

Danke Olli, hab den Beitrag entsprechend ergänzt.


ethority blog »

[…] Eines der interessantesten deutschen Internet-Angebote erweitert sein Service. Der  Homepage-Baukausten Jimdo integriert nun auch Social Network-Elemente. Entwickelt wurde Jimdo von drei Schulfreunden auf dem elterlichen Bauernhof in Norddeutschland. Nach dem Abi wagten sich die drei nach Hamburg und überzeugten die Samwer-Brüder, um in ihr Start-up zu investieren. Auch wenn Jimdo keine Angaben über Nutzerzahlen macht, scheint das Unternehmen – zumindest ein gefühltes – Erfolgskonzept zu sein. Weitere Infos gibt es im Jimdo-Blog und bei Zweinull.cc. […]


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