Kibaku will dem Bannertausch neues Leben einhauchen

Martin Weigert, 26. März 2008 18:00 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

KibakuWährend der ersten Internetwelle um die Jahrtausendwende waren Bannertauschsysteme für viele junge Websites und Homepages eine attraktive Möglichkeit, kostenlos an mehr Besuchern zu gelangen. In den letzten Jahren geriet das System jedoch ein wenig in Vergessenheit, was sicher auch mit der schwankenden Qualität der Angebote zu tun hat, die über die eigene Seite beworben werden. Nichtsdestotrotz versuchen neue Startups, dem etwas angestaubten Bannertauschkonzept frischen Web-2.0-Wind einzuhauchen. Nachdem in den USA kürzlich mit Spottt ein neuer derartiger Anbieter online ging, steht mit Kibaku aus der Schweiz auch ein frischer Service für den deutschsprachigen Markt in den Startlöchern.

Das Prinzip von Kibaku ist simpel: Betreiber von Blogs und Websites registrieren sich, laden eine 125 x 125 Pixel große Werbegrafik hoch und bauen anschließend den von Kibaku bereitgestellten HTML-Code gut sichtbar bei sich auf der Seite ein. Für jede Einblendung des Kibaku-Banners auf der eigenen Präsenz erhalten Nutzer einen Credit, für den ihre Grafik auf anderen Mitgliedsseiten angezeigt wird. Wie das aussehen kann, seht ihr rechts. Kibaku-Gründer Michael Wirth weist darauf hin, dass der Algorithmus kleinere Seiten bevorzugt, wodurch eine Abwechslung in der Rotation sichergestellt ist. Der Kibaku-Code darf auch auf Profilseiten von Social Networks integriert werden. Angebote mit pornografischen Inhalten sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Nach dem offiziellen Start des Services strebt Kibaku eine Ratio von 2:1 an. Das heißt, für 100 Einblendungen des Kibaku-Codes auf der eigenen Seite erhält man dann 50 bei anderen. Die restlichen Impressions werden die Schweizer mit Bannern von Werbepartner belegen. Michael Wirth garantiert, dass das Verhältnis für Mitglieder niemals unter diese Ratio sinken wird. Beta-User können sich freuen: Für die Testphase liegt die Quote bei 1:1. Für jedes Anzeigen der Grafik erhält man eine Einblendung auf einer anderen Seite im Kibaku-Netzwerk. Außerdem legt der Kibaku-Chef für jeden Tester 10.000 Credits oben drauf. Angesichts der Ratio von 1:1 lohnt sich das momentan zwar nicht, aber die Gutschrift bleibt auch über das Ende der Beta-Phase hinaus erhalten und kann dann aufgebraucht werden.

Ob es Kibaku gelingt, sich als attraktiver Marketingkanal bei Betreibern von Blogs und kleinere Websites zu etablieren, wird sich zeigen. Die Krux mit derartigen Bannertauschsystemen ist, dass sich deren Einsatz in der Regel erst lohnt, wenn man täglich eine nennenswerte Zahl an Seitenaufrufen generiert. Dann allerdings erscheint manchem ein Werbeplatz zu kostbar, um ihn einfach (als Gegenleistung für gelieferte Besucher) zu verschenken. Weniger stark frequentierte Webpräsenzen haben damit oft keine Probleme, für sie dürfte die Zahl gewonnener Besucher allerdings auch sehr gering sein. Für Kibaku sprechen eine sehr übersichtliche, auf das Wesentliche reduzierte Oberfläche mit einer für jeden verständlichen Statistik sowie der Einsatz des in Bloggerkreisen beliebten 125×125-Buttons, der flexibel in der Platzierung ist und von den meisten Usern nicht als besonders störend empfunden wird.

Wer Kibaku ausprobieren möchte, hat nun die Möglichkeit: zweinull.cc stellt 200 Einladungen zur Beta-Version bereit! Registriert euch hier unter Angabe des Codes “zweinullcc” (ohne Anführungszeichen). Hinterlasst gerne Kommentare mit ersten Erfahrungsberichten.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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5 Kommentare zu diesem Artikel

  1. kb

    schrieb am 26. März 2008 um 20:49 Uhr (#)

    Nette Idee! Danke für die Einladungen, ausprobieren kann ja nicht schaden :) .

  2. Tobias Petry

    schrieb am 26. März 2008 um 22:25 Uhr (#)

    Tut mir leid Martin so eine dämliche Frage stellen zu müssen, ich habe gerade keinen Unterschied zu sonstigen Bannertauschanbietern finden können, bis auf die Größe der Grafik. Was ist denn das neue bei Kibaku?

  3. Martin Weigert

    schrieb am 26. März 2008 um 22:40 Uhr (#)

    Im Prinzip ist nichts neu daran, außer die Größe der Grafik und die Tatsache, dass man das Ding auch in seinem Social-Network-Profil einbauen darf, wenn man möchte (nicht dass das sonderlich viel Wirkung hätte). Es geht eher um die Tatsache, dass sich Bannertauschanbieter in letzter Zeit ziemlich in einer von Unseriosität geprägten Nische verkrochen haben und deshalb auch für die meisten Blogger und Seitenbetreiber mit Qualitätsanspruch wenig interessant waren. Kibaku erscheint mir “frisch” und mit Potential, dass Thema wieder etwas massentauglicher zu machen. Vielleicht.

  4. Georg Krüger

    schrieb am 1. April 2008 um 12:41 Uhr (#)

    bitte sofort ne einladung senden :-) ich bin gerne tester !

  5. Georg Krüger

    schrieb am 1. April 2008 um 12:42 Uhr (#)

    oh lesen muss man können… ;-)


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