Magazin-Kunst:
Alles auf einer Seite

Wenn sich Joseph Ernst ein Magazin vornimmt, bleibt nicht viel übrig. Ganze Zeitschriften reduziert der Künstler auf die Werbeanzeigen oder Überschriften einer Ausgabe, die er auf einer einzigen Seite montiert.

One Page Magazine (Bild Joseph Ernst)
One Page Magazine: Nur das Wesentliche (Bilder © Joseph Ernst)

Sieben Magazine hat Joseph Ernst gestaltet – seine Ausgabe der Time zeigt alle Überschriften eines Hefts auf einer Seite versammelt, an der gleichen Position wie im kompletten Heft. Bei National Geographic und Wired sind es alle Werbeanzeigen auf einer Seite, bei Hello! die Namen der Stars und Sternchen.

Sieben Kunstwerke sind so entstanden, gedruckt auf dem Papier der Vorlagen, eingeschweißt in Plastik. Kaufen kann man sie unter anderem im Hamburger Bahnhof in Berlin. Außerdem werden die Magazine nicht nur im Internet ausgestellt, im April sind sie im Bonner Kunstverein zu sehen. Seine ?One Page Magazines? sollte man am besten nebeneinander betrachen, sagt Ernst.

Der 33-Jährige, der als Art-Director in London und Amsterdam arbeitet, hat ein Faible für Magazine. Schon sein 220 Seiten dickes Hochglanzmagazin naked woman covered in gliltter, and words. war im Londoner ICA zu sehen. Das Heft, eine bearbeitete Ausgabe des Loaded-Magazins, bestand ausschließlich aus weißen Seiten und kurzen Bildbeschreibungen in einfacher, schwarzer Schrift.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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