Journalistin Michèle Roten:
Im Idiotenvisier

Ronnie Grob, 12. März 2008 11:41 Uhr, 37 Kommentare Kommentare

Auf YouTube erzählt einer, dass er mit einer Person geschlafen hat, die berühmter ist als er. Das Opfer der erbärmlichen Aktion ist eine Journalistin.

Auf YouTube ist vieles festgehalten, aber auch für immer und ewig der Unsinn, den man in einer schwachen Stunde von sich lässt. Während in der Kneipe solche Vorträge im Stimmengewirr untergehen und sie von allen Beteiligten am nächsten Tag vergessen sind, so sind Einträge im Internet auch noch nach Jahren in unveränderter Form vorhanden.

Peinlich ist das vor allem für diesen jungen Herrn (youtube.com, Video, Dialekt), der es schafft, fast fünf Minuten lang einen sehr unvorteilhaften Eindruck von sich selbst zu vermitteln.

YouTube Michèle Roten
Screenshot: youtube.com


Mit seinem Namen möchte er lieber nicht geradestehen für seine Aussagen, aber falls ihn jemand erkennen sollte, dann weiss man ja jetzt, mit wem man das Bett besser nicht teilen sollte. Gut möglich, dass er ein nach Zürich gezogener Ostschweizer ist, denn Ansätze eines solchen Dialekts dringen durch, spätestens dann, als er hochdeutsch spricht. Ob Michèle Roten mit dieser Figur je ein Bett geteilt hat, ist vermutlich nicht nur mir, sondern sehr vielen egal. Gegenüber 20minuten.ch sagte die Journalistin, dass sie den Typen nie gesehen habe.

Noch etwas bitterer für den YouTube-Comedian, wie er sich selbst einstuft, ist es, dass er es, anders als das durch die Boulevardmedien geschleifte Robbie-Williams-Groupie beispielsweise, noch nicht mal geschafft hat, tatsächlich mit einer prominenten Persönlichkeit zu schlafen, sondern nur mit einer, die später mal etwas bekannt wurde. Was ja vermutlich sowieso die Unwahrheit ist.

YouTube Michèle Roten
Das YouTube-Profil des Möchtegern-Groupies – Screenshot youtube.com

Es stellt sich aber die Frage, was das für die Zukunft bringt. Kann man niemanden mehr abschleppen, ohne befürchten zu müssen, von Kameras gefilmt zu werden oder später von irgendwelchen Trotteln bei YouTube sozusagen rezensiert zu werden. Es fragt sich sehr, welche Stellung Blogs und Boulevardmedien dem gegenüber einnehmen wollen. Ist eine gewisse Öffentlichkeit untrennbar verbunden mit dem Verlust von Rechten, wie sie alle anderen haben, sich nämlich frei und unbeschwert bewegen zu können?

Update am 12.03.2008, 22:50 Uhr:
Meldung von youtube.com: “Dieses Video wurde vom Nutzer entfernt”.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Weiterempfehlen

Mehr lesen

11.5.2009, 2 KommentareLong Hello and Short Goodbye

Was für ein Spaß. Fast zwei Jahre habe ich, die eckige schwarze Hornimitatbrille auf der Nase, was mit Medien gemacht. Gegen Geld aus der Schweiz.

7.5.2009, 30 KommentareG wie Google:
"Wenn wir nur noch die Hälfte der Journalisten hätten, wären es immer noch zu viele"

Das Magazin der Süddeutschen Zeitung widmet sich am 8. Mai 2009 der Zukunft der Medien. In Kooperation mit dem SZ-Magazin stellen wir hier ein Interview mit Jeff Jarvis zur Diskussion.

5.5.2009, 14 KommentareJournalismus 2.0:
Die Diskussion mitgestalten

Die Digitalisierung verändert mehr als das Medium. Was Journalisten tun können.

11.5.2009, 2 KommentareLong Hello and Short Goodbye

Was für ein Spaß. Fast zwei Jahre habe ich, die eckige schwarze Hornimitatbrille auf der Nase, was mit Medien gemacht. Gegen Geld aus der Schweiz.

1.5.2009, 19 KommentareUnd noch'n Gedicht:
Als Dank an meine Leser

30.4.2009, 8 Kommentaremedienlese.com:
Eine vorläufige Bilanz

Nach fast drei Jahren eingestellt, die Rubrik “6 vor 9” mit 2000 Euro Spenden in drei Tagen gerettet. Was soll dieses Blog? Wie hat sich die Medienlandschaft verändert in der Zeit?

Tückische Fotolizenzen: Haltbar bis 26. August 2010

12.9.2008, 5 KommentareTückische Fotolizenzen:
Haltbar bis 26. August 2010

Vermeintlich kostenlose Pressefotos können teuer werden: Immer öfter ist die Nutzung nur auf eine bestimmte Zeit erlaubt. Für Online-Medien ein Problem.

25.8.2008, 26 KommentareMainstreaming media:
Wozu Herausgeber?

Chefredakteure und Herausgeber waren einst die Wächter über die Qualität des Printprodukts. Online übernehmen diesen Job aber die Leser - wozu also brauchts den "Editor" noch?

1.8.2008, 1 KommentareZusammenarbeit:
Flickr-Bilder bei Getty

Webdienste: Apps, die wir täglich nutzen (Teil 1)

8.1.2010, 18 KommentareWebdienste:
Apps, die wir täglich nutzen (Teil 1)

Webdienste gibt es Tausende. Doch nur wenigen nutzen wir täglich. Hier kommt eine Übersicht über die Anwendungen, die wir Tag für Tag einsetzen (Teil 1).

Werbeeffekte: Susan Boyle auf YouTube führt zu erhöhten \'Les Mis\'-Verkäufen

23.4.2009, 7 KommentareWerbeeffekte:
Susan Boyle auf YouTube führt zu erhöhten 'Les Mis'-Verkäufen

Susan Boyle singt einen Song von "Les Miserables" auf YouTube, wird zum Online-Phänomen und steigert dadurch nebenbei die "Les Mis"-CD- und Karten-Verkäufe.

VEVO: YouTube und Universal machen gemeinsame Musikvideosite

13.4.2009, 0 KommentareVEVO:
YouTube und Universal machen gemeinsame Musikvideosite

Der Welt größte Videosite, YouTube, und der Welt größtes Musikunternehmen, die Universal Music Group, werden eine gemeinsame Musikvideosite namens VEVO betreiben.

37 Kommentare

  1. Daniela Gröbli
    schrieb am 12. März 2008 um 11:56 Uhr (#)

    Alte Weisheit: Man kann nicht über Dreck schreiben ohne sich selbst dreckig zu machen. Mit diesem Text begibt sich Neuerdings selbst auf ein unterirdisches Niveau. Vielleicht täte eine Frau der Redaktion gut!

  2. Schreibt hier auf dem Blog Ronnie Grob
    schrieb am 12. März 2008 um 12:03 Uhr (#)

    @Daniela Gröbli: Eine Frau täte der Redaktion tatsächlich gut, wir freuen uns über Bewerbungen.

    Ich glaube nicht, dass Texte über Dreck automatisch selbst dreckig werden, sonst könnte man über eine Reihe heikler Themen unmöglich berichten. Ich glaube, eine solche Aussage diskreditiert viele Journalisten und Journalistinnen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, auch mal unter die Oberfläche zu gucken.

    Zudem: Öffentlich ist öffentlich – die Frage, ob man es noch öffentlicher macht oder ob man daran glaubt, man könne es weniger öffentlich machen, das ist die Frage, die zur Debatte steht.

  3. Andreas Von Gunten
    schrieb am 12. März 2008 um 12:29 Uhr (#)

    Das ist das alte Problem der Meinungsäusserungsfreiheit. Sie gilt halt auch für Menschen deren moralische Werte nicht Mehrheitsfähig sind.

    Die Meinungsäusserungsfreiheit stösst allerdings dort an die Grenzen wo Persönlichkeitsrecht verletzt wird.

    Diese wurden bereits von den klassichen Medien immer wieder missachtet und es ist klar, dass das Problem mit der Anzahl publizierender Individuen zunehmen wird.

    Eine Lösung für dieses Problem könnte vielleicht sein, dass in elektronischen Medien, betroffene jederzeit die Löschung einer Namensnennung verlangen können. Da im Internet nichst wirklich gelöscht wird, reicht das natürlich nicht.

    Es wird wohl nicht anders gehen, als dass am Ende jeder seinen eigenen Kanal betreiben wird um seine Sicht der Dinge darzustellen.

    Und in krassen Fällen, braucht es halt eine Klage.

    @Daniela Gröbli: Ich glaube auch nicht, dass man etwas Schlechtes zum verschwinden bringt, indem man es publizistisch ignoriert.

  4. Schreibt hier auf dem Blog Wolf-Dieter Roth
    schrieb am 12. März 2008 um 12:37 Uhr (#)

    @Daniela: Es ist ein Problem, das uns alle betreffen kann. Als Journalist oder Blogger gilt man als berühmter, als man ist (manche Leser denken auch, sobald das erste Banner auf der Seite ist, man sei reich von Werbemillionen) und zieht sowas an. Das kann auch Männern passieren. Siehe diesen nun schon ein paar Jahre alten Cartoon

    http://gapingvoid.com/Mov…archives/001422.html

    oder das, was dem Wikipedia-Gründer Jimmy Wales nun “passiert” (wieviel er selbst dran schuld ist, ist eine andere Frage) ist.

    Und noch viel wahrscheinlicher ist so etwas als Racheaktion, wenn es mit dem “Abschleppen” nicht geklappt hat.
    Ronnie hat aber deutlich gesagt, was er von dieser “Aktion” hält, von daher sehe ich keinen Grund, ihm den moralischen Zeigefinger vorzuhalten. Er möchte aber sicher nicht der Nächste sein, auf dessen Kosten sich jemand profiliert. Ich würde sowas auch nicht mögen. Dazu muß man keine Frau sein, um so zu empfinden.

    Ich halte die Frage schon für berechtigt, ob nun alles, was früher schon dummes Getratsche war oder als dummer Spruch an einer Klowand landete, jetzt auf Youtube stattfinden wird. Das würde dem Medium sicher nicht guttun. Dann bekommt der Spruch “Klowände des Internets” Aktualität. Dann kommen Verleumdungsklagen, Abmahnungen und aus ist es mit dem offenen Internet.

  5. Ugugu
    schrieb am 12. März 2008 um 12:38 Uhr (#)

    Wenn man bemerkt, dass jemand ein schlechter Satiriker ist, aber dennoch eine Geschichte daraus versucht zu drehen, dann ist es schlechter Journalismus.

    Da liegen für einmal “20 Minuten” und die “Medienlese” ziemlich nahe beieinander. Abgesehen davon wird Michèle Roten den Typen schon via Gericht zur Strecke bringen, da wird es ihm vermutlich dann auch nicht mehr helfen, sich als schlechter Satiriker rausreden zu wollen.

  6. Schreibt hier auf dem Blog Ronnie Grob
    schrieb am 12. März 2008 um 12:59 Uhr (#)

    @Ugugu: Das mag sein, aber sollte dieser Beitrag tatsächlich nicht viel mehr sein als Boulevard, dann scheinst du jedenfalls gut darauf angesprochen zu haben, denn sonst hättest du bestimmt den ungleich ausführlicher erarbeiteten Magazintest nebenan kommentiert, oder nicht?

  7. Klaus Jarchow
    schrieb am 12. März 2008 um 13:27 Uhr (#)

    Vielleicht sollte sich einfach jemand opfern und mit dem ‘Milchbuebchen’ schlafen, um dann den nachfolgenden Testbericht öffentlich zu machen. Meines Wissens ist die ‘Selbsterfahrung’ noch immer die wirksamste Pädagogik.

  8. wayne
    schrieb am 12. März 2008 um 13:37 Uhr (#)

    weshalb man über dreck auf youtube berichten muss ist mir zwar auch nicht ganz klar, noch weniger allerdings, warum man den urheber in der ostschweiz suchen muss, deren bewohner nie so ein “a” hinkriegen könnte wie der hier, das merkt man nach 20 Sekunden (länger kann man das nicht sehen)… eine vermutung, die a) nichts mit der sache zu tun hat und b) nicht mal besonders fundiert scheint… leicht beleidigt ;-)

  9. Bluesbrother
    schrieb am 12. März 2008 um 14:23 Uhr (#)

    Michèle Roten ist Journalistin?

  10. Ugugu
    schrieb am 12. März 2008 um 15:25 Uhr (#)

    Moment, ich liebe Boulevard, nenn es aber nicht Journalismus ;-)

  11. mds
    schrieb am 12. März 2008 um 16:14 Uhr (#)

    Wie nimmt denn «zweistress», der das YouTube!-Video veröffentlicht hat, dazu Stellung? Ich nehme ja an, er wurde vor dem Publizieren dieses neuerdings.com-Artikels kontaktiert?

  12. Schreibt hier auf dem Blog Ronnie Grob
    schrieb am 12. März 2008 um 17:24 Uhr (#)

    @mds: Ich habe “zweistress” nicht kontaktiert, wie auch “zweistress” Frau Roten vermutlich nicht kontaktiert hat. Eine Stellungnahme ist bei medienlese.com aber immer möglich, entweder per Kommentar oder per Mail.

  13. Jean-Claude
    schrieb am 12. März 2008 um 17:45 Uhr (#)

    Ich finde schon, dass man das zur Diskussion stellen kann. Da gebe ich Ronnie Grob recht. Da wird sichtbar, wie sich Grenzen in nix auflösen. Kann ja heiter werden. Vielleicht wäre ein Denunzianten-Blog ein Heuler: Hier können Sie ihr(e) Frau, Freund, Ehemann, Chefin etc. gefahrlos blossstellen.

    Allerdings frag ich mich, was nun peinlicher ist: das Video oder der aus dem “Magazin” zitierte Text.

  14. Schreibt hier auf dem Blog Ronnie Grob
    schrieb am 12. März 2008 um 17:57 Uhr (#)

    @Jean-Claude: Da das Video zurzeit nicht online zugänglich ist (YouTube offenbar down), kann ich es nicht überprüfen, aber: Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser von “zweistress” vorgelesene Text weder jemals im Magazin erschienen ist, noch jemals von Frau Roten verfasst wurde. Wer selbst prüfen will, hier die versammelten Kolumnen von Frau Roten.

  15. Schreibt hier auf dem Blog Ronnie Grob
    schrieb am 12. März 2008 um 18:04 Uhr (#)

    Nochmals, da mir gar nicht in den Sinn gekommen ist, dass jemand annehmen könnte, der vorgelesene Pornotext stamme tatsächlich von Frau Roten: In der Ausgabe 2008/09 des Magazins schreibt Frau Roten nur einen Text. Er nennt sich “Schalt mal um” und ist nun somit auf medienlese.com zum dritten Mal verlinkt.

  16. Jean-Claude
    schrieb am 12. März 2008 um 18:57 Uhr (#)

    na ja, wenn das alles fake ist, ist es einfach kriminell.

    Aber die Frage bleibt: Was tut man, wenn sowas überhand nimmt? Es ist nicht mehr rückholbar auf ewige Zeiten. Und das ist ja erst der Anfang. Das web hat schon seine gruseligen Abgründe.

  17. Gris-Gris
    schrieb am 12. März 2008 um 21:14 Uhr (#)

    Nix ist kriminell. Einzig Ronnie Grob ist naiv – und zieht hier einen Affenschwanz von Halberleuchteten hinter sich her.

    Ronnie Grob sei problemlos verziehen – aber “ein bitzeli” tougher muss es imho hier schon werden, wenn Blogwerk AG auf Dauer auch nur einen Hauch von Chance haben will. [Sonst lieber nur Gadgets, Herr Hogenkamp – damit könnte es hin hauen!|

  18. Der Gabriel
    schrieb am 12. März 2008 um 21:36 Uhr (#)

    @gris-gris

    Nix ist kriminell? Also ich weiss nicht. Rotens texte hin- oder her – das hier geht ja wohl überhaupt nicht, das ist ganz klar übelst.

    Wenn das eine auf YouTube über mich erzählen würde (a, dass sie mit mir geschlafen hat, b, wie genau und c, noch einen text als meinen vorgibt, der total daneben ist), würde ich gnadenlos klagen.)

    das video dieses möchtegern-komikers verstösst imho gegen ziemlich viele schweizer gesetze (privatsphäre, üble nachrede, etc.).

    grossartig ist übrigens der reply. einfach nur grossartig.

  19. Gris-Gris
    schrieb am 12. März 2008 um 22:43 Uhr (#)

    Nein, das Video dieses möchtegern-komikers ist genau auf gleichem Niveau wie Rotens Texte – einziger Unterschied:

    DIe Texte sind von Roten, und er liest sie nur vor.

    Was gibt es für eine grössere Liebeserklärung an Michèle als dieses Video?

    Nu is es ja weg auf YouTube, das Video. Wir haben es selbstverständlich runtergeladen und könnten es jederzeit veröffentlichen… Aber – Ronnie Grob soll das doch machen, um hier alles schlüsslig erklären zu können. Angesagt hat er – nun soll er beweisen, was MUT ist. :cool:

  20. Jacques Carlyle
    schrieb am 12. März 2008 um 23:34 Uhr (#)

    Die Texte sind von Roten, und er liest sie nur vor.

    “Journalistin” und “Michèle Roten”?

  21. nils
    schrieb am 13. März 2008 um 00:11 Uhr (#)

    wunderbar für michèle dürften natürlich auch die google-ergebnisse sein, die nun, nachdem ihr name hier und bei diversen anderen seiten im titel und den ersten sätzen vorkam, auf ewig mit ihr verknüpft sind (derzeit sind sie schon auf ergebnisseite 2 zu finden, aber lässt sich bestimmt noch verbessern). dass das youtube-video gelöscht wurde, ist da auch egal…

  22. Rainer Weber
    schrieb am 13. März 2008 um 02:04 Uhr (#)

    Schickt doch einfach eine Mail an zweistress@gmx.ch … vielleicht gibt es eine Antwort

  23. Gris-Gris
    schrieb am 13. März 2008 um 10:16 Uhr (#)

    Ich hätte wetten können, dass hier früher oder später betr. Frau Roten geschrieben wird: “provozieren mit fäkalsprache ist ein erprobtes mittel in der pubertät.”

    Da sehe ich Frau Roten (und ihre Texte) aber ganz, ganz anders… Is aba wurscht – eine ganz andere Frage stelle ich (mir) noch:

    Wäre es jetzt nicht am Verfasser dieses Eintrags (Ronnie Grob), nochmals Bilanz zu ziehen?

    War dieser Eintrag hier nun richtig – halbrichtig – falsch? Genug recherchiert? medienlese-adäquat-scharfsinnig-neoqualitätsjournalistisch?

    Oder bleibt es beim Schweigen, d.h. wird hier alles genau so “gehändelt” wie bei der NZZ Online, wo man auch wie deppert kommentieren kann, aber sich nie ein Journi zu einem ECHTEN (d.h. selbstkritischen) Feedback herablässt?

  24. robert holzwart
    schrieb am 13. März 2008 um 10:58 Uhr (#)

    @gris-gris: auf u1 ist noch eine stelle als wahrsager frei.

    zudem: gewisse themen und äusserungen verdienen keine ECHTES feedback.

  25. Rainer Weber
    schrieb am 13. März 2008 um 14:54 Uhr (#)

    Und hier die Antwort auf das Mail von zweistress@gmx.ch

    Hallöle zäme,

    bin Ende August wieder da.

    Gruss
    David Frankfurter

    War also doch keine PR. Ausserdem hätte der sonst das Video nicht entfernt.

  26. Spectator
    schrieb am 13. März 2008 um 15:46 Uhr (#)

    David Frankfurter hiess auch der Medizinstudent, der am 4. Februar 1936 in Davos ein Attentat auf Wilhelm Gustloff, Nazi-Landesgruppenleiter in der Schweiz, verübte.

  27. Beobachter III Romeo
    schrieb am 13. März 2008 um 16:45 Uhr (#)

    Noch eine Connection zu David Frankfurter: http://blog.hogenkamp.com…n-richard-fluehmann/ (in den Kommentaren, vermutlich ein Pseudonym von Winkelried).

  28. Rainer Weber
    schrieb am 13. März 2008 um 23:40 Uhr (#)

    Und hier noch konkreter, vor allem passt sogar das Thema:

    http://winkelried.info/20…zynismus-der-linken/

    Damit wäre das Rätsel wohl gelöst.

  29. Jean-Claude
    schrieb am 14. März 2008 um 09:46 Uhr (#)

    Dann wäre also der Typ im Youtube-Video dieser bekennende Rechtsextreme namens “Winkelried” alias “David Frankfurter” alias “Zweistress”? Interessant, was ein wenig Basisrecherche zutage fördern kann. Und das in einem so kleinen, unschuldigen Land wie die Schweiz. Danke, Rainer Weber und Beobachter III.

  30. Rainer Weber
    schrieb am 14. März 2008 um 13:00 Uhr (#)

    Lool, den haben wir voll erwischt.

  31. Teledin
    schrieb am 14. März 2008 um 13:12 Uhr (#)

    Somit hat er’s mit denselben Mitteln wie die Roten in die Boulevardpresse geschafft.

  32. Rainer Weber
    schrieb am 14. März 2008 um 13:16 Uhr (#)

    Wenn man Winkelried liesst, scheinen die auch keine Alternativen zu haben als so.

  33. Der Gabriel
    schrieb am 15. März 2008 um 02:28 Uhr (#)

    Ihr seid ja alle betrunkener als ich ;-). Der Typ ist doch nicht der Winkeltrottel! Höchstens ein psychisch angeschlagener Möchtegern-Komiker Namens Cello (steht ja auch auf seiner Homepage).
    http://www.zweistress.com/index.html
    Und wer noch ein bisschen mehr googelt, findet raus, dass er in Wirklichkeit Marcello heisst. Mehr verrat ich nicht, googelt selbst.

  34. Rainer Weber
    schrieb am 15. März 2008 um 07:46 Uhr (#)

    @Gabriel
    Das schliesst absolut gar nichts aus, im Gegenteil. Winkelried kommt mir eh vor wie eine “abverheiti” Statire.

  35. Bluesbrother
    schrieb am 16. März 2008 um 06:34 Uhr (#)

    Etwas spät, aber immerhin fällt mir ein: Frau Roten möchte ja ein Buch (oder Bücher) verkaufen.

  36. Nicola Tesla
    schrieb am 18. März 2008 um 18:09 Uhr (#)

    Wer wissen möchte wer das ist, der muss einfach nur mal schauen wer die domain http://www.zweistress.com registriert hat. Kleiner Tipp: http://who.is Das sollte die Diskussion um den ?Produzenten? dieses kleinen Filmchens klären…

  37. Jean-Claude
    schrieb am 19. März 2008 um 14:42 Uhr (#)

    Wer so ein Fass aufmacht, soll es gefälligts auch wieder ordentlich verschliessen.

    Ich habe den Verursacher des Videos kurz angemailt. Er antwortete unter dem Namen “Cello”:

    “Wahnsinnig, wie sich da gewisse Leute darüber ärgern können. Dabei war es nur ein Promogag und auch ein Versuch mit der Gesellschaft, wie schnell sich Leute wegen einer zweitklassigen Schriftstellerin aufregen können. Aber das Video habe ich aus rechtlichen Gründen herausgenommen, siehe “Roten vs Mörgeli” auf youube.com/zweistress.
    Und wenn ihr euch weiter so ärgert, muss ich wohl auch noch die zensierte Version rausnehmen.

    Wie schon gesagt: Ist alles von mir erfunden. Auch der Text.

    Lieben Gruss, Cello”.

    Also: Das Fass ist jetzt wieder zu.
    Hat sich aber doch irgendwie gelohnt, es aufzumachen und dem Unsinn auf den Grund zu gehen. Das web hat schon seine Tücken …

Pingbacks

Pingbacks anzeigen...

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.