Nach Microsofts Übernahme von FAST:
Musikdienst Ezmo schließt

ezmo.gifEzmo, ein Dienst, der das Hosten und Teilen der eigenen Musiksammlung mit Freunden ermöglicht und von uns im September 2007 vorgestellt wurde, verkündet heute im Unternehmensblog die Schließung des Angebots. Als Grund werden Schwierigkeiten bei der zukünftigen Finanzierung genannt. Das Geschäftsmodell des norwegischen Services sah vor, mittelfristig Partnerschaften mit führenden Plattenlabels einzugehen und den Verkauf digitaler Songs über Ezmo zu ermöglichen. Laut Ezmos Blogeintrag war die Kooperationsbereitschaft der Musikindustrie jedoch nahe null, weshalb ein Weiterbetrieb des Services aus wirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll sei und deshalb kein weiteres Kapital bereitgestellt werde.

Interessant ist diese Meldung, da Ezmo laut Impressum eine hundertprozentige Tochter des norwegischen Suchmaschinenspezialisten FAST ist, welcher Anfang Januar für 1,2 Milliarden Dollar von Microsoft übernommen wurde. Damals stellte ich die Frage, was die Redmonder mit Ezmo machen werden, und vergaß die Option einer Schließung komplett. Wenn Ezmo schreibt, kein weiteres Kapital zu erhalten, dann bedeutet dies, dass FAST den Geldhahn zugedreht hat. Im Fokus der Microsoft-Akquisition steht FASTs Suchtechnik, während sich Aktivitäten der Norweger abseits des Kerngeschäfts für den Konzern offenbar als Ballast erwiesen, den es nun loswerden möchte.

Erfreulich ist die Meldung für Ezmos Konkurrenten. Wer nach einer Alternative zu Ezmo sucht, sollte sich bei simfy, MediaMaster oder hier umsehen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Mehr lesen

So.cl: Auch ein neues Social Network kommt nicht ohne Facebook-Login aus

21.5.2012, 8 KommentareSo.cl:
Auch ein neues Social Network kommt nicht ohne Facebook-Login aus

Seit heute steht Microsofts neues soziales Netzwerk So.cl allen Anwendern offen. Was der Softwarekonzern damit will, ist unklar. Er weiß aber: Ohne Starthilfe durch Facebook geht es nicht.

Nachhaltigkeit als Marketingargument: Wie die Netzgiganten sich  um unsere Umwelt sorgen

21.5.2012, 0 KommentareNachhaltigkeit als Marketingargument:
Wie die Netzgiganten sich um unsere Umwelt sorgen

Die führenden Internet- und IT-Konzerne Google, Apple und Microsoft versuchen, auf ihre Bestrebungen zum Schutz der Umwelt und knapper Ressourcen aufmerksam zu machen. Wie ernst man die Initiativen aber nehmen kann, ist unklar.

Linkwertig: Web, Design, Twitter, Lazada

26.3.2012, 1 KommentareLinkwertig:
Web, Design, Twitter, Lazada

Peter Glaser über uns und das Web, Twitter schlägt in Deutschland sein Hauptquartier in Berlin auf und mehr.

Problematischer Entschluss: Facebook wirft Grooveshark  von der Plattform

11.5.2012, 1 KommentareProblematischer Entschluss:
Facebook wirft Grooveshark von der Plattform

Facebook hat dem Musikdienst Grooveshark den Zugriff auf seine Plattform abgeklemmt. Obwohl der Grund dafür nachvollziehbar erscheint, hinterlässt das Vorgehen ein ungutes Gefühl.

simfy und Spotify: Werbefinanziertes On-Demand-Streaming bleibt Verlustbringer

2.5.2012, 6 Kommentaresimfy und Spotify:
Werbefinanziertes On-Demand-Streaming bleibt Verlustbringer

Rund einen Cent zahlt simfy pro von Nutzern der kostenfreien Version angehörtem Song an GEMA und Labels. Mit Werbung lässt sich dies nicht refinanzieren, erklärt Mitgründer Steffen Wicker die jüngsten Einschnitte beim Gratisangebot des Kölner Musikdienstes.

Musikdienste: simfy verabschiedet sich vom Freemium-Modell

27.4.2012, 4 KommentareMusikdienste:
simfy verabschiedet sich vom Freemium-Modell

Nach dem Start von Spotify in Deutschland stellte sich die Frage, wie der lokale Konkurrent simfy auf das unbegrenzte Gratisangebot des Neulings reagieren würde. Heute liefern die Kölner die Antwort: mit dem endgültigen Rückzug in die Nische der Bezahlanbieter.

aka-aki schließt: Viele Jahre seiner Zeit voraus

23.5.2012, 7 Kommentareaka-aki schließt:
Viele Jahre seiner Zeit voraus

Die mobile App des Berliner Startups aka-aki erlaubte es Anwendern seit 2008, mit interessanten Personen in der unmittelbaren Nähe Kontakt aufzunehmen. Jetzt gibt der Dienst seine Schließung bekannt. Er war seiner Zeit voraus.

Abhängigkeit: Die Sorge über die Zukunft von ifttt

17.4.2012, 4 KommentareAbhängigkeit:
Die Sorge über die Zukunft von ifttt

Richtig eingesetzt kann der US-Dienst ifttt zu einem äußerst leistungsfähigen persönlichen Assistenten für das digitale Leben werden. Doch die so entstehende Abhängigkeit von dem Service hat eine Schattenseite.

Alles umsonst: Oink schließt nach  weniger als fünf Monaten

15.3.2012, 3 KommentareAlles umsonst:
Oink schließt nach weniger als fünf Monaten

Anfang November lancierte der prominente Startup-Gründer Kevin Rose seinen neuartigen Bewertungsdienst Oink. Am 31. März - weniger als fünf Monate nach dem Debüt - zieht er den Stecker.

Pingbacks

Pingbacks anzeigen...

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.