Nach Microsofts Übernahme von FAST:
Musikdienst Ezmo schließt

Martin Weigert, 3. März 2008 17:24 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

ezmo.gifEzmo, ein Dienst, der das Hosten und Teilen der eigenen Musiksammlung mit Freunden ermöglicht und von uns im September 2007 vorgestellt wurde, verkündet heute im Unternehmensblog die Schließung des Angebots. Als Grund werden Schwierigkeiten bei der zukünftigen Finanzierung genannt. Das Geschäftsmodell des norwegischen Services sah vor, mittelfristig Partnerschaften mit führenden Plattenlabels einzugehen und den Verkauf digitaler Songs über Ezmo zu ermöglichen. Laut Ezmos Blogeintrag war die Kooperationsbereitschaft der Musikindustrie jedoch nahe null, weshalb ein Weiterbetrieb des Services aus wirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll sei und deshalb kein weiteres Kapital bereitgestellt werde.

Interessant ist diese Meldung, da Ezmo laut Impressum eine hundertprozentige Tochter des norwegischen Suchmaschinenspezialisten FAST ist, welcher Anfang Januar für 1,2 Milliarden Dollar von Microsoft übernommen wurde. Damals stellte ich die Frage, was die Redmonder mit Ezmo machen werden, und vergaß die Option einer Schließung komplett. Wenn Ezmo schreibt, kein weiteres Kapital zu erhalten, dann bedeutet dies, dass FAST den Geldhahn zugedreht hat. Im Fokus der Microsoft-Akquisition steht FASTs Suchtechnik, während sich Aktivitäten der Norweger abseits des Kerngeschäfts für den Konzern offenbar als Ballast erwiesen, den es nun loswerden möchte.

Erfreulich ist die Meldung für Ezmos Konkurrenten. Wer nach einer Alternative zu Ezmo sucht, sollte sich bei simfy, MediaMaster oder hier umsehen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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