Die heutigen Social Networks (Facebook, Myspace, StudiVZ etc.) haben eine ganze Reihe von Problemen
: Sie sind zum Beispiel weitgehend geschlossen, d.h. mein Profil ist meistens nur für Mitglieder einsehbar. Ausserdem machen es einem die Networks schwer, seine Daten wieder abzuziehen. Und: Die Integration anderer Quellen für Fotos, Videos etc. ist meistens kompliziert oder gar nicht möglich.
Mit anderen Worten: Die heutigen Social Networks sind “Walled Gardens”, vergleichbar mit AOL, Compuserve oder MSN in der ersten Web-Welle. Und wir wissen alle, was aus diesen Playern geworden ist: Compuserve ist verschwunden, AOL ist nur noch ein Schatten seiner selbst, und Microsoft muss für viel Geld Yahoo kaufen, um sein kümmerliches Internetgeschäft zu stützen. Gewonnen haben die Player, die konsequent auf Offenheit gesetzt haben, allen voran Google.
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Wie berichtet, haben Mitglieder der «Forschungsgruppe Kooperationssysteme» der Universität der Bundeswehr München in den vergangenen zwei Monaten eine Online-Umfrage zur privaten Nutzung von Social Networks in Deutschland durchgeführt. Das Projektteam befindet sich seit einer Woche in der Auswertungsphase und hat gestern ausgewählte Ergebnisse per Mail verschickt. 2650 vollständig ausgefüllte Online-Fragebögen wurden gesammelt, was ein beachtliches Resultat ist. Damit existiert erstmalig eine nicht kommerzielle, unabhängige und umfassende Studie zur Social-Networking-Nutzung in Deutschland. Diese ist zwar nicht repräsentativ, aber ihre Teilnehmerzahl groß genug, um die gewonnen Erkenntnisse als eindeutige Tendenzen gelten lassen zu können.
Ab Freitag, 15. Februar 2008, werden die ausführlichen Resultate der Untersuchung auf der Website der Forschungsgruppe Kooperationssysteme München in mehreren Phasen veröffentlicht. Aus der vorab in Umlauf gebrachten Zusammenfassung habe ich mir die interessantesten Punkte herausgepickt, die ich im Folgenden vorstelle. » weiterlesen

Nachdem sich Yahoo! als einer der weltgrößten Internetanbieter kürzlich der OpenID-Initiative anschloss und gestern bekannt wurde, dass Vertreter von Branchengrößen wie Google, IBM, Microsoft und VeriSign dem Vorstand der OpenID Foundation beitreten werden, hat sich Deutschlands meistbesuchte Nachrichtenseite Spiegel Online heute in einem ausführlichen, prominent auf der Startseite platzierten Artikel dem Thema OpenID gewidmet. Da das größte Problem von OpenID bisher die geringe Bekannheit bei Durchschnittsnutzern und die kaum vorhandene Aufmerksamkeit der Massenmedien war, ist dies ein besonderes Ereignis. Die Hoffnung von OpenID-Fans, dass die Unterstützung von Seiten namhafter IT-Unternehmen das System stärker ins mediale Rampenlicht rücken wird und ihm schließlich zum Durchbruch verhelfen könnte, scheint sich zu erfüllen.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Yahoo! News berichtet über den Start einer neuen Facebook-Entwicklerplattform, die es Mobilfunkanbietern ermöglichen soll, das international expandierende Social Network ihren Kunden besser zugänglich zu machen. Teilnehmende Provider erhalten dem Bericht zufolge technische Spezifikationen, mit denen sie Facebook an einzelne Empfangsgeräte anpassen können. Angeblich nutzen derzeit sechs Millionen Menschen weltweit die mobile Facebook-Version, die auf Eigenheiten einzelner Provider und Mobiltelefone keine Rücksicht nimmt und deswegen Schwächen in der Benutzerfreundlichkeit aufweist. » weiterlesen
Dienste, die das kostenlose Speichern der eigenen Musiksammlung im Netz ermöglichen, gibt es mittlerweile viele. Deezer und Musana aus Frankreich, Ezmo aus Norwegen, MediaMaster aus den USA und simfy aus Deutschland (siehe unser Launch-Bericht) sind einige der Anbieter, die Internetnutzer davon überzeugen wollen, dass ihr MP3-Archiv (zumindest als Backup) ins Netz gehört, nicht (ausschließlich) auf die lokale Festplatte. Als regelmäßiger Benutzer verschiedener Rechner ist das ein Konzept, was mir sehr zusagt und von dem ich schön geträumt habe, als schnelle Breitbandanschlüsse für User sowie Datenverkehr im Terrabytebereich und flexibles Hosting für Anbieter noch ein Vermögen kosteten. Trotz aller Freude über die verbesserte Situation gibt es allerdings auch heute noch mindestens einen Aspekt, der sich als Hemmschuh für den Durchbruch in den Internet-Massenmarkt erweist: Der Uploadprozess. » weiterlesen
Jahr für Jahr wird die mobile Internetnutzung (neben anderen) als der nächste heiße Trend im Web bezeichnet. Doch so richtig abheben konnte das Surfen mit dem Handy oder Smartphone in Europa bisher nicht. Seit zwei Wochen habe ich privat eine erschwingliche, mobile UMTS-Datenflatrate und siehe da: Schlagartig eröffnet sich mir eine Welt, die ich vorher nur aus den besagten Trend-Prognosen kannte. Plötzlich ist die intensive Nutzung des Internets vom Mobiltelefon aus (und wir sprechen nicht über E-Mail und Websuche) für mich ein aktuelles und spannendes Thema, in das es sich lohnt, Zeit zu investieren, um die besten Dienste und Lösungen für das Surfen, Kommunizieren und Networking von unterwegs zu entdecken. » weiterlesen
Seit einigen Stunden ist die neue Version von lokalisten online, eines der größten Social Networks in Deutschland. Wie bereits angekündigt, bietet das besonders im Münchner Raum populäre Netzwerk mit dem Relaunch einige technische Neuerungen, die sich mittlerweile zum Standard bei Web-2.0-Communities entwickelt haben: einen Newsfeed, modular aufgebaute Home- und Profilseiten mit verschiebbaren Elementen, die bei Bedarf geschlossen werden können, sowie – und auch das ist offensichtlich fast schon State of the Art – einen Seitenaufbau, der in unterschiedlichem Ausmaß an Facebook erinnert. Besonders die Start- und Profilseite können Ähnlichkeiten mit dem populären Social Network aus Palo Alto nicht von der Hand weisen. » weiterlesen
“One Laptop per Child” ist eine viel beachtete Initiative von MIT-Professor Nicholas Negroponte, die Laptops zwecks Ermöglichung moderner Bildung und Kommunikation zu Kindern in der dritten Welt bringen will. Anfangs segelte das Vorhaben unter dem ausehenerregenden Titel “100-Dollar-Laptop”, weil Negroponte mit revolutionärer Technologie die Kosten eines richtigen Laptops unter die magische 100-Dollar-Grenze drücken wollte. Aber die Non-Profit-Aktion hatte in ihrer kurzen Geschichte schon mit diversen Schwierigkeiten zu kämpfen: Technische und finanzielle Schwierigkeiten, Kostenüberschreitungen, Konflikte mit Microsoft und Intel sowie Probleme im Umgang mit den Regierungen der Drittweltstaaten, die diese Laptops eigentlich für ihre Kinder kaufen sollten.
Der neuste Konfliktherd des Projektes schwelt aber an einer Stelle, wo man es kaum erwarten würde und wo es der OLPC-Stiftung vielleicht sogar besonders weh tun könnte: An der Heimatfront, bei den grössten Fans des Projektes. Und ich habe das zweifelhafte Vergnügen, zu den Betroffenen zu gehören.
Es geht um die vorweihnachtliche Aktion “Give One, Get One” (G1G1) in deren Rahmen Leute mit amerikanischer Adresse einen OLPC für sich bestellen konnten — vorausgesetzt, dass sie ein weiteres Gerät für ein Kind in der dritten Welt spenden. Für einen Gesamtpreis von 400 Dollar bekam man so ein revolutionäres Stück Technologie sowie das gute Gefühl, etwas zur Bildung in einem armen Land beigetragen zu haben. Das war zumindest die Idee.
Hier eine kurze Chronologie meiner eigenen OLPC-Erfahrungen:
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Nach Sprout möchte ich heute eine weitere Web-Applikation vorstellen, die vor allem durch ihre innovative Umsetzung und eine äußerst stylische Oberfläche überzeugt. Issuu ist eine Plattform zum Speichern und Präsentieren von Dokumenten. Im Gegensatz zu Scribd oder Doktus stehen jedoch nicht 0815-Schriftstücke im Vordergrund, sondern selbst erstellte Magazine. Zugegeben, das klingt recht speziell und ist es vermutlich auch. Wer aber selbst nicht zur kreativen Gilde der Layouter, Hobby-Magazinmacher und Fotografen gehört, kann ganz einfach durch das breite Angebot an Titeln stöbern, die ihren Schwerpunkt auf den Themen Kunst, Design, Fotografie und Musik haben, und sich von diesen inspirieren lassen. Damit ihr versteht, was Issuu auszeichnet, empfehle ich einen Blick auf die folgende Flash-Integration eines zufällig ausgewählten Titels (mit einem Klick auf den Viewer gelangt ihr zur großen Ansicht): » weiterlesen
Das ging ja schnell: Google hält sich mit seiner Meinung zur versuchten unfreundlichen Übernahme von Yahoo durch Microsoft nicht hinter dem Berg. Auf Googles offiziellem Blog erläutert David Drummond, Googles Ober-Anwalt, die Position des Suchmaschinenriesen. Und natürlich fällt die nicht freundlich aus:
“This is about more than simply a financial transaction, one company taking over another. It’s about preserving the underlying principles of the Internet: openness and innovation.
Could Microsoft now attempt to exert the same sort of inappropriate and illegal influence over the Internet that it did with the PC? While the Internet rewards competitive innovation, Microsoft has frequently sought to establish proprietary monopolies — and then leverage its dominance into new, adjacent markets.”
Der Beitrag führt weiter aus, dass das fusionierte Unternehmen Micro-Hoo eine absolut dominierende Rolle bei e-Mail-Accounts, IM-Konten und Portal-Traffic einnehmen würde. Natürlich hat Google da was dagegen.
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