Schweizer Verlage:
Im Schlafwagen ins Internet

Das neue Newsportal von Tamedia & Co. wird wegen einer Kreativpause eines Mitarbeiters verschoben, die Behausung der Web-2.0-Gemeinde von Ringier wird bei Ebay versteigert und vom angekündigten Schweizer Google News ist überhaupt nichts mehr zu hören. Verschlafen die Schweizer Verlage das Internet komplett?

Nickerchen auf einer Bergwiese
«Herrlich, diese Ruhe» (Bild Keystone)

Über diese Meldung im Kleinreport (Start des Tamedia-Newsnetzwerk-Systems verzögert sich) haben wir in unserem internen Firmen-Wiki alle herzlich gelacht. Der zweitgrösste Verlag der Schweiz, Tamedia, soll sein schon lange angekündigtes Newsportal nicht im Frühling, sondern erst im Herbst 2008 liefern. Grund: Der neue Chef des Projekts, Peter Wälty, macht eine mehrmonatige Kreativpause. Dazu ist von der Entscheidung zu lesen, “dass das Projekt nicht direkt unter einer eigenen Domain im Internet zugänglich sein werde”.

Während in Deutschland alle dem Erfolg von Spiegel Online nachrennen, ein von Aufmerksamkeit überhäuftes Newsportal, das wahrscheinlich schon gar nicht mehr weiss, wohin mit all den Werbeaufträgen, den neuen Mitarbeitern und den Preisen, kümmert man sich in der Schweiz darum, wie man am Besten die Meldungen der Nachrichtenagenturen ausdruckt und gratis verteilt.

Tamedia, Espace Media, Basler Zeitung Medien

Peter Wälty bestätigt auf Anfrage, dass der Hauptgrund für die Verschiebung des Termins seine Kreativpause ist. Wer aus der Meldung des Kleinreports herausgelesen hat, dass die Kreativpause jetzt erst beginnt, liegt gemäss Wälty falsch – sein Vertrag beginne am 1. März 2008, das neue Portal starte im Spätsommer 2008, seine Kreativpause fand statt in den Monaten Dezember 2007 sowie Januar und Februar 2008.

Grund dafür ist ein Buch, an dem er arbeitet. Peter Wälty gegenüber medienlese.com:

Der Arbeitstitel heisst «James Bond und die Schweiz». Die Figur, das Phänomen, die Filme und die Verbindungen zur Schweiz. Mit reichlich Bildmaterial, das bisher gänzlich unbekannt war. Co-Autor ist Michael Marti. Erscheinen wird es voraussichtlich im Oktober 2008.

Gegenüber dem Kleinreport sagte Wälty, es sei noch nicht entschieden, ob der Grundsatz “Web first” gelten solle:

Das kategorische Propagieren von “Online First” als einzig vernünftige Zusammenarbeitsform von Internet und Print hat manchmal so was Heilslehrenartiges. Schauen wir beispielsweise die Reichweitenentwicklung von Welt.de an, die sich “Online First” in Riesenlettern auf ihr Banner geschrieben hat. Da kann man nicht erkennen, dass die Einführung dieses Prinzips im Januar 2007 besonders viel gebracht hat – wenigstens nicht im Bezug auf Visits.

Stimmt, in Bezug auf die Visits nicht. Aber davon abgesehen sieht die Entwicklung der Zugriffszahlen von Welt Online gar nicht so schlecht aus – was natürlich auch am Inhalt liegen könnte. Hier ein Screenshot von ivwonline.de:

Welt Online Zugriffszahlen

Sehr schön auch dieser Satz aus der Kleinreport-Meldung:

Oberstes Ziel sei es, ein Netzwerk aufzubauen, das alle Partner zufrieden stelle.

Geht also die Behaglichkeit, das Wohlgefühl der einzelnen Partner über den Erfolg des Projekts? Immerhin konnte Wälty, dem ich persönlich übrigens die “Kreativpause” von Herzen gönne, die Nicht-Onliner im Verlag überzeugen, dass es das Beste sei, auf das auf den schönen Namen “Content Dictator” getaufte, bei 20min.ch selbstentwickelte CMS zu setzen – natürlich nicht ohne dass zuerst eine “umfangreiche Evaluation mit vier Systemen und diversen Expertisen” vorgenommen wurde. Nur weil man den Mann holt, der für das bisher erfolgreichste deutschschweizer Online-Portal (20min.ch) verantwortlich war, heisst das noch lange nicht, dass man ihm auch vertraut. Klar, prüfe, wer sich lange bindet – einerseits sinnvoll, andererseits nicht ohne Verlust von Zeit und Geld zu realisieren.

Ringier

Der grösste Verlag des Landes hat zwei Online-Aushängeschilder. Über das eine, Cash Daily, wurde kürzlich ausführlich diskutiert (Peter Hogenkamp / Rüdi Steiner), das andere heisst youme.net.

Youme.net ist sowas wie ein von vielen Redaktoren betreuter Mischmasch zwischen YouTube und MySpace. Nur, im Gegenteil zu diesen war es nie erfolgreich und wird es, in der jetzigen Form zumindest, auch nie sein. Es standen schon immer zwei Missverständnisse hinter der Konzeption. Erstens glaubt man, es sei dem User wichtig, sich in einer Community mit anderen Deutschschweizern rumzutreiben – das ist falsch, dem User sind in erster Linie die Funktionalität (und die Inhalte) wichtig. Zweitens glaubt man, es sei dem User wichtig, wie in einem Club Med “animiert” zu werden – das ist falsch, der User wird von selbst aktiv, wenn es ihm lohnenswert erscheint.

Für mich ist es tatsächlich schwierig, lobenswerte Punkte bei Youme.net zu finden – am ehesten zu loben ist vermutlich noch das Engagement, mit dem das erfolglose Projekt in den letzten Monaten beinahe unter Ausschluss der Öffentlichkeit vorangetrieben wurde. Das Design gefällt mir nicht, die Benutzerführung ist unstrukturiert (was vermutlich cool wirken soll), der Slogan “Wir machen gemeinsame Sache” klingt eher nach Filz als nach Gemeinschaft und bei den “Yousern” kommt der Eindruck auf, es handle sich nicht mehr als um ein paar Versprengte. Ab und zu hat man das Gefühl, auf Youme.net habe es mehr Mitarbeiter als Nutzer.

Ebay Holzhütte

Wie dem auch ist – die Holzhütte, in der das Projekt beheimatet war, wird zurzeit auf Ebay versteigert. Einstiegsgebot: 48.000 CHF (ca. 30.000 EUR). Aktuelle Gebote: 0. Ende der Auktion: 4. März 2008, 9:28 Uhr. Der Verkauf des “Cubes” nach einem Jahr ist im Businessplan vorgesehen. Die Members auf youme.net hätten zwischen 18 und 29 Jahren alt sein sollen – sie “gehören laut den Sinus-Millieus zu den modernen Performern, Experimentalisten, Hedonisten und Postmateriellen Typen” (aus dem Businessplan, via dem Blog, dessen Namen man sich nicht merken kann).

Ob jemand das mobile Glasholzhaus kaufen wird oder nicht, werden wir ja sehen. Wenn nicht, dann müssen die Anschaffungskosten von 120.000 Schweizer Franken (ca. 75.000 Euro) komplett abgeschrieben werden. Zusammen mit den ständigen Auf- und Abbaukosten und den Transportkosten, die für die Zirkustour durch die Schweiz aufgewendet wurden (Businessplan: “Wir arbeiten in einer Art ‘Glas-Container’, welcher für jeweils ca. 6 Wochen an einem Standort sein wird.”), sind das sehr hohe Kosten für ein Startup. Der Versuch, das Volk die Zielgruppe mit “Hey, das verrückte Startup mit denen in der Holzhütte ist in der Stadt” zu begeistern, hat offenbar nicht geklappt – die Rückmeldung in Blogs zum Beispiel war sehr spärlich.

NZZ und andere

Erst kürzlich hatte der Chefredaktor der NZZ, Markus Spillmann, die genau richtige Einsicht:

Entscheidend am Ende ist die Frage: Sind wir fähig als Journalisten, auch künftig Qualität zu bieten, auf den Trägern, auf den Informationskanälen, die unsere Kunden, nämlich die Leserinnen und Leser, auch konsumieren wollen.

Gut. Aber auch wenn NZZ Online ständig optimiert wird – ist das alles, was der NZZ Verlag online will? Es war ja mal davon die Rede, zusammen mit den Schaffhauser Nachrichten, der Südostschweiz und der Mittelland-Zeitung ein gemeinsames Online-Newsportal auf die Beine zu stellen.

Obwohl gemäss Norbert Neininger, dem Chefredaktor der Schaffhauser Nachrichten, bereits “eine sehr gute Software” besteht und die Realisierung des Portals im November 2007 hätte entschieden werden sollen, ist die Schweizer Antwort auf Google News noch nicht da. Ist man sich nicht einig geworden oder ist man noch in den Laboratorien? Neininger schickten wir gestern dazu per Mail eine kurze Anfrage, auf gut Glück, denn von den Redaktionsmitgliedern sind online nur die Namen bekannt. Falls eine Antwort zurückkommt, werden wir sie hier veröffentlichen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Mehr lesen

Enttäuschend: Renommiertes Tech-Blog ReadWriteWeb kürzt RSS-Feed

12.4.2012, 10 KommentareEnttäuschend:
Renommiertes Tech-Blog ReadWriteWeb kürzt RSS-Feed

Bei internationalen Blogs rund um Technologie- und Internetthemen ist das Bereitstellen von RSS-Feeds in voller Länge üblich. Ausgerechnet ReadWriteWeb schert jetzt aus.

Kickstarter-Projekt plant Relaunch: Newsgrape will Nachrichten  zur Diskussion stellen

28.3.2012, 1 KommentareKickstarter-Projekt plant Relaunch:
Newsgrape will Nachrichten zur Diskussion stellen

Das Wiener Startup Newsgrape konnte einst dank einer Teilfinanzierung über Kickstarter seine neuartige Publikationsplattform realisieren. Gerade erhielt der Dienst eine Seed-Finanzierung über 150.000 Euro und plant nun einen umfassenden Relaunch.

Intelligentes Widget: ShowSpace bringt Produktempfehlungen auf Websites

9.3.2012, 1 KommentareIntelligentes Widget:
ShowSpace bringt Produktempfehlungen auf Websites

ShowSpace heißt ein junger Dienst aus Berlin, der es Betreibern von Websites und Blogs einfach macht, relevante Produktempfehlungen über Widgets in ihre Onlinepräsenzen zu integrieren.

Digitale Revolution: Erzwungenes Umdenken

21.5.2012, 4 KommentareDigitale Revolution:
Erzwungenes Umdenken

Die Welt steht an einem Scheidepunkt. Viele gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme erscheinen unlösbar - auch aufgrund eingerosteter und falsche Anreize gebender Strukturen. Aber die IT und das Netz zwingen die Menschheit zum Umdenken.

Linkwertig: Freiheit, Krieg, Apple, Facebook

26.4.2012, 0 KommentareLinkwertig:
Freiheit, Krieg, Apple, Facebook

Apple freut sich über ein weiteres Rekord-Quartal, Facebook ist im Vergleich ein armes Würstchen und mehr.

Linkwertig: IPA, Internet, E-Commerce, Udacity

19.4.2012, 0 KommentareLinkwertig:
IPA, Internet, E-Commerce, Udacity

Europa verliert im Internet den Anschluss, Amazon offeriert jetzt auch Software und Spiele zum Download und mehr.

11.5.2009, 2 KommentareLong Hello and Short Goodbye

Was für ein Spaß. Fast zwei Jahre habe ich, die eckige schwarze Hornimitatbrille auf der Nase, was mit Medien gemacht. Gegen Geld aus der Schweiz.

7.5.2009, 30 KommentareG wie Google:
"Wenn wir nur noch die Hälfte der Journalisten hätten, wären es immer noch zu viele"

Das Magazin der Süddeutschen Zeitung widmet sich am 8. Mai 2009 der Zukunft der Medien. In Kooperation mit dem SZ-Magazin stellen wir hier ein Interview mit Jeff Jarvis zur Diskussion.

Journalismus 2.0: Die Diskussion mitgestalten

5.5.2009, 14 KommentareJournalismus 2.0:
Die Diskussion mitgestalten

Die Digitalisierung verändert mehr als das Medium. Was Journalisten tun können.

11.5.2009, 2 KommentareLong Hello and Short Goodbye

Was für ein Spaß. Fast zwei Jahre habe ich, die eckige schwarze Hornimitatbrille auf der Nase, was mit Medien gemacht. Gegen Geld aus der Schweiz.

1.5.2009, 19 KommentareUnd noch'n Gedicht:
Als Dank an meine Leser

30.4.2009, 8 Kommentaremedienlese.com:
Eine vorläufige Bilanz

Nach fast drei Jahren eingestellt, die Rubrik “6 vor 9” mit 2000 Euro Spenden in drei Tagen gerettet. Was soll dieses Blog? Wie hat sich die Medienlandschaft verändert in der Zeit?

Linkwertig: NZZ, DLR, OSM, Roboter

2.3.2012, 0 KommentareLinkwertig:
NZZ, DLR, OSM, Roboter

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt stellt die eigenen Bilder unter eine Creative Commons Lizenz und mehr.

26.11.2008, 0 KommentareStellenabbau in der Schweiz:
Ringier, Weltwoche und Gassmann kürzen Personal

Zeitungskrise? Ein Chefredaktor auf einer Veranstaltung in Zürich wollte davon nicht viel wissen: Eigentlich gehe es noch erstaunlich gut. Trotzdem werden in Schweizer Verlagen gerade Stellen abgebaut.

Anzeigenkrise: Holzhausen wird zur Geisterstadt

6.11.2008, 22 KommentareAnzeigenkrise:
Holzhausen wird zur Geisterstadt

Gruner und Jahr, WAZ-Gruppe, NZZ, Burda: Die Branche spart sich krisenfest, auf der Strecke bleiben Mitarbeiter – und schließlich auch die Leser ...

Tückische Fotolizenzen: Haltbar bis 26. August 2010

12.9.2008, 5 KommentareTückische Fotolizenzen:
Haltbar bis 26. August 2010

Vermeintlich kostenlose Pressefotos können teuer werden: Immer öfter ist die Nutzung nur auf eine bestimmte Zeit erlaubt. Für Online-Medien ein Problem.

25.8.2008, 26 KommentareMainstreaming media:
Wozu Herausgeber?

Chefredakteure und Herausgeber waren einst die Wächter über die Qualität des Printprodukts. Online übernehmen diesen Job aber die Leser - wozu also brauchts den "Editor" noch?

1.8.2008, 0 KommentareZusammenarbeit:
Flickr-Bilder bei Getty

Ringier übernimmt Mehrheit an DeinDeal: Schweizer Medienriese setzt auf Deals

27.6.2011, 0 KommentareRingier übernimmt Mehrheit an DeinDeal:
Schweizer Medienriese setzt auf Deals

In der Schweiz führt nicht Groupon den Daily-Deal-Markt an, sondern das 15 Monate alte Startup DeinDeal. Ringier, das grösste Medienhaus des Landes, hat nun 60 Prozent an DeinDeal übernommen.

\

13.4.2011, 2 Kommentare"The Collection":
Monothematisches Monatsmagazin nur für Tabletnutzer

Der Schweizer Verlag Ringier startet einen Versuch mit einem iPad-Magazin - "The Collection" behandelt monatlich ein einziges Thema. Die extrem multimedialen Inhalte bleiben dabei vollständig hinter der Paywall.

Youme.net am Ende

16.6.2009, 2 KommentareYoume.net am Ende

Youme.net, das Vorzeige-Internetprojekt des schweizer Ringier-Verlags, wird auf Eis gelegt.

\

12.5.2011, 0 Kommentare"Teilexit":
Tamedia beteiligt sich mit 49 Prozent an Doodle

Das Schweizer Medienunternehmen Tamedia übernimmt 49 Prozent am laut eigenen Angaben weltweit führenden Online-Terminplaner Doodle.

Schweizer Tages-Anzeiger: Strehle und Eisenhut

31.3.2009, 4 KommentareSchweizer Tages-Anzeiger:
Strehle und Eisenhut

Res Strehle und Markus Eisenhut teilen sich die Chefredaktion des Tages-Anzeigers.

Fusion in der Schweiz: Tamedia übernimmt Edipresse

3.3.2009, 3 KommentareFusion in der Schweiz:
Tamedia übernimmt Edipresse

Die Verlage Edipresse und Tamedia führen ihre Schweizer Geschäfte zusammen, bis zum Jahr 2013 soll die Fusion komplett sein. Internationale Aktivitäten der Edipresse sind ausgeschlossen.

Youme.net am Ende

16.6.2009, 2 KommentareYoume.net am Ende

Youme.net, das Vorzeige-Internetprojekt des schweizer Ringier-Verlags, wird auf Eis gelegt.

Youme.net: Community ohne Mitglieder

17.11.2008, 2 KommentareYoume.net:
Community ohne Mitglieder

Youme.net sollte das Vorzeige-Internetprojekt des schweizer Ringier-Verlags werden. Doch trotz umfangreichen Investitionen finden sich keine Nutzer.

Printartikel online weiterempfehlen: Paperboy erkennt über  180 Zeitungen aus D-A-CH

10.10.2011, 4 KommentarePrintartikel online weiterempfehlen:
Paperboy erkennt über 180 Zeitungen aus D-A-CH

Mit Paperboy können Inhalte aus den Print-Versionen von Tageszeitungen per Smartphone in hochaufgelöster digitaler Form weiterempfohlen werden. Jetzt expandiert der Dienst aus Zürich in D-A-CH und weltweit.

Paper Pile: Applikation macht aus  RSS-Feeds eine iPad-Zeitung

26.5.2010, 15 KommentarePaper Pile:
Applikation macht aus RSS-Feeds eine iPad-Zeitung

Nicht jeder mag die Listendarstellung herkömmlicher RSS-Reader. Die iPad-Anwendung Paper Pile stellt beliebige Feeds im Format einer traditionellen Zeitung dar.

Fusion in der Schweiz: Tamedia übernimmt Edipresse

3.3.2009, 3 KommentareFusion in der Schweiz:
Tamedia übernimmt Edipresse

Die Verlage Edipresse und Tamedia führen ihre Schweizer Geschäfte zusammen, bis zum Jahr 2013 soll die Fusion komplett sein. Internationale Aktivitäten der Edipresse sind ausgeschlossen.

7 Kommentare

  1. Nick
    schrieb am 27. Februar 2008 um 13:21 Uhr (#)

    Als ich den Titel las, dachte ich: Hui, tut sich da (endlich?) was, und ich habs verpasst? Denn wer mit dem Schlafwagen fährt, tut nichts und kommt trotzdem an? Passender wäre wohl eher: “Im Schlafwagen auf dem Abstellgleis”

  2. Schreibt hier auf dem Blog Ronnie Grob
    schrieb am 27. Februar 2008 um 13:29 Uhr (#)

    @Nick: Na ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich im Schlafwagen was tut und man irgendwann ausgeruht im Internet ankommt. Dass die Verleger im Schlafwagen auf einem Abstellgleis brach liegen – dafür scheint mir dann doch zuviel Geld vorhanden.

  3. Marcel Meier
    schrieb am 27. Februar 2008 um 13:42 Uhr (#)

    Zum Punkt “youme.net” im obigen Rundumschlag gegen die Schweizer Verlage:

    Es ist richtig, dass youme.net noch nicht der Mega-Abräumer ist, wie soll das auch gehen, nach rund 3 Monaten Betriebszeit???? Die Community-Seite wurde am 02.11.07 lanciert. Insgesamt ist das Projekt 1 Jahr alt. Vor 12 Monaten haben wir also die ersten Zeilen Software-Code geschrieben, haben wir die ersten Leute rekrutiert und die ersten “Experimente” lanciert. Dank dem mobilen Büro konnten wir hunderte von Gesprächen mit Jung und Alt führen und diesen beim Surfen über die Schulter schauen. Was uns sehr viele gute Informationen lieferte. Mit den eigenen Inhalten lernen wir den Umgang mit “Indy-Content” (Semi-Professionellen Inhalten). Diese Inhalte haben unserer Meinung nach und auch nach Meinung von Metacafe, youtube, etc. das grösste Potential (Kosten / Nutzen) auf dem Web. Auch wir sind keine Zauberkünstler und lernen tagtäglich dazu. Wir sammeln wertvolle Erfahrungen im Bereich SocialWeb und geben die auch anderen Unternehmen weiter.
    Grüsse
    Marcel Meier

  4. mds
    schrieb am 27. Februar 2008 um 14:27 Uhr (#)

    @Marcel Meier: Wieso nicht einfach zugeben, dass «youme.net» ein Misserfolg ist?

  5. Schreibt hier auf dem Blog Florian Steglich
    schrieb am 27. Februar 2008 um 14:33 Uhr (#)

    Im Gegensatz zu Euch hektischen Medienbloggern hier finden wir kontemplative Produktivitätsblogger die Kreativpause von Wälty ganz fantastisch.
    ;)

  6. Ugugu
    schrieb am 27. Februar 2008 um 16:35 Uhr (#)

    Mann, jetzt müssen aber auch alle auf youme.net rumtrampeln. Dabei finde ich den Trupp, der dort am werkeln ist, ja eigentlich ganz sympathisch. Mal abgesehen von den AGB’s, die ich weiterhin eine Frechheit finde.

    Ich hatte tatsächlich den Eindruck, da sei man schon länger an der Arbeit, eine Community aufzubauen. Fair enough: Ich gebe dem Projekt nochmals eine Gnadenfrist von weiteren sechs Monaten. So als Nichtinvestor fällt mir das auch relativ leicht ;-)

  7. DenaWitt
    schrieb am 18. September 2010 um 08:44 Uhr (#)

    People deserve very good life time and business loans or just secured loan would make it better. Because people’s freedom is based on money state.

Pingbacks

Pingbacks anzeigen...

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.