Onlineportale:
Wer hat die Längste?

Höher, schneller, weiter: Wir haben Nachrichtenseiten zum Größenvergleich antreten lassen. Zeit Online, Welt Online und derWesten führen das Feld an, die taz-Seite wird locker um 1,5 Längen geschlagen.

Wer hat die Längste?

Man könnte Worte verlieren über das neue Layout der Netzeitung, die einen auf Süddeutsche macht – so wie derWesten, der sich visuell recht deutlich an Spiegel Online orientiert. Stattdessen haben wir uns angesehen, welche Online-Redaktion den Lesern besonders viel mitteilen möchte.

“Immer feste druff” scheint das Credo einiger Redaktionen zu sein, wenn man den Lesern nur ordentlich Links anbietet, wird er schon etwas Interessantes finden. Wer hat also die längste Seite? Hier das Ergebnis:

Wer hat die Längste?
Größere Version nach dem Klick – Achtung, die Datei ist 1,4 MB groß

Das Kleingedruckte: Die Screenshots wurden am 14. Februar gegen 15 Uhr mit dem Mac-Programm “Paparazzi!” erstellt, das die Technik des Apple-Browsers “Safari” verwendet. Es ist gut möglich, dass die Seiten unter Windows mit einem anderen Browser ein wenig anders aussehen. Die Screenshots mit der Breite 1024 Pixeln wurden dann mit Photoshop auf eine Breite von 300 Pixeln umgerechnet, die Werbung über und rechts neben dem eigentlichen Inhalt abgeschnitten. Zum Schluss wurde dann nochmals die Größe angepasst – die deutlichen Unterschiede zwischen den Seiten sind aber immer noch zu erkennen und verschwinden nicht zwischen den Pixeln.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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12 Kommentare

  1. patrick
    schrieb am 15. Februar 2008 um 11:29 Uhr (#)

    macht das doch auch mal für die schweiz. fände ich noch interessant.

  2. Mark S
    schrieb am 15. Februar 2008 um 11:46 Uhr (#)

    Wie habt Ihr das geschafft, den ganzen “Westen” abzuscrollen? Ich bin schon im ersten Drittel eingenickt.

  3. ugugu
    schrieb am 15. Februar 2008 um 12:34 Uhr (#)

    Energy fur ihren Schwanz, kaufen und 85% sparen

    Das war vor zwei Stunden in meiner Mailbox, warum mir das ausgerechnet jetzt gerade wieder in den Sinn kommt?

  4. DB
    schrieb am 15. Februar 2008 um 19:06 Uhr (#)

    sehr interessante idee. sollte man aber tatsächlich ausweiten – nicht nur auf die schweiz, sondern vielmehr auf die führenden newssites weltweit. unser webdesigner würde sich krümmen ab diesen längen…

  5. mds
    schrieb am 16. Februar 2008 um 03:52 Uhr (#)

    Wieso wurde die Werbung entfernt, dies aber nur oben und rechts?

  6. Schreibt hier auf dem Blog Peter Hogenkamp
    schrieb am 16. Februar 2008 um 06:44 Uhr (#)

    Na ja, rausschnipseln der Werbung aus der Mitte wäre wohl recht kompliziert gewesen. Und umgekehrt, wenn man die riesigen Wallpaper drin gelassen hätte, die ja meist das ganze Browserfenster ausnutzen, wäre es sehr viel unübersichtlicher geworden.

    Ist geraten, ich war nicht dabei.

  7. DB
    schrieb am 16. Februar 2008 um 09:21 Uhr (#)

    besonders spannend würde es, wenn man bei bild.de die werbung in der mitte rausschneiden wollte. da wird ja inhalt und werbung wild gemischt…

  8. Jean-Marc Hensch
    schrieb am 16. Februar 2008 um 13:25 Uhr (#)

    Ich würde vorschlagen, dass in Zukunft die Webbrowser ergänzt werden mit einer zweiten vertikalen Scrollbar neben der heutigen, die 10 Mal schneller scrollt, so eine Art Expresslift – oder aber dass sich irgendjemand in den Redaktionen mal Gedanken macht über Useability.

    Frage an die Experten: Eigentlich müsste doch eine Auswertung der Clicks aufzeigen, dass der Content ganz unten so gut wie tot ist. Ich dachte immer, die Verlage seien ganz wild auf diese Auswertungen, um im Minutentakt Britney durch Paris zu ersetzen, wenn die Clicks nicht mehr stimmen?

  9. Schreibt hier auf dem Blog Peter Hogenkamp
    schrieb am 16. Februar 2008 um 14:36 Uhr (#)

    Frage an die Experten: Eigentlich müsste doch eine Auswertung der Clicks aufzeigen, dass der Content ganz unten so gut wie tot ist. Ich dachte immer, die Verlage seien ganz wild auf diese Auswertungen, um im Minutentakt Britney durch Paris zu ersetzen, wenn die Clicks nicht mehr stimmen?

    Ausser 20 Minuten kenne ich keinen, der das wirklich im Minutentakt macht.

    Auswertungen, wo geklickt wird, dürften allerdings die meisten machen. Aber ob sie daraus Konsequenzen ziehen? Kostet ja nichts, wenn die Homepage 2000 Pixel länger ist. Bei Spiegel Online etwa würde ich seit Jahren schwören, dass auf die “Angebote” ganz unten (und überhaupt auf den ganzen Servicekram) maximal drei Leute im Monat klicken. Ich nehme aber an, wenn das wahr wäre, wären die Links schon lange nicht mehr dort. Immerhin hat SpOn im Jahr 2007 satte 20 Mio. Umsatz gemacht – die sind ihnen nicht einfach so zugeflogen.

  10. Schreibt hier auf dem Blog Wolf-Dieter Roth
    schrieb am 16. Februar 2008 um 14:49 Uhr (#)

    Wenn es im Online-Journalismus wie im Supermarkt wäre, kämen natürlich die unentbehrlichen Sachen ganz unten hin…

    Wobei ich, wenn ich drüber nachdenke, vielleicht auch deswegen trotz höherer Preise lieber zu Feneberg gehe, weil da Frischzeug und Milch am Anfang kommt und nicht erst nach einem Slalomlauf durch den ganzen Markt, wie bei allen anderen, wo stattdessen Katzen- und Hundefutter in Dosen am Eingang steht.

  11. Joachim Gollner
    schrieb am 18. Februar 2008 um 15:11 Uhr (#)

    Wo liegen denn n-tv und N24 im Vergleich zu den Seiten. Zumindest n-tv ist ja eigentlich unter den Top 5 News-Seiten.

  12. WoHa
    schrieb am 29. Februar 2008 um 23:20 Uhr (#)

    Und wenn man sich dazu die Pageimpressions ansieht, sieht es für DerWesten ziemlich beschämend aus. Da führt er nämlich nicht das Feld an, da hat er unter den großen Medienhäusern die rote Laterne.
    Welt online erreichte im Januar 124.875.896, aber DerWesten krebst weiter mit 17.672.877 PI’s im Monat herum, obwohl er doch gleich vier große regionale Tageszeitungen repräsentiert, deren Online-Angebote bereits ihre Stamm-Nutzer hatten.
    Hinzu kommt, dass diese 17,7 Mio. überdies auch noch sehr viel weniger sind als die Summe der Vorgängerportale der Einzeltitel vor einem Jahr, trotz des Riesenaufwandes, der mit DerWesten getrieben wurde. Die Wahrheit ist: Der Berg kreißt und gebiert eine Maus. Wofür DerWesten einen Monat benötigt, das schafft Spiegel Online locker an einem einzigen Tag.
    Was lernen wir daraus? Dass Länge eben doch nicht entscheidend ist.

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