Vodafone Deutschland integriert Facebook
Yahoo! News berichtet über den Start einer neuen Facebook-Entwicklerplattform, die es Mobilfunkanbietern ermöglichen soll, das international expandierende Social Network ihren Kunden besser zugänglich zu machen. Teilnehmende Provider erhalten dem Bericht zufolge technische Spezifikationen, mit denen sie Facebook an einzelne Empfangsgeräte anpassen können. Angeblich nutzen derzeit sechs Millionen Menschen weltweit die mobile Facebook-Version, die auf Eigenheiten einzelner Provider und Mobiltelefone keine Rücksicht nimmt und deswegen Schwächen in der Benutzerfreundlichkeit aufweist.
Vodafone Deutschland ist laut Yahoo! News neben Vodafone UK der erste Anbieter, der Facebooks neue Plattform nutzt. Genauere Informationen zu dem Angebot scheint es derzeit zwar noch nicht zu geben, aber offensichtlich handelt es sich um den in Vodafones Cebit-Pressemappe vorgestellten “My Communities Client”, der auf der IT-Messe in Hannover präsentiert werden soll und “den direkten Zugriff und Handy-Upload von Fotos und Videos auf einige der beliebtesten Online Community-Angebote ermöglicht”. Das Tool wird demnach neben Facebook auch YouTube und MySpace unterstützen. Die ersten Geräte, mit denen sich der Client verwenden lässt, sind laut Vodafone das SonyEricsson W910i und das Nokia N95 8 GB.
Wie Yahoo! News weiter schreibt, wird das mobile Facebook-Portal vorerst werbefrei sein. Der Artikel zitiert Facebooks Director of Mobile Division Jed Stremel, der auf die Möglichkeit für Provider hinweist, an den anfallenden Gebühren für Datenverkehr zu verdienen. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob Vodafone die Integration von Facebook und anderen Social Networks nicht dazu verwenden wird, mit einem kostenlosen Zugriff auf die Partner-Communities sein Angebot aufzuwerten und sich für eine junge, kommunikative und international ausgerichtete Kundschaft attraktiv zu machen. Vodafone ist nicht der erste Mobilfunkprovider, der das (Marketing-)Potential von mobilem Social Networking erkennt: Im vergangenen Jahr sind unter anderem O2 und KWICK! sowie Orange und Bebo Partnerschaften eingegangen.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.




















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Da sieht man mal ganz gut die Relevanzunterschiede von Facebook und StudiVZ. Für global agierende Unternehmen sind die Prioritäten klar…
“Das Beste kommt zum Schluss” ist zwar herrlich poetisch, aber im Web zu vernachlässigen, sollte StudiVZ irgendwann auch Beachtung finden.
mmmh, also es gibt ja schon seit einer Weile eine ganz schick gemachte Facebook-Version fürs iPhone. Ich verstehe nicht ganz, was die Mobilfunkbetreiber damit zu tun haben. Warum ein extra Client?
Vielleicht, weil das iPhone in Deutschland nur von T-Mobile vertrieben wird und einen Marktanteil von 0,01 Prozent hat?!
Was soll dieser Umstand?
Facebook könnte doch ein paar Euro von ihren Investitionen verwenden um eine Handy-Software auf Basis von Java (J2ME) zu schreiben, denn dann hätten Sie es bei jedem auf dem Handy. Und Direktzugriff auf die Kamera für Fotos (in deinem Artikel angesprochen) ist per Java auch möglich, aber es ist mal wieder wie immer: “Warum einfach, wenn es auch schwer geht?”
Oder einfach mal eine gute Umsetzung auf Basis von CSS machen, die dann auch auf Handys läuft, ich kann wirklich zu oft die IT-Entscheider nicht verstehen. Haben die gar keine Ahnung von dem Fach?
So nahe liegend wie deine Lösung auch ist Tobias: ich denke nicht, dass die Herren von Facebook diese Lösung gewählt hätten wenn es nicht gute Gründe gäbe. Ganz offensichtlich ist eine Java- und somit (fast) Mobiltelefon unabhängige Version eine super Lösung. Aber auch nur wenn es einem allein auf steigende Besucherzahlen & Marktdominanz geht.
Ich kann nur mutmaßen aber vielleicht ist der ausschlaggebende Punkt für Facebook die Finanzen gewesen. Wenn Vodafone dafür bezahlt Facebook exklusiv, neben dem iPhone, in ihre Handys integrieren zu können, sprich einen (Exklusiv-)Vertrag hat, kommt Facebook fürs erste wohl feiner aus der Sache raus. Denn erstens bekommen sie Cash und haben nur wenig oder keine Entwicklungsarbeit zu leisten und zweitens treten sie mit diesem Schritt dennoch in den mobilen sozialen Netzwerk Markt ein.
Vielleicht ist dies einfach nur der erste Schritt, dem noch einiges folgen wird. Leider bewegt sich auf dem mobile Internet Markt ja alles nur schleppend, warum also über-innovativ sein?! ;)
Gruß
Ein Nachtrag: Die meisten User laden sich keine Java Clients runter, dass fällt im Web auf und im mobilen Internet ist das noch viel extremer. Nicht umsonst können sich die meisten only mobile Communities mit diesem Ansatz nicht wirklich etablieren.
Noch nicht mal 1/5 der Nutzer bringt sich in die Gefahr eine externe Software, die nicht vorher schon mal auf dem Handy installiert war, herunterzuladen. Natürlich wäre das einfacher aber die Angst ist eben zu groß (wenn auch unbegründet, aber beim eCommerce ist es nicht anders=> Angst trotz riesiger Sicherheit!).
Grüße Thorsten