Social Networks und ihre Eignung für Onlinehandel

Social ShoppingAngesichts schleppender Werbeumsätze müssen Social Networks nach zusätzlichen Möglichkeiten suchen, um endlich Gewinne zu machen und ihre zum Teil sehr hohen Bewertungen rechtfertigen zu können. E-Commerce bzw. Social Shopping gilt als eine vielversprechende Ergänzung zur Onlinewerbung. Facebook hat mit dem Start eines internen Bezahlsystems bereits erste Schritte in diese Richtung gemacht. Netzwerke, die die Integration externer Applikationen zulassen und über geeignete Werkzeuge für virales Marketing (z.B. Newsfeed) verfügen, könnten in Zukunft attraktive Vertriebskanäle für Onlinehändler werden.

E-Commerce-Experte und Exciting-Commerce-Blogger Jochen Krisch hat fünf große, in Deutschland aktive Social Networks hinsichtlich ihrer Eignung für (Social) Shopping Services verglichen. Während Facebook dabei (wenig überraschend) am besten wegkommt, hat studiVZ noch einiges an Arbeit vor sich, um eine ideale Plattform für E-Commerce zu werden. Im Mittelfeld, aber mit Potential für die Zukunft, liegen MySpace, lokalisten und Xing. Letzteres hat mit seinem Beitritt zu Googles OpenSocial-Initiative zumindest in Aussicht gestellt, dass früher oder später externe Applikationen unterstützt werden. Gleiches gilt für MySpace und lokalisten, die jeweils ab der kommenden Woche die Integration von Anwendungen in die Profile der Mitglieder ermöglichen wollen.

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Foto via Wikimedia Commons

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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4 Kommentare

  1. Bjoern
    schrieb am 2. Februar 2008 um 16:07 Uhr (#)

    Durch die Investition von Holtzbrinck in Bookya denke ich, dass Sie eine ähnliche Strategie verfolgen. Würde mich zumindest wundern, wenn Bookya nicht dazu genutzt StudiVZ weiter zu monetarisieren. Das Werbemodell muss erst noch zeigen, dass es StudiVZ finanzieren und amortisieren kann.

    1. Martin Weigert
      schrieb am 3. Februar 2008 um 14:54 Uhr (#)

      Jo aber das Investement liegt ja schon eine Weile zurück. Irgendwie merkwürdig, dass da bis heute keine Integration stattgefunden hat, oder?

  2. David Nelles
    schrieb am 3. Februar 2008 um 10:05 Uhr (#)

    Da kann man ja nur hoffen, das die User diese Entwicklung unterstützen. Denn die Betreiber der grossen Netzwerke brauchen so langsam kommerzielle Erfolge. Zu dem Thema social networks werden wir in der kommenden Woche eine Studie veröffentlichen. Also ruhig auf http://www.ethority.de/weblog/ vorbeischauen.

    Mit den besten Grüssen aus Hamburg.

    David Nelles

  3. Kosmo
    schrieb am 14. Februar 2008 um 14:15 Uhr (#)

    Es sieht nicht danach aus, also würden alle Wünsche befriedigt.
    Businessweek berichtet (http://www.businessweek.com): Soziale Netze erzeugen geringe Click-Through-Raten und
    es tummeln sich kaum kauflustige Kunden. Im Myspace-Umfeld werden
    Klagen über geringe Nutzerakzeptanz laut. Anfangs konnte sie die
    Käufe im Direkt-Marketing beflügeln, mittlerweile hat sie ihre Magie
    verloren: Werbung auf Social-Networks ist, nach erfolgreichen ersten
    Gehversuchen, den Kinderschuhen noch nicht entwachsen. So hatte der
    Oberbekleidungs-eTailer spreadshirt anfänglich sechsfache
    Umsatzzuwächse nach Werbung in sozialen Netzwerken erzeugt.
    Mittlerweile seien die Click-Through-Raten für Werbung auf
    sozialen Netzwerken von einem Prozent in 2006 auf gerade einmal 0,1
    Prozent in 2007 gefallen, berichtete die BusinessWeek. Nach wie vor bezieht die
    MySpace-Mutter Fox Interactive Media einen großen Teil ihrer Gewinne
    aus dem Werbegeschäft auf dem Portal. Die BusinessWeek führt das
    jedoch nicht auf reale Umsätze, sondern auf einen cleveren Deal der
    Fox mit Google zurück. Demnach zahle Google, egal ob durch die
    Werbung auf MySpace überhaupt irgendein Gewinn erzielt werde. Fox
    Interactive COO Peter Chernin spricht von einem Prozent Akzeptanz
    und bis zu 300 Prozent gesteigertem Interesse durch Werbung auf
    MySpace – für Online-Werbung durchaus interessante Quoten. Merklich
    sei ein Einbruch der Akzeptanz allerdings, widerspricht der
    Kommentar der BusinessWeek-Autorin. Vor allem für Marketer, die
    Nutzer vom Portal direkt in ihren Online-Shop locken wollen, seien
    diese farblosen Click-Through-Raten wenig aussagekräftig.

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