Social Networks und ihre Eignung für Onlinehandel

Social ShoppingAngesichts schleppender Werbeumsätze müssen Social Networks nach zusätzlichen Möglichkeiten suchen, um endlich Gewinne zu machen und ihre zum Teil sehr hohen Bewertungen rechtfertigen zu können. E-Commerce bzw. Social Shopping gilt als eine vielversprechende Ergänzung zur Onlinewerbung. Facebook hat mit dem Start eines internen Bezahlsystems bereits erste Schritte in diese Richtung gemacht. Netzwerke, die die Integration externer Applikationen zulassen und über geeignete Werkzeuge für virales Marketing (z.B. Newsfeed) verfügen, könnten in Zukunft attraktive Vertriebskanäle für Onlinehändler werden.

E-Commerce-Experte und Exciting-Commerce-Blogger Jochen Krisch hat fünf große, in Deutschland aktive Social Networks hinsichtlich ihrer Eignung für (Social) Shopping Services verglichen. Während Facebook dabei (wenig überraschend) am besten wegkommt, hat studiVZ noch einiges an Arbeit vor sich, um eine ideale Plattform für E-Commerce zu werden. Im Mittelfeld, aber mit Potential für die Zukunft, liegen MySpace, lokalisten und Xing. Letzteres hat mit seinem Beitritt zu Googles OpenSocial-Initiative zumindest in Aussicht gestellt, dass früher oder später externe Applikationen unterstützt werden. Gleiches gilt für MySpace und lokalisten, die jeweils ab der kommenden Woche die Integration von Anwendungen in die Profile der Mitglieder ermöglichen wollen.

Zur Analyse von Exciting Commerce geht es hier.

Foto via Wikimedia Commons

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

Mehr lesen

Dash: Was ein Lebensmittel-Onlinekäufer von Amazons neuem Handscanner hält

8.4.2014, 1 KommentareDash:
Was ein Lebensmittel-Onlinekäufer von Amazons neuem Handscanner hält

Mit Dash hat Amazon in den USA einen Handscanner für die einfache Onlinebestellung von Lebensmitteln veröffentlicht. Ob Kunden von dem Gadget tatsächlich Gebrauch machen, ist für den Konzern aber zweitrangig.

Einzelhandel im Wandel: SugarTrends hat ein Mittel gegen verödende Innenstädte

6.3.2014, 2 KommentareEinzelhandel im Wandel:
SugarTrends hat ein Mittel gegen verödende Innenstädte

Weil immer mehr Menschen im Internet einkaufen, entwickelt sich der lokale Einzelhandel zu einer aussterbenden Gattung. Das Kölner Startup SugarTrends will die Entwicklung stoppen.

Deutsche Konsumenten: \

28.2.2014, 8 KommentareDeutsche Konsumenten:
"Mobiles Bezahlen und Lieferung am selben Tag wollen wir nicht"

Umfragen zeigen ein schwaches Interesse der Deutschen an mobilen Bezahlverfahren und neuartigen Ansätzen der Lieferung von online gekauften Produkten.

Linkwertig: AIM, Open Data, Datenkultur, Dürer

17.4.2014, 0 KommentareLinkwertig:
AIM, Open Data, Datenkultur, Dürer

Microsoft verkündet eine neue Datenkultur und mehr.

Facebook: Der größte schlechte Kompromiss der Internetgeschichte

2.4.2014, 3 KommentareFacebook:
Der größte schlechte Kompromiss der Internetgeschichte

Facebook hat ein unglaublich kompliziertes, kaum noch zu handhabendes Spannungsfeld aus Interessen der unterschiedlichen Plattformteilnehmer geschaffen. Das Resultat sind dauerhaft schlechte Kompromisse. Lange kann das nicht gut gehen.

Kickstarter-Unterstützer sind sauer: Facebooks Kauf von Oculus VR ist ein Argument für Crowdinvesting

28.3.2014, 4 KommentareKickstarter-Unterstützer sind sauer:
Facebooks Kauf von Oculus VR ist ein Argument für Crowdinvesting

Das von Facebook für zwei Milliarden Dollar übernommene Startup Oculus VR entstand im Zuge eine erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne. Manche der damaligen Unterstüzter sind verärgert über den frühen Exit. Rückblickend wäre aus ihrer Sicht eine Finanzierung per Crowdinvesting attraktiver gewesen.

Werbefreies Facebook gegen Bezahlung: Twitter-Mitgründer Biz Stone zeigt uns seine Fantasiewelt

22.7.2013, 4 KommentareWerbefreies Facebook gegen Bezahlung:
Twitter-Mitgründer Biz Stone zeigt uns seine Fantasiewelt

Twitter-Mitgründer Biz Stone sinniert über eine kostenpflichtige Premium-Variante von Facebook. Seine Darlegungen klingen, als hätte er viele Jahre unter einem Stein gelebt.

Salon.io: Ein Onlinepublishing-Tool, für das Nutzer zahlen wollen

23.5.2013, 2 KommentareSalon.io:
Ein Onlinepublishing-Tool, für das Nutzer zahlen wollen

Salon.io will Onlinepublishing einfacher, besser und vielseitiger machen. Ein Ziel, das man schon häufiger gehört hat. Doch ein überdurchschnittlich hoher Anteil zahlender Nutzer deutet darauf hin, dass die Berliner einen Nerv treffen.

Gamification: Warum die Paywall für Medien ein Irrtum ist

11.2.2013, 39 KommentareGamification:
Warum die Paywall für Medien ein Irrtum ist

Bezahlschranken, wie wir sie heute sehen, sind keine nachhaltige Lösung zur Monetarisierung von Onlinemedien. Ein Blick auf die Spiele-Branche zeigt, wie mit Journalismus im Netz künftig Geld verdient werden kann.

Internationalen Wettbewerb unterschätzt: Die deutsche Medienriesen und ihre gefloppten sozialen Netzwerke

31.3.2014, 12 KommentareInternationalen Wettbewerb unterschätzt:
Die deutsche Medienriesen und ihre gefloppten sozialen Netzwerke

Deutschlands Medienriesen ist das Kunststück gelungen, ihre während der Web-2.0-Euphorie für vergleichsweise viel Geld gekauften sozialen Netzwerken allesamt gegen die Wand zu fahren. Ihr großer Fehler war der Glaube, dass Ländergrenzen im Social Web auf Dauer eine Rolle spielen.

Deutsche Social Networks: Das vergebliche Hoffen  auf Datenschutz als Rettung

29.8.2011, 17 KommentareDeutsche Social Networks:
Das vergebliche Hoffen auf Datenschutz als Rettung

Die VZ-Netzwerke, lokalisten und wer-kennt-wen.de loben sich für ihren gemeinsamen Verhaltenskodex rund um Daten-, Jugend- und Verbraucherschutz. Nutzern ist's egal.

lokalisten jetzt mit Anwendungen: Für den Anfang Spaß

16.12.2008, 2 Kommentarelokalisten jetzt mit Anwendungen:
Für den Anfang Spaß

Als erstes, größeres Social Network aus dem deutschsprachigen Raum hat das zu ProSiebenSat.1 gehörende lokalisten heute die ersten Applikationen auf der eigenen Plattform eingeführt.

Linkwertig: Maps, MySpace, Apple, Firefox

26.9.2012, 0 KommentareLinkwertig:
Maps, MySpace, Apple, Firefox

Justin Timberlake stellt das kommende MySpace vor und mehr.

Der populärste hinkende Vergleich im Internet: Warum Facebook nicht MySpace ist

22.5.2012, 15 KommentareDer populärste hinkende Vergleich im Internet:
Warum Facebook nicht MySpace ist

Kaum eine Behauptung ist häufiger im Netz zu hören als die, Facebook stünde das gleiche Schicksal bevor wie MySpace. Der Vergleich ignoriert, dass es sich um völlig verschiedene Produkte handelt.

Schnelllebiges Internetgeschäft: Startups kommen und gehen, Plattformen bleiben

13.3.2012, 9 KommentareSchnelllebiges Internetgeschäft:
Startups kommen und gehen, Plattformen bleiben

Das Internetgeschäft ist extrem schnelllebig. Startups kommen und gehen. Erfolgreich etablierte Plattformen allerdings haben eine deutlich längere Lebenserwartung.

Internationalen Wettbewerb unterschätzt: Die deutsche Medienriesen und ihre gefloppten sozialen Netzwerke

31.3.2014, 12 KommentareInternationalen Wettbewerb unterschätzt:
Die deutsche Medienriesen und ihre gefloppten sozialen Netzwerke

Deutschlands Medienriesen ist das Kunststück gelungen, ihre während der Web-2.0-Euphorie für vergleichsweise viel Geld gekauften sozialen Netzwerken allesamt gegen die Wand zu fahren. Ihr großer Fehler war der Glaube, dass Ländergrenzen im Social Web auf Dauer eine Rolle spielen.

Ein erster Blick auf Facebooks neue App: Paper ist keine Nachrichten-App, sondern Facebook für die mobile Generation

3.2.2014, 3 KommentareEin erster Blick auf Facebooks neue App:
Paper ist keine Nachrichten-App, sondern Facebook für die mobile Generation

Facebook hat in den USA seine neue iPhone-App Paper veröffentlicht. Sie befördert nicht nur Nachrichteninhalte ins Rampenlicht, sondern liefert alle wichtigen Funktionen des sozialen Netzwerks - ernsthaft optimiert für das mobile Zeitalter.

Ein Blick in die Zukunft: Facebook, das Jahr 2017 und der Milliardenkonzern, der sich neu erfand

24.1.2014, 12 KommentareEin Blick in die Zukunft:
Facebook, das Jahr 2017 und der Milliardenkonzern, der sich neu erfand

Facebook wird gerne der baldige Tod prognostiziert. Doch was genau würde es bedeuten, wenn das soziale Netzwerk tatsächlich seine Nutzer verliert? Ein Blick in die Zukunft zeigt: Das Unternehmen ist auf eine solche Entwicklung vorbereitet.

Appell an Startups: Hört auf, Pinterest nachzuahmen

28.8.2012, 12 KommentareAppell an Startups:
Hört auf, Pinterest nachzuahmen

Pinings heißt eine neue Social-Shopping-Community aus Paderborn. Obwohl sie sich bewusst von Pinterest abheben möchte, imitiert sie dessen Design. Zeit, dass das Abkupfern des charakteristischen Rasterlayouts ein Ende hat.

23.2.2012, 5 KommentareSocial Commerce:
Einkaufen und Spenden per Tweet mit Chirpify

Chirpify, ein junges Ein-Mann-Startup, möchte den E-Commerce im Umfeld sozialer Netzwerke vorantreiben und erlaubt das Kaufen und Spenden mit nur einem Tweet, in Echtzeit.

Mellowball: Social Shopping mit Überraschungseffekt

23.11.2011, 3 KommentareMellowball:
Social Shopping mit Überraschungseffekt

Mellowball aus Hamburg liefert über das Schütteln einer virtuellen Überraschungskugel Produkttipps auf Basis der persönlichen Interessensgebiete sowie der Favoriten von Freunden.

Erstaunliches Wachstum: Eigentlich müsste Xing längst weg vom Fenster sein

7.8.2013, 10 KommentareErstaunliches Wachstum:
Eigentlich müsste Xing längst weg vom Fenster sein

Nach allen Gesetzmäßigkeiten, die wir meinen, vom Internet zu kennen, müsste Xing längst weg vom Fenster sein. Das Gegenteil ist der Fall.

Linkwertig: Quote.fm, Xbox Music, studiVZ, Google

17.10.2012, 0 KommentareLinkwertig:
Quote.fm, Xbox Music, studiVZ, Google

Microsoft tüftelt mit Xbox Music an einer Alternative zu Spotify und mehr.

Linkwertig: LSR, Poolworks, Wikileaks, Yammer

15.6.2012, 0 KommentareLinkwertig:
LSR, Poolworks, Wikileaks, Yammer

Der Gesetzesentwurf zum Leistungsschutzrecht liegt nun vor, die VZ Netzwerke werden zu Poolworks und mehr.

Linkwertig: Berlin, Bitcoin, Papier, Xing

3.3.2014, 0 KommentareLinkwertig:
Berlin, Bitcoin, Papier, Xing

Ein Berliner Gericht verbietet die dauerhafte Wohnungsvermietung an Feriengäste und mehr.

Erstaunliches Wachstum: Eigentlich müsste Xing längst weg vom Fenster sein

7.8.2013, 10 KommentareErstaunliches Wachstum:
Eigentlich müsste Xing längst weg vom Fenster sein

Nach allen Gesetzmäßigkeiten, die wir meinen, vom Internet zu kennen, müsste Xing längst weg vom Fenster sein. Das Gegenteil ist der Fall.

Linkwertig: Prism, Allianz, Spy Drive, Xing

19.7.2013, 0 KommentareLinkwertig:
Prism, Allianz, Spy Drive, Xing

Wiesbaden bekommt anscheinend ein neues Abhörzentrum und mehr.

4 Kommentare

  1. Durch die Investition von Holtzbrinck in Bookya denke ich, dass Sie eine ähnliche Strategie verfolgen. Würde mich zumindest wundern, wenn Bookya nicht dazu genutzt StudiVZ weiter zu monetarisieren. Das Werbemodell muss erst noch zeigen, dass es StudiVZ finanzieren und amortisieren kann.

    • Jo aber das Investement liegt ja schon eine Weile zurück. Irgendwie merkwürdig, dass da bis heute keine Integration stattgefunden hat, oder?

  2. Da kann man ja nur hoffen, das die User diese Entwicklung unterstützen. Denn die Betreiber der grossen Netzwerke brauchen so langsam kommerzielle Erfolge. Zu dem Thema social networks werden wir in der kommenden Woche eine Studie veröffentlichen. Also ruhig auf http://www.ethority.de/weblog/ vorbeischauen.

    Mit den besten Grüssen aus Hamburg.

    David Nelles

  3. Es sieht nicht danach aus, also würden alle Wünsche befriedigt.
    Businessweek berichtet (http://www.businessweek.com): Soziale Netze erzeugen geringe Click-Through-Raten und
    es tummeln sich kaum kauflustige Kunden. Im Myspace-Umfeld werden
    Klagen über geringe Nutzerakzeptanz laut. Anfangs konnte sie die
    Käufe im Direkt-Marketing beflügeln, mittlerweile hat sie ihre Magie
    verloren: Werbung auf Social-Networks ist, nach erfolgreichen ersten
    Gehversuchen, den Kinderschuhen noch nicht entwachsen. So hatte der
    Oberbekleidungs-eTailer spreadshirt anfänglich sechsfache
    Umsatzzuwächse nach Werbung in sozialen Netzwerken erzeugt.
    Mittlerweile seien die Click-Through-Raten für Werbung auf
    sozialen Netzwerken von einem Prozent in 2006 auf gerade einmal 0,1
    Prozent in 2007 gefallen, berichtete die BusinessWeek. Nach wie vor bezieht die
    MySpace-Mutter Fox Interactive Media einen großen Teil ihrer Gewinne
    aus dem Werbegeschäft auf dem Portal. Die BusinessWeek führt das
    jedoch nicht auf reale Umsätze, sondern auf einen cleveren Deal der
    Fox mit Google zurück. Demnach zahle Google, egal ob durch die
    Werbung auf MySpace überhaupt irgendein Gewinn erzielt werde. Fox
    Interactive COO Peter Chernin spricht von einem Prozent Akzeptanz
    und bis zu 300 Prozent gesteigertem Interesse durch Werbung auf
    MySpace – für Online-Werbung durchaus interessante Quoten. Merklich
    sei ein Einbruch der Akzeptanz allerdings, widerspricht der
    Kommentar der BusinessWeek-Autorin. Vor allem für Marketer, die
    Nutzer vom Portal direkt in ihren Online-Shop locken wollen, seien
    diese farblosen Click-Through-Raten wenig aussagekräftig.

2 Pingbacks

  1. [...] lässt sich die Wirtschaftlichkeit auch bei kleineren SN`s herstellen, beispielsweise geht Martin heute auf das Thema Onlinehandel und SN ein und verweisst dabei auf eine Analyse von exciting [...]

  2. [...] So Martin Weigert und Michael Osl vom Zweinull.cc-Blog: [...]

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

* Pflichtfelder

  • Sponsoren

  • Neueste Artikel

  • Newsletter

    Pflichtfelder
    OK
    Bitte füllen Sie das Feld "E-Mail-Adresse" aus.
    OK
    Bitte geben Sie Ihren Vornamen ein.
    OK
    Bitte geben Sie Ihren Nachnamen ein.