Facebook setzt StudiVZ unter Druck
Wenig Mitglieder, viele Mitarbeiter: Wir vergleichen StudiVZ mit den Konkurrenten Facebook und MySpace.
Ein Blick auf unsere Tabelle zeigt: StudiVZ ist riesig in Deutschland und ein Zwerg im Vergleich zu den Mitbewerbern. Die internationale Konkurrenz, die auf den deutschen Markt drängt, hat deutlich mehr Mitglieder. Und das bei deutlich weniger Mitarbeitern, was mehr Profit bedeutet. Sofern überhaupt schon Profit gemacht wird. Noch dazu hat MySpace mit dem Fokus auf Musik ein deutliches Profil – und Facebook bietet über eine Schnittstelle die Möglichkeit, externe Anwendungen (Bildergalerien, RSS-Feeds, was immer) einzubinden.
Also muss StudiVZ jetzt nachziehen. Erst sollen noch zwei Netzwerke für Ehemalige und Freunde hinzukommen und das Riesen-Verzeichnis der Google-Initiative “Open Social” beitreten. Außerdem sollen auch die VZs eine offene Schnittstelle bekommen.
Aus aktuellen Berichten haben wir eine Übersicht erstellt. Soweit nicht anderes angegeben sind die Daten vom Januar 2008.
| StudiVZ | MySpace | ||
| Gegründet | Oktober 2005 | Februar 2004 | Juli/August 2003 |
| Mitglieder | 4,8 Mio. | 60 Mio. (davon 0,6 aus Deutschland) |
300 Mio. (2,5 Mio. bei dt. Version 01/07) |
| Mitarbeiter | etwa 100 (davon 45 im Customer Support) |
etwa 400 | etwa 300 |
| Bewertung | 85 Mio. Euro (01/07 gekauft von Holtzbrinck) |
15 Mrd. Dollar (Microsoft zahlte 10/07 240 Mio. Dollar für 1,6%) |
580 Mio. Dollar (07/05 gekauft von Murdoch) |
| Visits (Ø 12/07) |
0,153 Mrd. | 1,085 Mrd. | 2,139 Mrd. |
| Page Impressions (Ø 12/07) |
5,3 Mrd. | 403 Mrd. | 1.178 Mrd. |
Update 1. Februar: Facebook hatte anscheinend Ende 2007 schon 450 Mitarbeiter, dieses Jahr sollen rund 550 dazukommen. Sagt jedenfalls eine Quelle, die aus einem internen Meeting zitiert. Außerdem habe Facebook im vergangenen Jahr ein Einkommen von 150 Million Euro erzielt. Diese Summe soll sich 208 verdoppeln, Personal und Investitionen lassen davon aber nichts übrig, projeziert wird ein Verlust von 150 Millionen Dollar in 2008.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

























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31. Januar 2008 um 12:04
natürlich wird facebook als internationale community den deutschen “markt” durcheinander bringen & ich glaube facebook wird auch angfristig der gewinner sein.
31. Januar 2008 um 12:42
“Open Social”? Fehlt nur noch die Killercommunity “Open Asshole(s)”…
SCNR
Und wenn wir schon von “Open…” rede: bei den sozialen Sicherheitslöchern (und das ist nicht, was das soziale Netz zusammenhält!) holt Facebook ja inzwischen auch auf, auch wenn der Vorsprung von StudiVZ gewaltig ist.
31. Januar 2008 um 12:43
Ich bin echt gespannt, wie lange es noch dauern wird, bis studiVZ von Facebook geschluckt wird.
31. Januar 2008 um 13:00
Die AGOF hat übrigens gerade nur 3,45 Mio. Unique User für StudiVZ gezählt.
Die Reichweite liegt also um 1,35 Mio. Personen niedriger als die Mitgliederzahl, die StudiVZ selbst kommuniziert. Sieht nach einer Menge Karteileichen oder Doppelaccounts aus.Das nehme ich vorerst zurück, der Erhebungszeitraum der AGOF endete im September, das kann man fairerweise so nicht vergleichen.31. Januar 2008 um 16:28
“Open Assholes” wird ungefähr so ein Hit wie “PennerVZ”…
Also keiner.
31. Januar 2008 um 22:34
http://www.blaetter.de/artikel.php?pr=2766
Guter Artikel zu Google, StudiVZ, Facebook & Co.
Schönen Gruß
03. Februar 2008 um 19:07
MySpace mag 300 Millionen Accounts haben aber davon sind doch mindestens 150 Millionen reine Fake & Spam Accs.
21. Oktober 2008 um 7:46
Hallo Leut,
Facebook ist so gut wie tot,
es gibt bessere Alternativen.
bye
[Edit: Link entfernt, Name geändert, bitte Kommentarregeln beachten. F.S.]