OpenID dank Yahoo und Google im Aufwind

Martin Weigert, 19. Januar 2008 16:58 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

OpenIDOpenSocial, DataPortability, OpenID – Initiativen und Aktionen mit dem Ziel eines offeneren bzw. leichter zugänglichen Webs sind mehr als angesagt. Während OpenSocial bisher noch nicht richtig in Gang gekommen ist und DataPortability im Moment nur ein theoretisches Konstrukt darstellt, ist das Konzept von OpenID (ein Login für viele Seiten) bereits Realität und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Zwei aktuelle Ankündigungen könnten für OpenID den endgültigen Durchbruch bedeuten: Ab dem 30. Januar können die 250 Millionen Yahoo-Mitglieder ihre Benutzerkonten in OpenID-Konten umwandeln und sich damit bei anderen Seiten einloggen, die OpenID unterstützen. Gestern dann die nächste erfreuliche Meldung für OpenID-Befürworter: Googles Blogdienst Blogger fungiert ab sofort als OpenID-Provider. Blogger-User können die Adresse ihres Blogs nach einer Aktivierung auf draft.blogger.com als OpenID-Login verwenden.

Über Details und mögliche Einschränkungen der OpenID-Unterstützung von Yahoo und Google/Blogger herrscht derzeit noch Unklarheit. Ungeachtet dessen ist die Integration des Systems durch zwei weltweit führende Webunternehmen ein großer Erfolg für OpenID, das dadurch im Internet-Mainstream an Bekanntheit gewinnt. Mehr Informationen zu OpenID und auch zu möglichen Risiken der Verwendung des Systems findet ihr in Michaels Artikel OpenID – Was bringt es?

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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7 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Tobias Petry

    schrieb am 19. Januar 2008 um 17:26 Uhr (#)

    Erwähnenswert ist zudem noch, dass OpenID nativ im FireFox 3.0 implementiert werden soll, was zu einer weiteren größeren Gruppe an Personen sprechen würde.
    Verisign hat mit ihrer SeatBelt-Extension schon mal gezeigt, was jetzt schon mit OpenID möglich ist und welche großen Vorteile sich daraus ziehen lassen.

  2. Martin Weigert

    schrieb am 19. Januar 2008 um 18:45 Uhr (#)

    Danke Tobias. Ich finde inhaltliche Ergänzungen dieser Art immer super. Weiter so!

  3. marcel weiß

    schrieb am 19. Januar 2008 um 21:48 Uhr (#)

    “OpenSocial, DataPortability, OpenID – Initiativen und Aktionen mit dem Ziel eines offeneren, leichter zugänglichen Webs sind mehr als angesagt.”

    Lass Dich vom Namen da bitte nicht täuschen. Das einzige, was in der aufgebohrten Widgetplattform Opensocial offen ist, ist das Open im Namen. Clevere Namensgebung, mehr nicht.
    (Und da Facebook angefangen hat, F8 zu lizenzieren, hätte man wenn schon Opensocial, dann auch F8 in dieser Reihe nennen müssen.)

  4. Martin Weigert

    schrieb am 19. Januar 2008 um 22:26 Uhr (#)

    Klar, das eine ist offener als das andere. Es lässt sich als Aufhänger für einen Artikel aber trotzdem gut in einen Topf werfen. F8 hätte man zwar nennen können, aber nicht müssen. Aus stilistischer Sicht eignen sich drei Beispiele (mit dazu ähnlicher Namensgebung) besser als vier ;)

    Anyway, ich habe das Komma gegen ein “bzw.” eingetauscht. Wenn OpenSocial auch nicht für ein offenes Web steht, dann zumindest für ein leichter zugängliches (z.B. aus Entwicklersicht).

  5. marcel weiß

    schrieb am 19. Januar 2008 um 22:30 Uhr (#)

    Mir dünkte schon, dass die Aufzählung mehr ästehtischer Natur war als alles andere. ;)

  6. Carsten Pötter

    schrieb am 20. Januar 2008 um 15:02 Uhr (#)

    Hm, irgendwie hat wohl Akismet meinen Kommentar von gestern geschluckt (hatte einen Link mit angegeben). Wie dem auch sei, OpenID ebenso wie CardSpace steht für Firefox 3 auf der Kippe. Kann man heute auch auf mozillalinks.org nachlesen. Schade eigentlich.

  7. DiPi

    schrieb am 21. Januar 2008 um 08:40 Uhr (#)

    bis auf die Sache mit der Sicherheit (wenn jemanden eine Fake-Site basteln soll :( ist Ende mit Privatdaten :( ) behoben ist /wird dann wird OpenID noch mehr Open social überrennen…


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