SoundCloud:
Musik-Plattform für hippe Produzenten und ihre Fans

SoundCloudMittlerweile berichte ich fast im Wochenrhythmus über neue Musikdienste. Das hat zum einen damit zu tun, dass ich selbst ein großer Musikliebhaber bin. Zum anderen ist in diesem Bereich in letzter Zeit sehr viel Innovation zu beobachten. Dies lässt sich mit ruhigem Gewissen auch über SoundCloud sagen. Hinter diesem neuen Dienst stecken ein paar Schweden, die sich in Berlin niedergelassen haben und nun an einem international ausgerichteten Social Music Network werkeln, auf dem urbane Hobby- und Profi-Musiker ihren Fans neue Produktionen und Songentwürfe vorstellen können. SoundCloud zeichnet sich vor allem durch ein fröhliches, farbenfrohes und cooles Design, durchdachte Funktionen sowie eine übersichtliche, nicht überladene Benutzeroberfläche aus und wird die Aufmerksamkeit der anvisierten hippen, städtisch geprägten Produzenten von vorrangig elektronischer Musik sowie ihren Anhang damit vermutlich spielend gewinnen.

SoundCloud

Wer selbst Freunde oder Bekannte hat, die Musik produzieren und bereits bei SoundCloud registriert sind, kann diese über die Suchefunktion finden und zu seinen Kontakten hinzufügen. Auf dem Dashboard, das als Newsfeed fungiert, wird man über neu hochgeladene Titel oder abgegebene Kommentare seiner Freunde informiert. In der Rubrik “Hot Music” findet sich eine Auswahl von besonders häufig angehörten Stücken. Am wichtigsten für alle Produzenten ist die Upload-Funktion. Eigene Songs (MP3 mit beliebiger Bitrate, WAV 16 Bit bis 24 Bit, AIFF 22,05 Khz bis 192 Khz) können ohne Begrenzungen hochgeladen und anschließend in drei unterschiedlichen Formen veröffentlicht werden: “Public” (für jeden anhör- und auffindbar), “Fans” (nur für eigene Kontakte anhör- und auffindbar) sowie “Private” (explizites Bereitstellen für einzelne Kontakte). Jeder Track kann auf Wunsch auch als Download angeboten werden.

Alle hochgeladenen Songs werden übersichtlich unter “Your Music” aufgelistet. Dort ist auch ersichtlich, wieviele Kommentare einzelne Titel erhalten haben und wie oft diese von anderen als Favorit hinzugefügt worden sind. Hinsichtlich der Kommentare bietet SoundCloud ein sehr nützliches Feature: Der integrierte Musik-Player ermöglicht es, Kommentare an bestimmten Stellen im Zeitverlauf zu platzieren. Hörer werden damit nicht zu einer nachträglichen Beschreibung von speziellen Stellen im Stück gezwungen, die ihnen gefallen oder nicht gefallen, sondern können dies sekundengenau festhalten. Neben diesem direkten Feedback stellt SoundCloud Produzenten Statistiken bereit, die die Reaktionen auf veröffentlichte Tracks zusammenfassen und die Popularität der einzelnen Musikstücke visualisieren.

Dem SoundCloud-Team ist es gelungen, bereits eine beachtliche Zahl an Produzenten auf die Seite zu lotsen. Geld verdienen will das Startup unter anderem mit kostenpflichtigen Premium-Accounts für Profis und Label-Manager, die zusätzliche Funktionen bieten und bald verfügbar sein werden. Für die Zukunft sind außerdem die Möglichkeit zur Veröffentlichung von Titeln auf externen Seiten, ein Desktop-Uploader und die Bereitstellung einer API geplant. SoundCloud befindet sich derzeit in der geschlossenen Beta-Phase (Firefox empfohlen). Ich weiß nicht, wieviele Produzenten elektronischer Beats unter den Lesern von zweinull.cc sind, aber für alle, die sich in die Rolle des Fans begeben oder einfach reinschnuppern wollen, hat zweinull.cc zehn Einladungen für SoundCloud. Wer interessiert ist, hinterlässt einen entsprechenden Kommentar.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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36 Kommentare

  1. Olli
    schrieb am 17. Januar 2008 um 10:18 Uhr (#)

    Hey,
    das Design ist wirklich echt schick. Muss man schon sagen ;-).
    Grüße
    Olli

  2. marcel weiß
    schrieb am 17. Januar 2008 um 10:45 Uhr (#)

    Verdammt, darüber wollte ich auch schon lange schreiben. bin bloss nicht dazugekommen.

  3. Georg
    schrieb am 17. Januar 2008 um 10:57 Uhr (#)

    ich würde sehr gerne mal reinschnuppern…

  4. Stefan
    schrieb am 17. Januar 2008 um 11:04 Uhr (#)

    Invite wäre nett.

  5. Chris
    schrieb am 17. Januar 2008 um 11:22 Uhr (#)

    Schau mal ganz unten auf der Startseite. Da kannst du dich glaub ich selber einladen (lassen).

  6. Martin Weigert
    schrieb am 17. Januar 2008 um 11:39 Uhr (#)

    @ Chris

    Damit schickst du eine Mail an das SoundCloud-Team und bittest um Einlass. Keine Ahnung, ob jede Anfrage bearbeitet wird und wie lange es dauert. Hier geht es auf jeden Fall schneller :)

  7. Mirko Riedel
    schrieb am 17. Januar 2008 um 11:49 Uhr (#)

    @ Martin

    Bin ja gespannt, aus eigener Erfahrung wie Du weißt ;-) , wie die sich mit amtlichen Abzockern (Gema & Co) einigen werden. Ich habe bei denen auch fast das Gefühl, die legen erstmal los und machen sich dann Gedanken. Oder hast Du da andere Informationen?

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 17. Januar 2008 um 12:17 Uhr (#)

      Bei SoundCloud sollen ja ausdrücklich nur die Rechteinhaber bzw. Label-Manager selbst ihre Musik hochladen. Von daher sehe ich eigentlich im Gegensatz zu all den anderen Musikservices, die ich in letzter Zeit vorgestellt habe, hier überhaupt keine Gefahren. Siehst du welche? Was war nochmal das große Problem bei euch damals?

    2. Mirko Riedel
      schrieb am 17. Januar 2008 um 19:29 Uhr (#)

      Das war bei uns prinzipiell auch so. Allerdings gibt es davon nicht viele, die sobald sie es halbprofessionell betreiben, auf die Gema verzichten können. Und wenn der Label Manager selbst die Musik des Labels hochläd, interessiert das die Gema herzlich wenig. Die wollen dann dafür Gebühren haben. Du hast als Musiker, sobald die Musik einmal angemeldet wurde, kein Selbstbestimmungsrecht mehr, was Du selbst mit Deiner Musik machst. Das dient natürlich “zum Schutz” der Musiker, die ja ordentlich Geld verdienen sollen; sie nur leider in der Praxis total bevormundet und solche Innitiativen abwürgt. Ich kann mir vorstellen dass es so läuft, die Jungs ziehen das Startup auf, riskieren den Ärger und wenn es nicht mehr weiter geht, verkaufen sie den Laden für viel Geld an ein Label, dass dann Mittel und Wege weiß. Darauf hatten wir damals keine Lust.

    3. Martin Weigert
      schrieb am 17. Januar 2008 um 19:51 Uhr (#)

      Jo ich kann mir vorstellen, dass SoundCloud das so macht. Deren Vorteil ist vielleicht die von vorn herein internationale Ausrichtung. Woher will die Gema wissen, von welchem der Produzenten sie Geld kassieren darf?

  8. Michael
    schrieb am 17. Januar 2008 um 11:52 Uhr (#)

    Bitte ne einladung zu mir, danke ;-)

  9. Marco
    schrieb am 17. Januar 2008 um 13:50 Uhr (#)

    Ich hätte auch gerne eine Einladung, das klingt ja super!

  10. PatRiot
    schrieb am 17. Januar 2008 um 14:07 Uhr (#)

    Junge, junge entweder richtet sich die Website an Rentner oder alle Studiomusiker und Soundtüftler sind aufgrund von lichtschwachen Studios oder zu intensiven Monitorsession derart sehbindert… also der Welcome&Login Screen – die Schriftgröße nebst Buttons ist ja mal echt “gigantisch”.

  11. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 17. Januar 2008 um 14:19 Uhr (#)

    Es sind eindeutig die Studiomusiker und Soundtüftler ;) Stell dir vor, wie die Schrift auf deren 23-Zoll Apple Displays aussieht…

  12. Casi
    schrieb am 17. Januar 2008 um 16:49 Uhr (#)

    hab die kommentare nicht mitgezählt ;) aber wenn Ihr noch ne einladung über habt, würd ich mich sehr freuen – klingt toll, die geschichte – gerade für menschen, die über ne grössere entfernung hinweg zusammen musik machen :)

  13. Marvin
    schrieb am 17. Januar 2008 um 19:20 Uhr (#)

    Ich auch – ich auch! :)

  14. Chris
    schrieb am 17. Januar 2008 um 22:48 Uhr (#)

    Wenn noch Einladungen da sind: Ich hätt auch gern eine!

  15. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 17. Januar 2008 um 22:54 Uhr (#)

    Soeben verschickt ;)

    1. Chris
      schrieb am 17. Januar 2008 um 23:17 Uhr (#)

      Super! Danke Dir!!! :)

  16. Marvin
    schrieb am 18. Januar 2008 um 16:29 Uhr (#)

    Hey, vielen Dank! Vielleicht wird ja was aus dem Laden!

  17. Martina Kovela
    schrieb am 20. Januar 2008 um 10:06 Uhr (#)

    Hey,

    Wenns noch welche gibt, hätte ich auch gern eine! Danke schonmal…

  18. Christian
    schrieb am 23. Januar 2008 um 16:46 Uhr (#)

    Moinsen,

    gibt es noch Einladungen?
    Hätte Lust mir die Plattform mal genauer anzuschauen.
    Danke Dir…

  19. Marvin
    schrieb am 23. Januar 2008 um 17:05 Uhr (#)

    Hallo Christian, falls du keine Einladung mehr bekommen kannst, dann schreib mich doch unter meiner Mailadresse an. (siehe mein Impressum – rechte Sidebar)

  20. Manuel
    schrieb am 17. Februar 2008 um 20:44 Uhr (#)

    Servus,

    ich hätte auch starkes Interesse an dieser Plattform! Gibt es noch Einladungen oder eine andere Möglichkeit, sich das mal anzuschauen?

    MFG

  21. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 18. Februar 2008 um 09:19 Uhr (#)

    Manuel, Einladung ist unterwegs.

  22. stefan
    schrieb am 22. Februar 2008 um 20:41 Uhr (#)

    hallo martin,

    hast du noch eine einladung übrig? würde gern mal reinschauen.

  23. kleckshexe
    schrieb am 20. März 2008 um 15:10 Uhr (#)

    Ich hätte furchtbar gerne ne Einladung. Wäre echt nett!

  24. tom
    schrieb am 1. Juli 2008 um 17:56 Uhr (#)

    zu spät?: über einen invite würde ich mich tierisch freuen. ;)

  25. Marvin
    schrieb am 1. Juli 2008 um 17:59 Uhr (#)

    Ich kann dich einladen, Mailadresse ist bei mir im Impressum!

  26. tom
    schrieb am 8. Juli 2008 um 21:04 Uhr (#)

    Marvin, sorry aber die Mail scheint nicht zu dir durchzugehen. schick sie doch bitte an loolabazoo1@mac.com. danke!

  27. Rafael
    schrieb am 13. Juli 2008 um 13:05 Uhr (#)

    Hey,

    super Beitrag, bin Musiker und Komponist und wäre sehr an einer Einladung für SoundCloud interessiert, sofern ihr noch eine zu vergeben habt.

    Würde mich riesig freuen!

    Vielen Dank im voraus.
    Rafael

  28. alice hive
    schrieb am 3. Oktober 2008 um 19:11 Uhr (#)

    Warum muss man sich da nur einladen lassen? Als Songwriter möchte ich bei einem Musikerportal ehrlich gesagt nicht um Einlass betteln… Aber… lässt mich jemand rein!???!? :)

  29. zufällig hier
    schrieb am 9. Oktober 2008 um 14:30 Uhr (#)

    @ 15 Mirko Riedel

    habe hier beim querlesen ( bin wegen soundcloud hier ) doch mal kurz
    stutzen müssen.
    was du hier erzählst, lieber mirko riedel, ist ziemlich unverantwortlich
    und auch ziemlich falsch.
    die gema ist ein verbund von musikern für musiker, und
    der einzige verbund , der überhaupt noch die power hat, die
    rechte der künstler mit nachdruck zu vertreten. und nur um die
    geht es. künstler werden von jedem in der musikindustrie gemolken,
    und da zähle ich diese portale dazu. denn die sind genaugenommen
    nichts weiteres als ein kommerzieller vertrieb.
    ich bin echt kein fan von verwaltungen und auch nicht der gema,
    aber ohne den verein wären einige produzenten schon längst auf harz vier.

  30. steve
    schrieb am 21. November 2008 um 00:56 Uhr (#)

    ich vernetze ebenfalls in der musikbranche, nur offline.
    eure plattform ist sehr interessant. über eine einladung würde ich mich freuen!

    gruß

  31. alice hive
    schrieb am 21. November 2008 um 04:44 Uhr (#)

    Da SounCloud nicht mehr in der Beta-Version ist, kann sich dort jetzt jeder anmelden – auch ohne Einladung. ;)

  32. Frank
    schrieb am 16. Juni 2009 um 10:32 Uhr (#)

    @ zufällig hier:

    Das ist nicht deine ernst, oder?
    Die GEMA behindert den Künstler durch ihre mangelnde Flexibilität ganz massgeblich auf die veränderten Vertriebsbedingungen zu reagieren.
    Auch für Künstler gilt: Der Busfahrer muss die Passagiere an der Haltestelle abholen.
    Wenn die “Haltestellen” durch die Digitalisierung unseres Alltags sich nun vervielfachen, dann muss der Künstler auch die neuen Haltestellen mitbedienen (Longtail) und gleichzeitig einen festen Stamm an Förderern/ Unterstützern langfristig binden.
    Die GEMA steht ihm dabei aktuell massiv im Weg.
    Dabei steht dort eine Veränderung dringend an, um dem Künstler wieder zu nutzen statt zu schaden.

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