Facebook-Applikationen aus dem deutschsprachigen Raum

Martin Weigert, 14. Januar 2008 15:03 Uhr, 18 Kommentare Kommentare

Aktualisiert

facebook_logo.gifÜber 13.000 verschiedene Applikationen gibt es mittlerweile bei Facebook. Auch wenn immer mehr User von den spamartigen Aufforderungsmails genervt sind, diese und jene Applikation zu installieren, ist Facebooks vor acht Monaten eröffnete Entwicklerplattform eine der Hauptursachen für den kometenhaften Aufstieg des Social Networks. Die Zahl der von Webangeboten aus dem deutschsprachigen Raum an den Start gebrachten “Apps” ist bisher noch sehr überschaubar, was angesichts der nach wie vor relativ geringen Facebook-Verbreitung hierzulande auch nicht verwundert. Ein gutes Dutzend Anbieter aus Deutschland, der Schweiz und Österreich – vorrangig solche mit einer englischsprachigen Version – haben Ressourcen in die Entwicklung einer Applikation gesteckt. Es folgt eine Liste mit denen, die mir bekannt sind. Solltet ihr noch weitere Applikationen aus dem deutschsprachigen Raum kennen, dürft ihr diese gerne in den Kommentaren vorstellen.

cellity
cellity entwickelt Handysoftware, mit der sich die Kosten von mobiler Telefonie senken lassen. Um zu zeigen, was man kann, hat cellity eine Facebook-Applikation gelauncht, mit der sich kostenfrei unbegrenzt viele SMS über Facebook senden und empfangen lassen. Als “Gegenleistung” muss man es in Kauf nehmen, ab und zu von cellity über die Produkte des Unternehmens informiert zu werden.
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feedbuddy
Nutzer von feedbuddy tragen ihre bevorzugten Feeds auf der Seite ein und finden dadurch andere User, die ähnliche Interessengebiete haben. Mit der Facebook-Applikation können feedbuddy-Mitglieder direkt innerhalb des Social Networks auf den Dienst zugreifen.
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Jimdo
Bei Jimdo können Nutzer kostenlos und ohne Vorkenntnisse eine eigene Homepage erstellen und Bilder, Videos und Texte integrieren. In der kostenpflichtigen Pro-Version gibt es eine eigene Domain und diverse andere Zusatzfeatures. Das Einzige, was Jimdos Facebook-Applikation im Moment macht: Sie platziert einen Screenshot der eigenen Jimdo-Seite im Facebook-Profil.
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mabber
mabber ist ein Instant Messenger, der sich nicht nur auf dem Desktop und vom Handy aus nutzen lässt, sondern auch als Widget in beliebige Websites oder Blogs eingebaut werden kann. mabber hat zwar eine Facebook-Applikation, ihr Sinn und Zweck erschließt sich mir aber auch nach einigem Herumgeklicke nicht (außer, dass man nach der Installation einem von sechs leeren Chatrooms beitreten kann). Sollte mabbers App darüber hinaus eine handfestere Funktion bieten, dann wurde diese gekonnt versteckt.
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oneview
Der Social-Bookmarking-Dienst oneview bastelt gerade an seiner Facebook-Applikation. In einer bisher nicht beworbenen Alpha-Version ist diese auch schon verfügbar. Die App ermöglicht die Suche nach eigenen und von Anderen gespeicherten Bookmarks, ohne dass man dazu Facebook verlassen muss.
(biser noch keine aktiven Nutzer, da Alpha-Version)
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Plazes
Bei Plazes aus der Schweiz zeigen Nutzer auf einer Google Map, wo sie sich gerade befinden und was sie machen. Dank der Facebook-Applikation kann man diese Informationen auf seinem Profil anzeigen und sich innerhalb des Social Networks darüber informieren lassen, wo sich seine Freunde aufhalten.
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Qype
Laut eigenen Angaben ist Qype Europas am schnellsten wachsende Plattform für lokale Empfehlungen mit Länderversionen für Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Mit Qypes Facebook App können Nutzer ihre Lieblingplätze und Rezensionen auf ihrem Facebook-Profil zum Besten geben.
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Shoppero
Bei Shoppero können Nutzer Produktempfehlungen verfassen, diese als Widget (bei Shoppero “Adget” genannt) auf externen Seiten einbauen und damit Geld verdienen. Die Facebook-Applikation erweitert das Einsatzgebiet der Shoppero-Adgets auf Facebook-Profile, um für zusätzliche Aufmerksamkeit und damit Provision zu sorgen.
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Tupalo
Diese Seite ist Österreichs Antwort auf Qype. Wie bei den Hamburgern geht es bei Tupalo um die besten Plätze, Restaurants und Shops in den Städten dieser Welt. Mit der Facebook-Applikation erhalten Tupalo-Benutzer die Möglichkeit, ihre neuesten Empfehlungen im Mini-Feed anzeigen (Beacon lässt grüßen) und sich über aktuelle Tipps ihrer Freunde ínformieren zu lassen.
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ViiF
ViiF bezeichnet sich als erste Handyvideo-Community in Deutschland. Per Videoanruf können Besitzer von UMTS-Handys aufgenommene Videos veröffentlichen und Clips anderer User sowie diverser Kooperationspartner anschauen. Viifs erst vor einigen Tagen gestartete Facebook-Applikation ermöglicht die Liveübertragung von Handyvideos ins Facebook-Profil.
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whereareu.de
Ähnlich wie Plazes ermöglicht whereareu.de es registrierten Anwendern, ihre Position samt Tätigkeit auf einer Google Map einzutragen und zu schauen, wo sich ihre Freunde aufhalten. Mit der Facebook-Applikation lässt sich dies im eigenen Profil anzeigen.
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Fussball-Bundesliga
Diese von Johannes Siemers von Internetmarketing-News.de entwickelte Applikation passt nur bedingt in die Liste, da sie nicht unternehmensspezifisch ist. Ironisch genug, dass von allen genannten Apps gerade in dieser das vielleicht größte Verbreitungspotential steckt. Nutzer wählen ihr Lieblingsteam aus der Fußball-Bundesliga. Fortan wird ein Ausschnitt der aktuellen Tabelle im Facebook-Profil angezeigt, abhängig davon, auf welchem Platz sich das favorisierte Team gerade befindet. Außerdem erscheint pro Team die Anzahl der unterstützenden Benutzer. Hertha BSC hat derzeit weniger Fans als Armina Bielefeld, was schon ein kleiner Skandal ist…
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

» Mehr lesen: Facebook (108), Feedbuddy (2), jimdo (8), Mabber (2), Plazes (3), Qype (8), shoppero (2), Social Networks (154)

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18 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Frank Zimmermann

    schrieb am 14. Januar 2008 um 15:36 Uhr (#)

    Es gibt noch eine deutsche Facebook Apps nämlich whereareu.de
    Dort kann man auch seine aktuelle Position angeben und schreiben was man macht. So wie die Facebook-Freunde die App auch haben werden sie autmatisch auf die whereareu.de Buddyliste importiert. Man kann nämlich genau angeben wer mich auf der Karte sehen darf. Vergleichbar ist das ganze mit plazes aber whereareu.de bietet eine offene Webservice-Schnittstelle für eigene Anwendungen.

  2. Frank Zimmermann

    schrieb am 14. Januar 2008 um 15:37 Uhr (#)

    Der Link hatte da noch gefehlt sorry: http://apps.facebook.com/whereareyou

  3. neon

    schrieb am 14. Januar 2008 um 15:45 Uhr (#)

    Ich habe auch mal eine geschrieben, damals als ich über Deezer auf zweinull.cc gelesen hatte. Und zwar war das eine Applikation mit der man entweder einzelne Deezer-Songs oder ganze Playlisten auf sein Profil bekam. Leider aber hat Deezer irgendwas an dem Flash-Player geändert und so funktionierte das ganze nach kurzer Zeit nicht mehr und ich habe das Interesse verloren.

    Gruß

  4. marcel weiß

    schrieb am 14. Januar 2008 um 21:05 Uhr (#)

    Feedbuddy fehlt außerdem noch:
    apps.facebook.com/feedbuddy

  5. Thomas Ropel

    schrieb am 14. Januar 2008 um 22:00 Uhr (#)

    Nun ja, dann muss man nur noch dafür sorgen, dass entweder Facebook den Deutschen Markt übernimmt oder Studivz sich nicht allem außer Werbung absperrt und vergleichbare Apps ermöglicht! Über Greasemonkey kann man zwar auch studivz teils ordentlich “pimpem” aber das Wahre ist es noch nicht.

  6. Martin Weigert

    schrieb am 14. Januar 2008 um 22:08 Uhr (#)

    Frank & Marcel, danke für die Ergänzungen, habe beide Apps hinzugefügt.

    Thomas, nach meinem Kenntnisstand sind Apps bei studiVZ aktuell nicht geplant. Wobei diese Info (aus sicherer Quelle) einen Monat alt ist und sich sowas auch schnell ändern kann. Die Frage ist, ob studiVZ Unternehmen nicht sogar zahlen lassen könnte, um Apps bereitzustellen. D.h., wer Cash gibt, darf eine App starten und erhält damit theoretischen Zugang zu Millionen Nutzern. Das würde sich möglicherweise für E-Commerce-Anbieter lohnen. Aber ist ein reines Gedankenspiel.

  7. Thomas Ropel

    schrieb am 15. Januar 2008 um 00:24 Uhr (#)

    Theoretisch könnten Sie das in der Tat machen, bei einer solchen “Kundenbasis” auch sicherlich nicht das Dümmste, jedoch würde ich fast schätzen, dass deren aktuelle Forderungen an Unternehmen, wie du sie beschrieben hast, weitaus zu hoch sind (Zu hoher Druck endlich ordentliche Gewinne rein zu fahren). Ich lehn mich sicherlich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich mal vermute, dass Studivz schon von mehreren Unternehmen angesprochen wurde bzgl. strategischen Partnerschaften durch bspw. bestimme Apps, jedoch gehe ich auch davon aus, dass davon so ziemlich keine zu Stande gekommen sind (wie man schnell sehen kann), da Studivz aktuell (berechtigt) Angst um seine Marktposition hat und entsprecht zu krasse “Angebote” stellt.

    Das ist meines Erachtens jedoch die falsche Schiene, da macht es Facebook weitaus besser. Durch dieses Abschotten und die Tatsache, dass sich studivz lediglich bzgl. der geschalteten Werbung weiter entwickelt (vgl. neuen AGBs) gibt Holzbrink nun wirklich Konkurrenten die Chance vorbei zu ziehen. Sei es nun Facebook, Kaioo oder ähnliche: Der Thron wird 2008 stark wackeln.

    Meine kleien Prognose ;-)

  8. Martin Weigert

    schrieb am 15. Januar 2008 um 09:04 Uhr (#)

    Meines Erachtens nach eine fundierte Prognose. Mal sehen, wie es weitergeht.

  9. Bastian Scherbeck

    schrieb am 15. Januar 2008 um 09:43 Uhr (#)

    Cellitys freeSMS ist ebenfalls per Facebook Applikation verfügbar :-)

  10. Mirko Riedel

    schrieb am 15. Januar 2008 um 10:05 Uhr (#)

    Dazu kommt, dass aus meiner Sicht Studivz technisch nicht in der Lage ist, einfach mal so ein Applikationskonzept aufzusetzen. Die Software ist damals entstanden, als sich die Gründer nicht der Transaktionsvolumina bewusst waren. Dann wurde eilig herumgeschraubt um die Plattform stable zu machen. Jetzt einfach mal die Integration von Applikationen zu ermöglichen, da müsste wahrscheinlich die ganze Software reprogrammiert werden.

  11. hansjoerg

    schrieb am 15. Januar 2008 um 13:20 Uhr (#)

    http://www.tupalo.com … café’, bars etc in der nachbarschaft

  12. hansjoerg

    schrieb am 15. Januar 2008 um 13:23 Uhr (#)

    gibt es auch als facebook app meine ich natürlich … http://apps.facebook.com/tupaleros/ ;-)

  13. Martin Weigert

    schrieb am 15. Januar 2008 um 16:44 Uhr (#)

    Bastian und hansjoerg, danke, ich gucke mir die Apps heute Abend an und füge sie ggf. hinzu.

    @ Mirko

    Wie sicher bist du dir da? Ich kann es nicht beurteilen, habe aber auch schon Stimmen gehört, die anderer Ansicht waren. Wobei deine Argumentation einem Nicht-Informatiker wie mir einleuchtet.

  14. Mirko Riedel

    schrieb am 15. Januar 2008 um 17:00 Uhr (#)

    @ Martin

    Sicher kann man sich ja nie sein. Aber ich denke, dass Studivz nicht unbedingt technologisch getrieben agiert. Die agieren vor allen Dingen profitorientiert. Das bringt schon der Spirit des Eigentümers mit. Und mal ehrlich, wie innovativ ist schon Studivz? Aus meiner Sicht sehr wenig. Warum sollte man dann an einem offenen Applikationskonzept feilen.

    Zur technischen Möglichkeit von Studivz kann ich nur spekulieren. Die haben im letzten Jahr in ihr Entwicklungspotenzial investiert. Ich kann mir vorstellen, dass die eher an einer ganz neuen Version feilen. Zumindest würde ich das an ihrer Stelle tun, wenn sie schlau sind (Ist Studivz schlau?). Was passiert wenn Facebook in den Markt voll eintritt? Da wird dann schnell klar, dass Svz nur eine billige Kopie von Facebook ist. Also würde ich ja an einem eigenständigen Auftritt bauen um mich zu differenzieren und eigene Innovationen vorantreiben.

  15. Johanna

    schrieb am 18. Januar 2008 um 10:24 Uhr (#)

    FRAGE ÜER FACEBOOK

    Kann man eigentlich in Facebook sehen, wer auf dem eignen Profil war? Ich meine so wie in xing.com.. kann man in facenook sehen, wer auf dem Profil war und über welche Freunde er sich “durchgeklickt” hat?
    Danke für Eure Antwort
    Gruß
    Johanna

  16. Martin Weigert

    schrieb am 18. Januar 2008 um 12:20 Uhr (#)

    Hallo Johanna. Nein, das ist bei Facebook nicht möglich.

  17. Johanna

    schrieb am 18. Januar 2008 um 15:04 Uhr (#)

    Danke für die hilfreiche Antwort!
    ciao

  18. Jürgen

    schrieb am 4. Juli 2008 um 11:58 Uhr (#)

    Hallo,

    das ist leicht Offtopic, aber wo finde ich (jetzt bei netzwertig) nochmal den Artikel von Martin zum Long Tail bei Facebook Applikationen? Da gab es mal einen ganz vernünftig recherchierten und geschriebenen Beitrag zu, mit Grafik usw. meine ich.


3 Trackbacks

  1. myFacebook.de » Facebook-Applikationen aus dem deutschsprachigen Raum
    (16. Januar 2008 07:52)
  2. Facebook zeigt, wie’s geht - Der Marketingblog zu akpix.de
    (20. Januar 2008 13:20)
  3. Exciting Facebook: Anwendungen aus Deutschland
    (21. Januar 2008 10:19)

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