Mucelli:
stylische Applikation für spontanen Musikgenuss

MucelliDas Jahr 2007 war geprägt vom Entstehen zahlreicher Webangebote zum Speichern, Hören und Teilen von Musik (siehe unsere Reviews zu Deezer, Ezmo, MediaMaster, MuViBee, SeeqPod, simfy, Songza und Spotify). Nun, zum Jahresende, trauen sich auch die ersten deutschen Anbieter auf dieses rechtlich noch immer etwas glatte Parkett. Vor einer Woche startete simfy seine öffentliche Beta-Phase, und am Freitag erreichte mich eine Mail von Mucelli, einer neuen Charts- und Musiksuchmaschine aus Berlin.

Mucelli nutzt wie Songza und MuViBee die YouTube-Schnittstelle und bezieht sämtliche Songs von den dort verfügbaren Musikvideos. Bei Songza fand ich dies nicht sonderlich praktisch, denn dort gibt es lediglich eine Suchefunktion, was mich in meinem Artikel über Songza zu der Frage brachte, warum man dann nicht gleich bei YouTube suchen soll?! MuViBees Konzept ist sinnvoller, hier wird die Song-Datenbank von YouTube mit den internationalen Charts von iTunes kombiniert, was schnellen Zugriff auf die Hits unterschiedlicher Chartlisten ermöglicht.

Mucelli ähnelt vom Prinzip her eher MuViBee. Über eine stylische und funktionell äußerst ansprechende Flash-Oberfläche (basierend auf Adobe Flex) können User direkt aus den Titeln der Euro Top 20, Germany Top 40 und UK Top 20 wählen. Außerdem gibt es eine Rubrik mit den am häufigsten und eine mit kürzlich gesuchten Interpreten. Auch eine Stichwortsuche nach Bands oder Musikstücken ist möglich. Mit einem Klick auf die jeweilige Rubrik wird diese dynamisch geöffnet. Alle Songs können per Drag-and-Drop in den My-Playlist-Bereich gezogen werden.

Wer nur auf Charts aus ist, dem wird MuViBee vielleicht besser gefallen – der Fundus an Hitlisten ist dort größer. Optisch und in der Bedienung schlägt Mucelli sowohl Songza als auch MuviBee. Das Navigieren auf der Seite macht einfach Spaß! Kleiner Pluspunkt zu Weihnachten: Der “X-Mas Mix” mit einer Auswahl von Titeln passend zum Fest der Liebe – aber lasst lieber die Finger von Basshunters Version von “Jingle Bells”. Frohe Weihnachten!

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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