Facebook öffnet seine Entwicklerplattform

Martin Weigert, 12. Dezember 2007 23:02 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

facebook_logo.gifÜberraschende Meldung von Facebook: Die Technik hinter der im Mai gestarteten Entwickerplattform, die bis heute über 11.000 Facebook-Applikationen hervorgebracht hat, soll nun auch anderen Social Networks zur Verfügung gestellt werden. Dies verkündet ein Team-Mitglied im Entwicklerblog. Damit würden für Facebook entwickelte Applikationen auch bei Konkurrenten funktionieren, denen Facebook die Plattform-Technologie lizensiert. Details sind noch nicht bekannt, aber das offensichtlich direkt Nägel mit Köpfen gemacht werden, zeigt der heutige Start der Entwicklerplattform von Bebo, welche angeblich eine hohe Kompatibilität mit der von Facebook aufweist.

Während von Googles OpenSocial-Initiative bisher außer Ankündigungen in der Praxis noch nicht viel zu sehen war, scheint es, als wäre Facebooks Entscheidung, nicht bei OpenSocial mitzumachen, vorerst richtig gewesen. Stattdessen positioniert sich Facebook als Konkurrent zu OpenSocial und macht einen weiteren Schritt hin zu einem offenen Social Network. Positiver Nebeneffekt: Nachdem bereits die Änderung der E-Mail-Funktion wie eine Entschuldigung für die Beacon-Panne aussah, sollte man mit dem jüngsten Schritt die Sympathie vieler kritischer Nutzer und Blogger endgültig zurückerlangen können.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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3 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Christian Scholz

    schrieb am 13. Dezember 2007 um 01:49 Uhr (#)

    Naja, dass bei OpenSocial nichts passiert, stimmt ja so nicht, so wurde ja heute Apache Shindig aktiviert. Und es stecken doch außerdem recht viele Firmen dahinter, die das sicherlich nicht einfach wieder sterben lassen werden.
    Das mit dem Lizensieren sieht mir doch mehr wie ein Versuch FaceBook’s aus, nicht zuviel Land zu verlieren.

    Sieht mir aber auch ein bisschen wie Platform-War aus ;-)

    Leider geht es aber auch nur um Applikationen, wobei ich auf die meisten wohl auch gut verzichten kann. Mit richtigen offenen sozialen Netzwerken hat das ja leider (noch) nichts zu tun.

  2. Martin Weigert

    schrieb am 13. Dezember 2007 um 10:16 Uhr (#)

    Christian, ich schrieb, dass von OpenSocial in der Praxis noch nicht viel zu sehen ist. Ich denke schon, dass das stimmt. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Ankündigung überhastet geschah, ohne dass das Projekt fertig war. Siehe auch http://www.techcrunch.com/2007/12/06/opensocial-still-not-open-for-business/

  3. Christ

    schrieb am 13. Dezember 2007 um 11:50 Uhr (#)

    Ok :-)

    Aber mal sehen, wie überhastet die Facebook-Ankündigung geschah ;-) Ansonsten ist das aber doch in guter alter Web2.0-Beta-Software-Manier. Gut bei Google finde ich aber doch den Open Source-Ansatz. Ich denke sogar, dass es mehr und mehr zu Open Source in nächster Zeit gehen wird, da viele Leute doch an offenen sozialen Netzwerken basteln wollen und das riecht ja danach.


2 Trackbacks

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