Facebook:
Zuckerberg entschuldigt sich für Beacon-Fehler
Viel diskutiert wurde in den vergangen Wochen in den USA über Facebooks Anfang November eingeführtes Werbesystem “Beacon”. Nutzer, Blogger und selbst einige der teilnehmenden Unternehmen empfanden die nicht vorhandene Möglichkeit, das Anzeigen von auf Facebook-Partnerseiten durchgeführten Aktionen (z.B. ein Kauf bei eBay) im Newsfeed von Facebook dauerhaft und zuverlässig zu unterbinden, als großes Problem. Lange zögerte Facebook mit einer offiziellen Stellungnahme, während immer neue Details über die Schwächen des Projekts und Vorstöße von Beacon in die Privatsphäre der User bekannt wurden.
Gestern beendete Facebook-CEO Mark Zuckerberg das Schweigen, entschuldigte sich im Facebook-Blog offiziell und nannte das wenig souveräne und nicht vertrauensförderende Vorgehen des Unternehmens in Bezug auf Beacon einen Fehler. Ab sofort kann Beacon unter dem Punkt “privacy” > “External Websites” (oder über diesen Link) komplett deaktiviert werden. Damit dürfte dieses eher düstere Kapital in der jungen, sonst so erfolgreichen Facebook-Geschichte (hoffentlich) beendet sein.
Der Datenschutz ist für Facebook aber nicht nur ein in den USA ein heikles Thema. Bereits vor einigen Wochen berichtete die französische Wirtschaftszeitung “Les Echos”, dass Facebook seit September mit Datenschützern in Europa über die Rahmenbedingungen eines Start des Social Networks in Frankreich und Deutschland verhandelt. Angeblich dauern diese Verhandlungen länger als geplant, weshalb sich die eigentlich für dieses Jahr angekündigte Einführung einer deutschen Facebook-Version verzögern könnte.
Eine Sprecherin von Facebooks englischer (und für Europa zuständigen) PR-Agentur teilte mir am Dienstag auf Anfrage mit, die Internationalisierung sei für Ende 2007 oder Anfang 2008 geplant, mehr Details dazu werden aktuell nicht bekannt gegeben. Während sich in Deutschland nach wie vor lediglich zirka 2000 Mitglieder täglich für die englischsprachige Facebook-Version registrieren und damit noch nicht von exponentiellem Wachstum gesprochen werden kann, nähert sich die Zahl der französischen Nutzer mit großen Schritten der Marke von einer Million. 10.000 bis 15.000 Franzosen registrieren sich jeden Tag bei dem sozialen Netzwerk aus Palo Alto.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.





















Artikel per Feed
Newsletter abonnieren
Artikel bei Facebook
Artikel bei Twitter
Artikel bei Google+

07. Dezember 2007 um 13:13
OffTopic:
Nur weils am Rande passt.
Die häufigsten Suchanfragen 2007 bei Google
Platz 7: StudiVZ
Die am schnellsten gewachsenen Suchanfragen 2007
Platz 1: SchülerVZ
Platz 2: StudiVZ
Platz 3: Lokalisten
Die meist gesuchten Online-Netzwerke 2007
Platz 1: StudiVZ
Platz 2: Knuddels
Platz 3: MySpace
Link zum Artikel
http://rp-online.de/publi…tale/internet/508829|article