WhatsYourPlace verkauft virtuelle Grundstücke – das hat was!

Martin Weigert, 26. November 2007 um 14.24 Uhr, 29 Kommentare Kommentare

WYPIn letzter Zeit sind mir diverse Mashups unter die Augen gekommen, die auf Googles Kartendienst Google Maps aufbauen. Das Problem: Häufig wird die Karte als elementarer Bestandteil des Dienstes prominent in den Vordergrund gestellt, was mich persönlich überhaupt nicht anspricht. Zum einen entsteht dadurch eine hohe Verwechslungsgefahr mit anderen Anbietern, die auf Google Maps setzen, zum anderen ist das Navigieren auf einer Karte nicht sonderlich bequem, was der Benutzerfreundlichkeit schadet und den Nutzwert verringert. Auch WhatsYourPlace (WYP) macht sich Google Maps zu Nutze, aber für die Geschäftsidee dieses Startups aus München liegt auch nichts näher: Bei WYP können Nutzer virtuelle Grundstücke erstehen. » weiterlesen

maquari:
3D-Community mit Verlängerung in Blogs & Social Networks

Martin Weigert, 25. November 2007 um 19.02 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

maquariDie StageSpace AG plant für morgen den Start ihrer neuen 3D-Community maquari. Das Karlsruher Unternehmen betreibt unter der Marke StageSpace eine 3D-Welt zur Integration in bestehende Social Networks. Bisher konnten User auch direkt über die Website von StageSpace in die virtuelle Welt eintauchen. Mit dem Start von maquari erfolgt eine deutliche Trennung der Aktivitäten. StageSpace fungiert als White-Label-Lösung für die Betreiber von sozialen Netzwerken, die ihren Benutzern eine 3D-Komponente anbieten wollen. maquari launcht als 3D-Social-Network für alle interessierten Internetnutzer. Ich hatte die Möglichkeit, mich in der Test-Version umzuschauen. An einigen Stellen wird zwar noch gearbeitet, aber was ich bisher gesehen habe, macht einen durchaus guten Eindruck. » weiterlesen

Stardoll:
Web 2.0 für eine ganz junge Zielgruppe

Martin Weigert, 24. November 2007 um 17.11 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

StardollExciting Commerce verweist auf eine Präsentation des Stardoll-CEOs Mattias Miksche, aufgenommen bei der Web 2.0 Expo in Berlin. Stardoll ist ein Webangebot mit Sitz in Stockholm, bei dem User(innen) virtuelle Puppen anziehen. Das Unternehmen gehört zu den erfolgreichsten europäischen Internet-Startups. Stardoll gibt es mittlerweile in 15 unterschiedlichen Sprachversionen, darunter auf Chinesisch, Russisch und Taiwanisch. Aktuell wird die Seite von 6,4 Millionen einzelnen Nutzern pro Monat besucht, die Hälfte kommt von außerhalb Europas. » weiterlesen

Über virale Videos, schauspielerende Blogger und hitzige Diskussionen

Martin Weigert, 23. November 2007 um 17.35 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

In den USA wird derzeit Thanksgiving gefeiert. Entsprechend ruhig ist es auf den großen US-Techblogs. Die Zahl der dort heute und gestern veröffentlichten Meldungen liegt bei nicht mehr als zehn Prozent des für einen Werktag üblichen Nachrichtenaufkommens. Doch trotz des Feiertags hat TechCrunch (der Blog, der im Monat über 220.000 Dollar einnimmt) es geschafft, auf einen einzigen Artikel über 300 Kommentare zu sammeln und eine ordentliche Kontroverse auszulösen. Der Beitrag, ein Gastartikel eines Experten für virales Videomarketing, und die Reaktionen darauf verdeutlichen, in welchem Maße die US-amerikanische Web-2.0- und Techblog-Szene auf den Unterhaltungs- und Show-Faktor setzt und gleichzeitig subtilstes Marketing betreibt. » weiterlesen

Die beeindruckendsten Webangebote im Jahr 2007

Martin Weigert, 22. November 2007 um 16.34 Uhr, 13 Kommentare Kommentare

Webangebote 2007Es sind nur noch wenige Wochen bis zum Jahreswechsel. Webangebote, die bis jetzt nicht durchstarten konnten, werden ihre Blütezeit – so sie denn kommt – voraussichtlich erst 2008 erleben. Grund genug, die vergangenen elf Monate passieren zu lassen und einen Blick auf die Internetangebote zu werfen, die im Jahr 2007 am meisten beeindrucken konnten. Ich habe mir dafür drei Kategorien einfallen lassen: Top-Innovation 2007, Top-Marketing 2007 und Überraschung 2007, jeweils aus internationaler und nationaler Perspektive. Die folgende Auflistung stellt meine ganz persönlichen Favoriten für die Rubriken dar und ist rein subjektiv. Ich würde mich freuen, wenn ihr in den Kommentaren eure Kandidaten für die einzelnen Titel nennt und meine Vorschläge diskutiert. » weiterlesen

Ein paar weitere Kommentare zum Amazon Kindle

Andreas Göldi, 21. November 2007 um 23.44 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Auch wenn es um den Kindle, den neuen eBook-Reader von Amazon, nicht so viel Aufregung gibt wie damals zum iPhone, hat dieses Produkt doch ziemlich viele emotionale Meinungsäusserungen ausgelöst.

Was mir dabei auffällt, ist vor allem eins: Die meisten Leute mit stark negativen Meinungen besitzen keinen Kindle, haben noch nie einen in natura gesehen und das Gerät dementprechend auch noch nie benutzt.

Bestes Beispiel sind die Kommentare auf Amazons Produktseite zum Kindle: Da gibt es sehr viele “Customer Reviews” mit vernichtender Ein-Stern-Bewertung. Wenn man die Kommentare liest, wird schnell deutlich: All diese Leute…
- finden den Preis viel zu hoch
- hassen das Design (das, wie hier auch schon erwähnt, auf Fotos schlechter aussieht als in natura)
- vermissen irgendwelche Features
- finden DRM verwerflich
- finden eBooks generell doof

Und allen gemeinsam ist ganz offensichtlich, dass sie das Ding noch nie selbst benutzt haben. In nicht wenigen Fällen (etwa der Hälfte) werden ausserdem negative Punkte angeführt, die schlicht und einfach nicht korrekt sind. Hingegen findet man unter den Vier- und Fünf-Stern-Bewertungen lauter Leute, die das Produkt besitzen, teilweise seit Wochen als Betatester benutzt haben und sehr glücklich damit sind. Interessant eigentlich.

Nun, wir leben ja zum Glück im Zeitalter der freien Meinungsäusserung. Neben den zahlreichen total substanzlosen Kritiken gibt es durchaus auch gut begründete negative Meinungen. Aber selbst da gehen einige Punkte am Kern der Sache vorbei.

Ganz offensichtlich hat Amazon mit diesem Produkt einiges an Verwirrung ausgelöst. Ich glaube, das hat zwei Gründe: Erstens beherrscht Amazon manipulatives Massenmarketing nicht so gut wie Apple. Und zweitens ist der Kindle in einigen Ansätzen tatsächlich so andersartig, dass er nicht in die üblichen Denkschemen passt.

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Der langsame Tod der Fachzeitschrifen

Andreas Göldi, 21. November 2007 um 19.29 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Was macht man, wenn man die Zeitschrift “AdWeek” herausgibt, aber es sich wirtschaftlich nicht mehr erlauben kann, diese Publikation auch tatsächlich wöchentlich erscheinen zu lassen? Man denkt sich halt irgendwelche Ausreden aus und hebt hervor, wie massiv man doch in die Online-Ausgabe investiert. Ist doch toll, oder?

AdWeek ist eine der etabliertesten Marketing-Fachzeitschriften in den USA, vergleichbar mit W&V in Deutschland oder der Werbewoche in der Schweiz. Nielsen Business Media, Herausgeber von AdWeek, hat gerade angekündigt, dass das Print-Magazin nur noch 36mal im Jahr erscheinen wird, also zu einer 1.44-wöchentlichen Publikation wird. Dafür wird die Online-Ausgabe angeblich ausgebaut.

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Amazon Kindle:
eBook-Revolution oder Flop?

Andreas Göldi, 21. November 2007 um 16.21 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Img 1513-1Seit gestern bin ich stolzer Besitzer eines “Kindle” (engl. für “anzünden”). Dieses neue eBook-Lesegerät aus dem Hause Amazon verfolgt ehrgeizige Ziele. Der Online-Buchhändler will damit schlicht und ergreifend die Art und Weise revolutionieren, wie wir Bücher lesen.
Drüben bei Neuerdings.com schreibe ich gerade einen mehrteiligen, ausführlichen Test zum Kindle. So viel sei aber vorweggenommen: Das Gerät ist ganz klar ein Produkt für Early Adopter. Es zeigt enorm viel Potential, hat aber auch noch so manche Schwäche, beispielsweise das zwar nicht unpraktische, aber nicht gerade ansehnliche Design.

Interessanter als die Details sind aber eigentlich die konzeptionellen Prioritäten, die Amazon beim Kindle gesetzt hat. Sie zeigen nämlich deutlich auf, wohin die Reise bei den digitalen Medien geht. Ich bin mir fast sicher, dass wir in ein paar Jahren den Amazon Kindle als ein Pionierprodukt sehen werden, das zwar noch unreif war, aber am Anfang einer grosse Welle stand. Etwa so vielleicht wie der Apple II zum Beginn der PC-Welle. Oder der Rio Diamond bei den MP3-Playern.

Eigentlich ist der Kindle ein kleines Wunder. Vor nicht so langer Zeit hätte sich das noch nach Science Fiction angehört: Ein nur 290 Gramm schweres Gerät in Taschenbuchgrösse, mit dem man von jedem Punkt der Welt aus drahtlos in Sekunden für wenig Geld jedes denkbare Buch und jede denkbare Zeitung abrufen kann. Und fest gespeichert kann man hunderte oder gar tausende von Büchern mit sich herumtragen. Ach ja, und Musik und Hörbücher kann das Ding auch abspielen.

Das war jetzt aber eben gerade etwas Fiction. Die Realität sieht im Moment noch ein klein wenig nüchterner aus: Das EVDO-Funknetz des Kindle funktioniert im Moment nur in den USA, und auch da nicht überall. Bisher sind im Amazon-Shop etwa 90′000 Titel für den Kindle erhältlich, fast alle davon in Englisch. Zeitungen und Magazine gibt es erst ein paar wenige (aber immerhin die FAZ, die New York Times und das Wall Street Journal), und Blog-Abos kosten eine kleine Gebühr. Die Speicherkapazität ist auf etwa 200 Titel begrenzt. Der eingebaute Webbrowser und der MP3-Player sind recht rudimentär. Und der E-Ink-Screen lässt auch noch viele Wünsche offen. Aber das sind letztlich technische Details, die in ein oder zwei Produktgeneration erheblich verbessert sein werden.

Img 1523-1
Bitte eine Tasse Kaffee und die Morgenzeitung.

Viel wichtiger ist etwas, was Amazon fundamental anders macht als die bisherigen E-Book-Anbieter: Radikale Einfachheit. Dank der eingebauten Drahtlos-Verbindung kann man sich mit dem Kindle einfach und spontan Bücher und andere Dokumente kaufen, ohne sich (wie selbst noch beim iPod) mit PC-Software und der entsprechenden Gerätesynchronisation herumschlagen zu müssen. Der Kindle funktioniert einfach so, direkt aus der Schachtel. Er ist ein eigenständiges Konsumprodukt, kein PC-Peripheriegerät. Im Vergleich dazu waren bisherige e-Book-Systeme byzantinisch kompliziert.

Vergleichen wir mal die Schritte, die bisher für den Erwerb eines eBooks bei Microsoft (mit einem Windows-Mobile-PDA) nötig waren und wie das mit dem Kindle geht.

Microsoft Reader:
1. Reader-Software herunterladen.
2. Reader-Software auf dem PC installieren.
3. Microsoft Passport-Account anlegen.
4. PC als autorisiertes Device registrieren.
5. Online-Shop finden, der MS-Reader-kompatible Bücher verkauft.
6. Buch per Webbrowser bestellen (aus einer Auswahl von ca. 30′000 Titeln).
7. Software auf dem PDA installieren.
8. PDA als autorisiertes Device registrieren.
9. Fehlermeldung! Nochmal zurück zu Schritt 7.
10. Buch auf den PDA kopieren.
11. Reader-Software auf dem PDA starten.
12. Lesen.

Amazon Kindle:
1. Auspacken.
2. Einschalten.
3. Buch direkt auf dem Gerät bestellen (aus einer Auswahl von ca. 90′000 Titeln).
4. Lesen.

Da der Kindle für den User vorkonfiguriert versendet wird, ist tatsächlich kein weiterer Schritt nötig, keine Konfiguration irgendwelcher Art. Das ist tatsächlich eine kleine Revolution. Insofern hat der Kindle mit all den bisher gescheiterten eBook-Readern nur wenig zu tun.

Trotzdem, natürlich stehen dem Kindle noch manche Hürden im Weg. Der Preis von derzeit $399 für das Basisgerät ist klar zu hoch für den Massenmarkt. Aber es ist zu hoffen, dass dieses Konzept trotzdem Erfolg haben wird. Es wäre ein gewaltiger Schritt für die Medienwelt.

Licht aus bei Black Fluorine – war es jemals an?

Martin Weigert, 21. November 2007 um 13.18 Uhr, 11 Kommentare Kommentare

blackfluorine.gifAnfang Oktober berichtete ich über einen neuen Internet-TV-Anbieter namens Black Fluorine, der mit großen Worten einen revolutionären Videodienst ankündigte. Auf seiner Website gab sich Black Fluorine geheimnisvoll und offenbarte nur stückchenweise, was den Benutzern geboten werden soll. Unter anderem wollte man die Mitschnitte aller relevanter Fernsehsender plus einer umfrangreichen Videodatenbank rund um die Uhr auf Abruf verfügbar machen, mit einer Community kombinieren und bereits zum Start 250.000 Mitglieder haben. Ich bezeichnete das Projekt als ambitioniertestes Vorhaben im Jahr 2007 und stellte in Aussicht, dass Black Fluorine entweder zu einer Internet-TV-Sensation oder einer großen Luftnummer werden könnte. » weiterlesen

Alles ausser Hochdeutsch

Andreas Göldi, 20. November 2007 um 21.34 Uhr, 2 Kommentare Kommentare
 
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