Facebook macht studiVZ in Frankreich Strich durch die Rechnung

studiQGEin Jahr lang hatte studiVZ Zeit, seinen französischen Ableger studiQG zu etablieren, der im November 2006 zusammen mit einer italienischen, einer spanischen und einer polnischen Version des Studentennetzwerkes online ging. Im Gegensatz zu Deutschland, wo studiVZ schnell den Großteil der Studierenden als Mitglieder gewinnen konnte, läuft es im Ausland mit Ausnahme der polnischen Variante eher schlecht. War der Community-Kuchen zum Start der französischen studiVZ-Ausgabe noch weitgehend unverteilt, befindet sich Frankreich seit zwei Monaten im Facebook-Fieber. Damit sieht es so aus, als sei für studiQG der Zug definitiv abgefahren.

Bereits am 9. Oktober schrieb ich über den sich abzeichnenden Facebook-Boom in Frankreich. Damals hatte das nationale Network 210.000 Mitglieder und wuchs um 6.000 Nutzer täglich. Heute, gut einen Monat später, sind über 470.000 und damit mehr als doppelt so viele Facebook-Nutzer wie vor einem Monat im France-Network dabei. In den letzten Tagen stieg diese Zahl täglich um 10.000 bis 12.000! Für ein Social Network, dass offiziell in Europa noch nicht aktiv und zudem nur auf Englisch verfügbar ist, sind das beeindruckende Wachstumszahlen, die in Deutschland im Prinzip nur von studiVZ erreicht wurden.

Facebook-Wachstum in Frankreich

Vielleicht sollte Holtzbrinck die westeuropäischen studiVZ-Ableger einstampfen, aus strategischen Fehlern lernen und es lieber mit schülerVZ im Ausland versuchen?

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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7 Kommentare

  1. Yella
    schrieb am 12. November 2007 um 20:50 Uhr (#)

    Yeah alles scheisse, immer drauf!

  2. Martin Weigert
    schrieb am 12. November 2007 um 20:54 Uhr (#)

    Nein eigentlich ist alles sogar ziemlich interessant und spannend. Oder etwa nicht?

  3. neon
    schrieb am 12. November 2007 um 21:44 Uhr (#)

    Doch, finde ich auch sehr interessant.
    Auch wenn ich weder Mark Zuckerberg noch Essan Dariani mag, denke ich, dass es Facebook verdient hat. studiVZ ist und bleibt nun mal eine schlechtes copycat von Facebook. Alle neuen Funktionen, die die Herren bisher auf den Markt geworfen haben, sind vorher in Facebook implementiert worden. Selber denken scheint denen nicht zu liegen.

    Davon abgesehen würde ich auch es auch begrüßen, wenn sich hier zu Lande die Leute Facebook für die bessere Wahl hielten. Aber auch das deutsche Netzwerk ist ja einem starken Wachstum unterlegen, wenn ich mich nicht täusche ;)

    Viele Grüße,
    Christopher

  4. ikonos
    schrieb am 12. November 2007 um 23:22 Uhr (#)

    Hallo,
    gibts im Ausland denn keine SchülerVZ ähnlichen Netzwerke?

    ikonos

  5. Gründernet
    schrieb am 12. November 2007 um 23:42 Uhr (#)

    Holtzbrinck sollte verkaufen, solange es noch was zu verkaufen gibt, kann mich da nur wiederholen ;-) Studenten sind eine nachwachsende Zielgruppe, die sich auch nicht durch ein vorgeschaltenes Schülernetzwerk in ein Studentennetzwerk überführen lassen, Studenten beginnen einen neuen Lebensabschnitt und orientieren sich global, studivz deckt nicht mal die EU ab, facebook ist der Eintritt in die Große-Weite-Welt und wird sich auch in D bei Studenten durchsetzen… VG, René

  6. Markus von Vagabund
    schrieb am 13. November 2007 um 08:31 Uhr (#)

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Holtzbrinck StudiVz (gewinnbringend) verkaufen kann. Hierzu müssten sie erst einmal beweisen, dass mehr als nur Traffic mit StudiVz generiert werden kann.

    Markus

  7. Gründernet
    schrieb am 13. November 2007 um 23:47 Uhr (#)

    @ Markus: die Vermarktung läuft doch schon fleissig auf der Plattform, also bissl was wird aktuell schon reinkommen…

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