Facebook ist gar nicht sooooo überbewertet

Andreas Göldi, 25. Oktober 2007 20:48 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Wie zuvor bereits gemeldet, setzt der gestrige Deal zwischen Facebook und Microsoft den Wert der Social-Networking-Site auf die Kleinigkeit von $15 Milliarden fest.

Das scheint in jeder Hinsicht eine satte Summe zu sein. Das wären nämlich:

- $50 Mio. pro Facebook-Mitarbeiter
- $217 pro Unique Visitor
- das hundertfache von Facebooks geschätztem Umsatz (zum Vergleich: Google ist derzeit etwa 15x seinen Umsatz wert)
- das 500fache von Facebooks geschätztem Jahresgewinn (Google: 52x Gewinn, Microsoft 22.5x)

Aber: Wer etwas in der Internet-Geschichte zurückgeht, findet schnell raus, dass das noch lange keine echten Rekorde sind. Zu Bubblezeiten anfangs 2000 war nämlich der damalige Star Yahoo mehr als 3000x seinen Gewinn wert, mehr als 240x seinen Umsatz, $72 Mio pro Mitarbeiter und mehr als $800 pro User.

Da können die Kids von heute aber echt noch was lernen von den alten Hasen.

Puh. Nochmal Glück gehabt. Und ich dachte schon, wir hätten wieder eine neue Internet-Bubble…

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1 Kommentar

  1. Hans
    schrieb am 14. November 2007 um 14:09 Uhr (#)

    Der deal setzt nicht den Wert von Zuckerbook auf 15 Mrd. fest. Das ist nicht moeglich, denn da gaebe es dann irgendwann die IPO und die bestimmt hernach den Wert des Unternehmens. Eine Extrapolation von 1,6% zu 15 Mrd $ ist unsinnig. MS’ Investment ist nicht finanzieller Natur (natuerlich fliesst Geld, das Zuckerbook dringendst braucht bei deren Rev), es ist strategischer Natur (noch vor Wochen hielt S. Balmer Zuckerbook fuer eine fad!). MS musste etwas machen, da es im Ad-Bereich hoffnungslos hinter Google zurueckzufallen drohte.

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