sueddeutsche.de und der Widerstand gegen das Web 2.0

Martin Weigert, 23. Oktober 2007 17:56 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Bisher habe ich mich ja aus der Diskussion rund um die fragwürdige und rückwärtsgewandte Einstellung der Süddeutschen Zeitung zum Thema Blogs und Web 2.0 herausgehalten. Doch den bei süddeutsche.de heute veröffentlichten Artikel mit dem Titel “Endlich keine Freunde – Widerstand gegen MySpace, Facebook & Co” kann ich euch einfach nicht vorenthalten. Ich werde es mir sparen, diesen peinlichen und absolut belanglosen, irrelevanten Beitrag auseinanderzunehmen. Tatsache ist: Das dort geschilderte “verbreitete Misstrauen gegen ein zweites Leben” existiert in der wiedergegebenen, paranoiden Ausprägung primär im Kopf des Autors. Wieso man bei sueddeutsche.de glaubt, dessen offensichtliches Social-Networking-Trauma als Basis eines zweiseitigen Artikels verwenden zu müssen, bleibt mir schleierhaft.

Das sich Onlineangebote von Printmedien auch ganz sachlich und unvoreingenommen mit den neuen Seiten des Internets befassen können, zeigt Zeit Online.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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6 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Dany

    schrieb am 23. Oktober 2007 um 20:38 Uhr (#)

    War das mal wieder Herr Boie? – Oh nein, jemand anderer.

    Mit Herrn Boie habe ich mich hier mal beschäftigt:
    http://dasdanyweb.de/2007…-einzelnen-bloggers/

    Und nicht nur die Zeit findet an Blogs oder Web 2.0 etwas positives. Nein, alles außer der SZ (sprich Spiegel, Stern, Vanity Fair, Tagesschau.de etc.) nutzen Web 2.0 sogar sehr intensiv für ihre eigenen Webpubliaktionen.

  2. Christoph Wagner

    schrieb am 23. Oktober 2007 um 20:59 Uhr (#)

    Von Journalismus hält man bei der SZ wohl sowieso nicht soviel wie auch der aktuelle Artikel zu Oink zeigt:
    http://sueddeutsche.de/,r…/artikel/627/139337/
    Da wundert einen wirklich gar nichts mehr.

  3. Matthias

    schrieb am 23. Oktober 2007 um 21:59 Uhr (#)

    Warum sich ärgern? Wenn Zeitungen alles besser wüssten und könnten, wozu bräuchte man dann Blogs (und uns Blogger)? Also lieber schweigen und die Zeit für sich (uns) arbeiten lassen…

  4. neon

    schrieb am 24. Oktober 2007 um 00:08 Uhr (#)

    Tja, wer Trends verpasst und seinen Fehler nicht eingestehen will, dem bleibt wohl nur darauf herum zu hacken.
    Ich würde die Herren und Damen der SZ einfach nicht weiter beachten. Scheint mir wie so ein kleines Kind, das anfängt andere zu ärgern um Aufmerksamkeit zu bekommen…

  5. wingthom

    schrieb am 24. Oktober 2007 um 12:05 Uhr (#)

    Vielleicht ärgert sich die Autorin auch nur, dass demnächst Holtzbrinck (Handelsblatt, Die Zeit, StudiVZ) die Süddeutsche übernimmt. Dort hat man früh erkannt, dass Online-Medien und Services nun mal anderen Regeln folgen als das gute alte Print-Geschäft. Im Internet muss man sich Reichweite und Erlöse jeden Tag neu verdienen, ein ziemlich schwieriges Geschäft für Zeitungshäuser, die eher das System Leibrente gewohnt sind: einmal Abonnement im Haushalt vorhanden, wird es von Generation zu Generation vererbt.

  6. freddy

    schrieb am 24. Oktober 2007 um 18:13 Uhr (#)

    warum denn “…diesen peinlichen und absolut belanglosen, irrelevanten Beitrag auseinanderzunehmen…”, das hast du offensichtlich einiges nicht verstanden !


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