myONID:
Der logische Schritt zur Personensuchmaschine

Martin Weigert, 15. Oktober 2007 10:59 Uhr, 9 Kommentare Kommentare

Yasni ist nicht mehr die einzige deutsche Personensuchmaschine. myONID verkündete heute, dass die Seite noch in diesem Jahr zur “ersten deutschen Personensuchmaschine” ausgebaut werden soll. Bisher bot myONID lediglich ein Tool zum “Reputationsmanagement”, bei dem Nutzer Suchergebnisse aus dem Netz einem eigenen Profil zuordnen konnten. In meinem yasni-Review vor einigen Wochen stellte ich den Sinn eines solchen Konzeptes in Frage, da für an kritischen Personeninformationen interessierte Nutzer kein Anreiz besteht, diese bei myONID zu suchen, wo sich jeder von seiner Schokoladenseite zeigt und negative Suchergebnisse ausblendet. Yasni kombiniert das Prinzip von myONID mit einer ungefilterten Personensuchmaschine.

Im Hause myONID hat man offensichtlich eingesehen, dass der eigene Produktnutzen geringer war als der von yasni und sich nun zu dem naheliegenden Schritt entschieden, yasni Konkurrenz zu machen. Allerdings Frage ich mich, wie man die “erste deutsche Personensuchmaschine” werden möchte, wo yasni doch schon existiert - zwar in Beta, aber jeder kann sich anmelden.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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9 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Steffen

    schrieb am 15. Oktober 2007 um 15:44 Uhr (#)

    Spannend ist ja, wie dieser radikale Wechsel vom reinen Reputationsmanagement zur “ersten Personensuchmaschine” just 1 tag nach Beginn der Betaphase von yasni - der wirklich 1. deutschen Personensuchmaschine ;-) - erfolgte. Hat da jemand eine Pressemeldung für alle Fälle in der Schublade gehabt? ;-)

    Ich wünsche MyOnID viel Glück - aber so eine Nummer ist unter Eurer Würde Jungs! Ihr seid doch auch Marketingprofis - oder?

    Richtig ist, dass es spannend bleibt - yasni ist auch nicht “nur” Personensuchmaschine … wir werden noch für Überraschungen sorgen!

  2. Martin Weigert

    schrieb am 15. Oktober 2007 um 16:06 Uhr (#)

    Die Pressemitteilung stellt einen Zusammenhang zwischen der Umorientierung von myONID und der Übernahme von 25 Prozent der myON-ID Media GmbH durch die nexum AG her.

    Konkurrenz belebt das Geschäft und bringt das Thema Personensuchmaschinen weiter ins Gespräch. Davon profitiert dann ja auch yasni.

  3. Steffen

    schrieb am 15. Oktober 2007 um 17:11 Uhr (#)

    Hallo Martin,

    damit habe ich auch gar kein Problem - ich war jahrelang im Oligopol der großen Joobbörsen aktiv. Aber auch daher kenne ich die Trittbrettfahrertaktik. Und jetzt noch Nummer 1 werden zu wollen ist doch mehr als albern - oder? Man könnte doch immer noch Größter, Bester, Zuverlässigster usw. werden - aber doch nicht Erster ;-)

    Nix für ungut - beste Grüße

    Steffen

  4. Martin Weigert

    schrieb am 15. Oktober 2007 um 17:31 Uhr (#)

    Eben ;)

  5. Mario

    schrieb am 15. Oktober 2007 um 19:15 Uhr (#)

    Hallo Martin, Steffen,
    nur um der Spekulation hier eine Ende zu bereiten. Die Idee eine umfangreiche Suche als Grundlage für das Reputationsmanagement anzubieten, ist vom ersten Tag an Idee hinter myON-ID und das war igrndwann in 2006. Es kann also nicht die Rede sein von Umorientierung. Bislang wurde diese Suche auf Grund von Ressourcen und finanzieller Mitteln jedoch nicht forciert - was sich nun durch Einstieg von nexum eben realisieren lässt. Nicht mehr und nicht weniger. Wir haben bei myON-ID eine Roadmap die weit in das Jahr 2008 reicht um unseren Nutzern den besten Service beim Management der eigenen Reputation zu bieten. Da kann es also durchaus nochmal vorkommen, dass ein anderes Unternehmen Ähnliches zur gleichen Zeit verkündet - auch wenn es schon ein großer zeitlicher Zufall war, geb ich Euch recht.

  6. Martin Weigert

    schrieb am 15. Oktober 2007 um 19:38 Uhr (#)

    Hallo Mario. Danke für deinen Kommentar. Es freut mich, dass sich Vertreter beider deutscher Personensuchmaschinen hier versammelt haben. Ich denke, es ist mindestens Platz für zwei und ich freue mich darauf, euren Konkurrenzkampf zu beobachten (der sich sicher zu nicht geringfügigen Teilen in der deutschen Presse abspielen wird - wer erreicht durch kritische Presseberichte eine höhere Bekanntheit).

  7. Kai Lüpke

    schrieb am 18. Oktober 2007 um 22:19 Uhr (#)

    schnipp:
    “Im Hause myONID hat man offensichtlich eingesehen, dass der eigene Produktnutzen geringer war als der von yasni”
    schnapp

    Worin liegt denn der Nutzen von yasni? Eine closed Beta ist alles was yasni zur Zeit zu bieten hat. Somit hat myonid wohl momentan erheblich die Nase vorn. Und meiner Meinung nach, ist der momentane Nutzen von myonid - das reine Reputationsmanagement - alleine schon ausreichend. Es gibt keinen Anbieter in Deutschland, der diesen Service anbietet. Und dann noch kostenlos. Und wenn ich mir anschaue, wer alles über myonid berichtet, bin ich auch nicht alleine mit dieser Meinung. Vielleicht ist man in Deutschland noch nicht so weit - aber die Online-Reputation wird immer wichtiger.

    Zum Thema “Erster” oder “Zweiter” - wenn man yasnis closed Beta als vollwertige Seite ansehen möchte, ist yasni wahrscheinlich die erste deutsche Personensuche. Jetzt heißt es bei yasni einfach mal Gas geben, damit myonid nicht noch vor yasni die open Beta launcht.

    Am spannendsten ist wohl, wie weit sich die beiden Dienste in ihrem Angebot annähern. Zwei identische Dienste haben momentan wohl kaum Platz auf dem Markt.

    MfG
    oKai

  8. Martin Weigert

    schrieb am 18. Oktober 2007 um 22:37 Uhr (#)

    Möglicherweise hast du yasnis Beta noch nicht gesehen - yasni bietet ebenfalls Reputationsmanagement, plus Personensuchmaschine (wie im yasni-Review erwähnt). myONID bot bisher lediglich Reputationsmanagement, ohne Personensuchmaschine. Daher war yasnis Produktnutzen größer.

    Ich denke, dass zwei identische Dienste im großen deutschsprachigen Markt theoretisch schon Platz haben - abhängig allerdings von der mittelfristigen Akzeptanz oder Ablehnung von Personensuchmaschinen durch die Nutzer.

    Und was die Wichtigkeit der Online-Reputation generell betrifft: Es ist nicht zunehmend wichtiger, Dienste zu nutzen, auf denen man anderen zeigt, welche Suchergebnisse seine Stärken wiederspiegeln, sondern es angesichts von User Generated Content und der damit verbundenen Freizügigkeit und persönlichen Entblößung wichtig, zu vermeiden, dass potentiel kritische Informationen im Netz landen. Ist das aber erst einmal passiert, kann ein Reputationsdienst nicht verhindern, dass die Inhalte an anderer Stelle (z.B. bei Google) zu finden sind.

  9. Friedrich Maier

    schrieb am 9. Januar 2008 um 15:30 Uhr (#)

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