Zurück zur Jugend

Aus Karriere wird wieder Junge Karriere – nach zwei Jahren unter verkürztem Namen heißt das Jobmagazin für Studenten und Berufseinsteiger aus dem Handelsblatt-Verlag wieder wie vorher. Erneuertes Layout und die wöchentliche Beilage Perspektiven im Handelsblatt gibt’s dazu.

karrierejung

Karriere wird jung: Cover vor und nach dem Redesign

Die deutsche Hochschullandschaft ist im Umbruch und knapp zwei Millionen Studenten suchen Orientierung: Allein Karriere hat nach IVW-Zahlen eine Auflage von fast 150.000 und konnte den Einzelverkauf um 40% steigern (diese 40% sind allerdings nur 10.024 Hefte). Dazu kommen Angebote wie das neue Zeit Campus und nicht zuletzt Neon – trotz kostenloser Campuspresse wie Unicum, aud!max oder Focus Campus.

Seit zwölf Jahren gibt es die Junge Karriere schon, ähnlich angestaubt sah zuletzt das Layout aus. Damit ist Schluss, augenfälligstes Merkmal der erneuerten Optik ist die ausdrucksstarke Schrifttype der Überschriften und Zwischentitel. Die Dispatch Cond kommt zum Einsatz, womit die visuelle Anmutung festgelegt ist. Gut möglich, dass diese charakteristische Schrift in ein paar Jahren schon nervt – momentan passt sie gut und hebt das Heft von all den Minimalismus-Klonen der brand eins oder Neon ab.

jungekarriereschrift

Überschriften und Zwischentitel jetzt in Dispatch Cond

Inhaltlich geht es in der Jungen Karriere im Prinzip weiter, wie gewohnt, bei etwas mehr Service und freundlicherer Leser-Ansprache. Schon auf der dritten Seite grüßt nicht nur der geschäftsführende Redakteur Sven Scheffler, sondern werden jetzt auch zwei Mitarbeiter der Ausgabe mit Bild und kurzem Text vorgestellt. Daneben soll die wöchentliche Beilage im Handelsblatt eine Marktlücke schließen. Inhaltliche Stoßrichtung der Beilage am Freitag: Service.

Zum Auftakt startet Perspektiven eine sechsteilige Serie ?MBA in Deutschland?. Wo lohnt der Karriere-Turbo MBA – wir stellen die besten Business-Schulen Deutschlands vor. (Quelle)

Monatlich, wöchentlich, täglich: Während das aktuelle Heft von “Jobs 2.0″ schwärmt und trendy Internet-Firmen als Arbeitgeber vorstellt, ist die Internetseite der Jungen Karriere noch nicht ganz auf der Höhe der Zeit und wirkt noch Web 1.0. Dafür ist das neue Magazin (rechts) hübsch anzusehen:

jungekarriere

Mehr “Nutzwert” durch Infokästen: Die neuen Seiten sind bunter

Leider sehen einige Bilder einfach schlecht gedruckt aus – die Farben übersättigt, die Kontraste übersteuert. Die Kauf-Konkurrenz druckt auf deutlich besserem Papier deutlich bessere Ergebnisse.

Unser Fazit: Schickes Heft für angehende Wirtschaftler, Ingenieure und Selbstständige. Wem Zeit Campus zu verträumt-politisch und die Neon zu verkopft-verspielt ist, wird mit der Jungen Karriere in der Tasche sicher das Assessment-Center meistern und Junior-Berater.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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