Die tägliche Dosis Web-2.0-Startups

Auch wenn ich für die nächsten Monate mit einem leichten Abflauen der Gründerwelle im Web rechne, so wird es weiterhin neue, innovative Dienste geben, die die (ausschließliche) Entwicklungsphase verlassen und sich den Internetnutzern präsentieren. Neben zahlreichen Blogs, die die Web-2.0-Entwicklung beobachten und analysieren, existieren diverse Seiten, die sich komplett der Listung neu gestarteter Onlinedienste widmen.
Mein Favorit ist The Museum of Modern Betas, kurz MoMB. Hier werden fast täglich eine Handvoll frischer Web-Startups gelistet, die sich in der Beta- (oder auch Alpha-) Phase befinden, an denen also noch immer fleißig geschraubt wird. Zwei Jahre und fünf Tage gibt es MoMB mittlerweile. In dieser Zeit wurden mehr als 4000 Internetdienste vorgestellt, darunter auch Projekte aus Ländern außerhalb des deutsch- und englischsprachigen Raums. Von den am gestrigen Tag 4003 in der Datenbank befindlichen Diensten waren zum Zeitpunkt des Eintrags 3126 in der öffentlichen Beta-Phase und 194 als Alpha-Version verfügbar. 673 konnten lediglich auf Einladung genutzt werden (“Private Beta” oder “Stealth Mode”). Rund 230 Seiten haben mittlerweile den Beta-Status verlassen. Interessant: Lediglich 58 der 4003 Webangebote (1,44 Prozent) existieren nicht mehr. Ich vermute, dass dieser Prozentwert in einem Jahr erheblich höher sein wird.
Auch das Web 2.0 Sammelalbum listet Web-2.0-Dienste, begrenzt sich dabei allerdings nicht nur auf Beta- und Alpha-Versionen, sondern hat alle Anwendungen und Webdienste im Visier, die dem Begriff Web 2.0 zuzuordnen sind. Davon abgesehen liegt der große Unterschied zu MoMB hauptsächlich im Design und in der Sprache. Während MoMB auf eine minimalistische und grafikarme Darstellung setzt und sich auf Englisch präsentiert, erscheint das Web 2.0 Sammelalbum im “typischen” Web-2.0-Gewandt und richtet sich an deutschsprachige User. Bei Google Deutschland befindet man sich unter Top-5-Suchresultaten zum Stichwort “Web 2.0″ und erhält so sicher eine ansehnliche Zahl an Besuchern.
Bereits im April stellte ich KillerStartups.com vor. Die Seite, die von zwei Argentiniern betrieben wird, listet mehr als 30 junge Internetangebote pro Tag. Das mag beeindruckend klingen, ist aber auf Dauer eigentlich zu viel, da ein großer Teil der vorgestellten Seiten einfach völlig irrelevant und schlecht sind. Wen es nicht stört, sich die interessanten Dienste aus der Masse der Flops herauszupicken, der wird KillerStartups.com mögen. Ich halte mich an die beiden zuvor erwähnten Projekte, wo eine gewisse Vorauswahl der veröffentlichten Startups und Services stattzufinden scheint.
Der Vollständigkeit halber sollten auch Go2Web20.net und Simple Spark erwähnt werden. Beide Seiten präsentieren sich primär als Web-2.0-Verzeichnisse, in denen man mit der Suchefunktion zu bestimmten Schlagworten passende Anbieter finden kann. Allerdings ist auch hier wie bei den oben genannten Kandidaten eine chronologische Auflistung der Web-2.0-Dienste nach Datum des Eintrags sowie das Abonnieren entsprechender RSS-Feeds möglich.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.












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Jetzt wo u.a. Holtzbrinck mit am Start ist.
Danke Norman. deutsche-startups und Konsorten habe ich hier mit Absicht außen vor gelassen. Das sind redaktionelle Blogs mit bestimmten Themenschwerpunkten (z.B. Startups aus Deutschland). Mir ging es hier um die, die sich reinen und nahezu unkommentierten, dafür aber einigermaßen vollständigen Auflistungen von Web-2.0-Startups widmen.