Exklusiv:
50 Einladungen zur Beta-Version von Zattoo

Martin Weigert, 5. September 2007 um 8.59 Uhr, 76 Kommentare Kommentare

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Wie berichtet, hat der Internet-TV-Dienst Zattoo gerade seine geschlossene Beta-Phase für Deutschland gestartet. Eine Beta-Invitation erhalten haben bisher lediglich eine ausgewählte Zahl an Usern, die sich in den vergangenen Monaten auf der Zattoo-Website angemeldet hat.

Als erster und bisher einziger Blog hat zweinull.cc Einladungen für die deutsche Version von Zattoo! » weiterlesen

Stockender Verkehr im Netz - doch wer ist schuld?

Martin Weigert, 4. September 2007 um 17.35 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Was haben Dienste wie Joost, YouTube oder Deezer gemeinsam? Sie bringe die Datenleitungen zum Glühen. Mit der zunehmenden Verbreitung schneller Internetzugänge sowie der Entwicklung neuer Web-Technologien bieten immer mehr Internetanbieter überall auf der Welt multimediale Inhalte an. Viele zum Streaming, manche zum Download, aber immer handelt es sich um Daten beachtlichen Ausmaßes, die besonders in der Summe signifikant ins Gewicht fallen. Die Belastung der weltweiten Internetleitungen durch Videos, Musik und andere trafficintensive Inhalte hat in den letzten Wochen zu intensiven Diskussionen geführt. Vor allem Internetprovider würden sich gerne von den Verursachern der enormen Datenlasten - also den Video-/Audio-Dienste und Web-2.0-Angeboten - den Datendurchsatz bezahlen lassen. Andere wiederum sehen die Gefahr, dass all die datenintensiven Inhalte das Netz verstopfen und es in Notfällen nicht mehr richtig genutzt werden kann. Während die Frage der Netzneutralität vermutlich noch eine Weile ungelöst bleiben wird und ich darauf auch nicht weiter eingehen möchte, so ist selbst für die Nutzer multimedialer Webangebote noch lange nicht alles perfekt. » weiterlesen

Sony beerdigt seinen proprietären Online-Musikladen

Andreas Göldi, 4. September 2007 um 15.05 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Am Rande der IFA in Berlin machte Sony eine Ankündigung, die vielleicht etwas unerwartet kommt, aber kaum überrascht: Connect, der Online-Musikladen des japanischen Elektronikgiganten, wird demnächst geschlossen.

Sony hatte diesen Verkaufskanal vor gut zwei Jahren gestartet. Schon damals konnte man sich über die Strategie nur wundern: Connect verkaufte Musiktitel in einem Format, das nur Sony-Geräte abspielen konnten. Das machte Marktführer Apple zwar nicht viel anders, aber als Marktführer (mit einem MP3-Player-Marktanteil über 70%) kann man sich das eben eher erlauben.

Stattdessen wird Sony jetzt, wie alle Nicht-Apple-Anbieter, auf Microsofts Windows-Media-Format setzen und den Gerätekäufern “erlauben”, auch Content von anderen Online-Stores herunterzuladen.

Es ist beinahe schon bewundernswert, wie Sony hier schon wieder den Anschluss verpasst: Denn dieser Schritt kommt wohlgemerkt in einem Moment, da die Branche beginnt, auf kopierschutzfreie Formate umzuschwenken. Apple, Walmart und bald auch Amazon.com bieten bereits DRM-freie Musik an, während sich Sony wieder mal zielsicher hinter den fahrenden Zug wirft und auf vorgestrige Konzepte setzt.

Wohlgemerkt: Ich halte Sony weiterhin für einen exzellenten Hersteller von elektronischen Geräten, vor allem im Video- und PC-Bereich. Aber es ist schon beinahe tragisch, wie die Japaner im Content-Bereich einen strategischen Fehler nach dem anderen begehen. Dass Sony-Videokameras praktisch nur mit Sony-Zubehör funktionieren, mag für Konsumenten ja noch knapp akzeptabel sein. Aber dieses Prinzip auch auf die Inhalte zu übertragen, ist nun wirklich absurd. Und offensichtlich extrem erfolglos.
Da wirkt Sonys heutige Ankündigung, dass man jetzt auch bei Online-Filmdownloads gross einsteigen will, beinahe schon amüsant. Da werden sich Apple und alle anderen bestehenden Anbieter aber sicher fürchten — zumal Sony als Geheimwaffe lediglich die an äusserst dünnen Verkaufszahlen leidende Playstation 3 in die Schlacht werfen kann.

Andererseits: Warten wir’s mal ab. Bisher hat niemand wirklich die Erfolgsformel für Videodownloads geknackt, was nicht zuletzt an den Filmstudios liegt, deren ängstliches Handeln letztlich nur die Piraterie fördert. Aber Sony als Besitzerin eines Filmstudios wird da auch kaum in der Lage sein, die Branche vereint zum Erfolg zu führen. Den führenden Filmstudios scheinen ihre Rivalitäten wichtiger zu sein als das proaktive Erschliessen neuer Märkte.

Zattoo Deutschland startet geschlossene Beta-Phase

Martin Weigert, 3. September 2007 um 14.47 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

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Update: Zattoo Deutschland ist gestartet. zweinull.cc hat Einladungen zur Beta!

Heimlich, still und leise hat der Internet-TV-Anbieter Zattoo die geschlossene Beta-Phase für Deutschland gestartet. Eine begrenzte Zahl an Usern, die in den vergangenen Monaten ihre E-Mail-Adresse auf der Zattoo-Website hinterlassen haben, wurde per Mail zum Testen der Beta-Version eingeladen. Im Zattoo Blog findet sich zur Stunde noch nichts zum Deutschland-Launch. » weiterlesen

justaloud:
Musikshop mit User Generated Prices

Martin Weigert, 2. September 2007 um 16.29 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

justaloud.gifSeit gestern ist die neue Internet-Musikplattform justaloud mit Sitz in Stuttgart offiziell online. Bei dem von den Machern des Social-Shopping-Portals edelight betriebenen Dienst können Künstler kostenlos und unkompliziert Musik verkaufen. Der Preis für einen Titel richtet sich nach dessen Popularität. Jeder Song startet als kostenloser Download. Je häufiger er gekauft wird, desto höher steigt sein Preis. Musiker erhalten ab dem ersten Verkauf 85 Prozent des Gewinns, der Rest geht an justaloud. » weiterlesen

Portal-Schwergewicht startet Social Network meineleute.de

Martin Weigert, 1. September 2007 um 17.47 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

meineleutede.gifEin weiteres deutsches Internet-Schwergewicht steigt in den umkämpften Markt der Social Networks ein: Vor wenigen Tagen hat die allesklar.com AG ihre Community meineleute.de online gebracht. Ähnlich wie die beiden Portale meinestadt.de und allesklar.de hat auch die Neugründung eine stark lokale Ausrichtung und sieht sich als Weiterentwicklung der bisherigen Produkte. Nach der Anmeldung, bei der man seine Adresse angeben muss (”Um Dir Gewinnspielpreise ohne Verzögerung zu schicken, benötigen wir auch Deine Straße und Hausnummer.”), erwartet den Nutzer ein solides Social Network mit den üblichen Funktionen wie Blogs, Foren, Gruppen, Messaging und Mitglieder-Suche. Auch das Hochladen und Betrachten von Fotos und Videos ist möglich. In den auf der Profilseite befindlichen “Städte-Lebenslauf” trägt man ein, wo man derzeit heimisch ist und in welchen Orten man bereits gewohnt hat. » weiterlesen

Agenturmeldungen direkt auf Google News:
Schlecht für Medienhäuser?

Andreas Göldi, 1. September 2007 um 15.47 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Und schon wieder eine Meldung zu Google News: In den USA, Kanada und Grossbritannien hat der Suchmaschinengigant begonnen, auf seiner Newswebsite direkt die Meldungen von Nachrichtenagenturen zu publizieren. Bisher bestand Google News ja nur aus Links zu den Artikeln von Zeitungen und anderen Medien, aber jetzt werden erstmals Inhalte direkt ab der Quelle angeboten.

Der Verdacht liegt natürlich nahe, dass das eine Reaktion auf die Kritik an Google News von Zeitungsverlegern aus allen möglichen Ländern sein könnte. Viele Verleger, zuletzt der Verband Schweizer Presse, fordern finanzielle Entschädigung von Google für die Verlinkung ihres Contents.

Google begründet den Schritt damit, dass man erstens den Usern eine weitere Perspektive auf die Originalmeldungen geben möchte und dass zweitens viele Zeitungsartikel sowieso nur aus kaum veränderten Agenturmeldungen bestehen. Und tatsächlich, wer sich einmal die Mühe macht, ein Dutzend typischer Meldungen zum gleichen Thema zu vergleichen, sieht schnell, dass sich die Eigenleistung vieler Medienwebsites oft auf relativ unbedeutende Kürzungen und Umformulierungen beschränkt. Da kann man wirklich auch gleich die Agenturmeldung lesen.

Ist dieser Schritt nun positiv oder negativ für die Medienhäuser? Google findet’s natürlich gut:

“This change will provide more room on Google News for publishers’ most highly valued content: original content. Previously, some of this content could be harder to find on Google News, and as a result of this change, you’ll have easier access to more of this content, and publishers will likely receive more traffic to their original content.”

Realistisch betrachtet dürfte sich der Traffic für die Zeitungswebsites damit aber spürbar reduzieren, was natürlich unschön ist, weil inzwischen etwa ein Viertel des Traffics auf Zeitungswebsites von Suchmaschinen kommt. Dafür kann es durchaus sein, dass das eine oder andere journalistische Juwel wirklich prominenter platziert wird und so die Marke des jeweiligen Mediums stärkt.

Vermutlich sind die Konsequenzen dieser Massnahme aber weitreichender: Google signalisiert den Verlegern damit, dass sie durchaus austauschbar sind. Eine erfolgreiche Newswebsite kann man sehr gut auch nur mit Agenturmeldungen und eingekauften Videos betreiben, wie US-Marktführer Yahoo News es seit Jahren vormacht. Wenn die Verleger nicht damit zufrieden sind, dass Google ihnen Traffic bringt, kann Google auch anders.

Noch wichtiger: Dieser Schritt könnte eine Vorbereitung für die längst überällige Kommerzialisierung des bisher werbefreien Google News sein. Bisher konnten sich die Verleger damit trösten, dass Google mit seiner Newswebsite wenigstens kein Geld verdient. Wenn Google das ändern will (und davon kann man wohl ausgehen), wird es ein Vorteil sein, auf einen grossen Stock selbst gehosteter Inhalte zurückgreifen zu können und die Links zu Zeitungswebsites nur als Garnitur zu führen. Damit wird es Google erheblich leichter fallen, die Produkte konfrontativer Medienhäuser ganz aus dem Suchindex zu werfen.

Vielleicht wünschen sich die Zeitungsverlage in ein paar Jahren wehmütig die gute alte Zeit anno 2007 zurück, als sie noch so schön viel Internet-Traffic von Suchmaschinen bekommen haben. Wer seinen Platz im Internet-Ökosystem nicht kennt und akzeptiert, muss vielleicht bald mit totaler Marginalisierung leben.

 
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