justaloud:
Musikshop mit User Generated Prices
Seit gestern ist die neue Internet-Musikplattform justaloud mit Sitz in Stuttgart offiziell online. Bei dem von den Machern des Social-Shopping-Portals edelight betriebenen Dienst können Künstler kostenlos und unkompliziert Musik verkaufen. Der Preis für einen Titel richtet sich nach dessen Popularität. Jeder Song startet als kostenloser Download. Je häufiger er gekauft wird, desto höher steigt sein Preis. Musiker erhalten ab dem ersten Verkauf 85 Prozent des Gewinns, der Rest geht an justaloud.
Das für Musik-Freunde zweifellos spannende Prinzip haben sich die Gründer beim US-Anbieter Amie Street abgeschaut, der sich kürzlich über eine Beteiligung von Amazon freuen konnte. Während Amie Street primär eine Verkaufsplattform für Musik ist, soll justaloud sich zu einer lebhaften Community von Musikliebhabern entwickeln. Christopher Beuchert von justaloud beschreibt das Ziel so: “Wir wollen nicht, dass Justaloud eine reine Verkaufsplattform wird, sondern ein Erlebnisort, um neue Musik entdecken zu können. Das heißt, der Shop soll eigentlich eher ein Feature der Community sein. Das hat natürlich auch Konsequenzen für den Umfang der Community. Neben den typischen Social Networking Funktionen werden wir wichtige Dinge wie ausführliche Funktionen um das Thema Event/Konzerte einfügen.”
Angesichts der großen Zahl von Musik-Communities und Social Music Networks wird es nicht leicht werden, Nutzer bzw. Kunden allein mit der Existenz einer Community zu ködern. Dagegen erscheint mir das Preismodell innovativ genug, um Fans unabhängiger Musiker und Bands eine attraktive Adresse für DRM-freie Musikdownloads zu bieten. Interessant ist die Teilnahme auch für Interpreten, die ohne Plattenlabel ihre Musik verbreiten wollen.
Voraussetzung für einen Erfolg von justaloud ist meines Erachtens nach ein umfangreicher Musikkatalog, der zwar “unabhängige Musik” bietet, aber trotzdem mit bekannten Künstlern der jeweiligen musikalischen Subkulturen aufwartet. Wenn justaloud mittelfristig mit dem musikalischen Angebot von Beatport mithalten kann, dann wird man auch mich als Kunde gewinnen können. Also ran an die Band-Akquise, und bitte nicht nur HipHop ;)
Das folgende Video erläutert das Prinzip von justaloud:
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
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4 Kommentare zu diesem Artikel
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(2. September 2007 21:33) - justaloud - Das deutsche Amiestreet « Lagomorpha - The Blog
(3. September 2007 00:10) - justaloud: je besser, desto teurer « Kulturmanagement
(3. September 2007 20:08)
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Feliks
Hi Martin,
danke für den netten Beitrag :-) Wie du schon richtig ermittelt hast steht bei uns ab sofort die Band/Künstler-Akquise ab oberster Stelle!
Viele Grüße aus Stuttgart,
Feliks
Martin Weigert
Jo viel Glück dabei. Beachtliches Presseclipping, was Ihr im Blog vorweist. Offensichtlich gute PR-Arbeit ;)
Peter
Wie “und bitte nicht nur HipHop”?
Das war der Grund für das gesamte Projekt ;-)
Martin Weigert
That’s Stuttgart ;)