MediaMaster wird Dank Facebook-Applikation noch besser

MediaMasterVor zwei Monaten hatte ich mich als Fan von MediaMaster geoutet. MediaMaster lässt Nutzer kostenlos ihre gesamte Musiksammlung online speichern und streamen. Zwar hat die Oberfläche noch einige ungeschliffene Kanten und auch die Benutzerfreundlichkeit könnte noch verbessert werden, aber der Dienst als solcher und das Streaming funktionieren tadellos. Die Nutzung ist bis auf weiteres gratis (in einigen Monaten sollen Premium-Features eventuell kostenpflichtig werden) und jeder User erhält unbegrenzten Webspace und Traffic für seine (nicht kopiergeschützten) MP3-, WMA- und M4A- (AAC)-Dateien. Beim Upload größerer Datenmengen muss man etwas Geduld haben, aber das für das Hochladen genutzte Java-Applet ermöglicht eine problemlose Synchronisierung. Es reicht aus, den gewünschten Musik-Ordner nach einem abgebrochenen Upload erneut auszuwählen – MediaMaster setzt dann dort fort, wo aufgehört wurde.

mediamasterfacebook.gifWährend MediaMaster schon in seiner bisherigen Form ein toller Service war, sorgt die vor wenigen Tagen veröffentlichte Facebook-Applikation bei mir für neue Begeisterung. Denn damit kann man nun die bei MediaMaster gespeicherten Songs allen Freunden bei Facebook zugänglich machen. Besucher, die auf dem Facebook-Profil vorbeischauen, können mit der MediaMaster-Applikation einen aus den eigenen Musikdateien zusammengestellten Stream genießen. Auch hat das MediaMaster-Team nun eine Funktion eingeführt, mit der man seine Musiksammlung vor öffentlichem Zugriff schützen kann – nur der Stream ist dann noch verfügbar. Beschränkt man den Zugriff hingegen nicht, so führt ein Link von der Facebook-Applikation direkt zur persönlichen Musiksammlung, die dann von allen Facebook-Freunden nach Belieben gestreamt werden kann.

Wer gelegentlich mit unterschiedlichen Computern arbeitet und sowieso gerade bei Facebook eingeloggt ist, kann mit einem Klick auf den entsprechenden Button der MediaMaster-Applikation den Stream der eigenen Songs in Winamp oder im Windows Media Player öffnen. Ein Einloggen bei MediaMaster ist nicht notwendig, und auch ein Ausloggen bei Facebook ist kein Problem. Die strapazierte Batterie meines Archos Gmini freut das sehr.

Eine weitere Neuerung bei MediaMaster ist die Social-Networking-Komponente. Damit kann man Freunde einladen oder hinzufügen und alle Titel streamen, die diese bei MediaMaster hochgeladen haben. Wer bisher noch nicht von MediaMaster überzeugt war, hat nun vielleicht zwei neue Gründe, sich einen Account zuzulegen. Und wer dies macht und noch kein Facebook-Mitglied ist, sollte das auch gleich nachholen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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3 Kommentare

  1. Also es geht nichts über die auch von dir vorgestellte Suchmaschine von seeqpod. Seeqpod hat einfach den Charme der Einfachheit. Ich persönlich weiss nicht, warum ich meine Musiksammlung ins Netz laden sollte. Ich decke meinen Bedarf an Beschallung offline=Festplatte, online=Seeqpod. Wahrscheinlich bin ich zu unsozial ;-) Ich warte also immer noch auf die Killer-Applikation, die eine Registrierung bei Facebook unausweichlich macht.

  2. Die kommt irgendwann ;)
    Sofern Du meinen Beitrag zu Deezer nicht gesehen hast: http://www.deezer.com. Finde ich persönlich besser als Seeqpod.

  3. Ok, danke, morgen mal anschauen. Die Seite ist heute offline.

4 Pingbacks

  1. Ezmo: Ganz einfach Musik mit Freunden teilen » Beitrag » zweinull.cc sagt:

    [...] schießen in den letzten Monaten innovative Web-2.0-Musikanbieter wie Pilze aus dem Boden. Nach MediaMaster, SeeqPod, Deezer und justaloud macht sich nun das norwegische Webangebot Ezmo daran, die Herzen der [...]

  2. Mucelli: stylische Applikation für spontanen Musikgenuss » Beitrag » zweinull.cc sagt:

    [...] Webangebote zum Speichern, Hören und Teilen von Musik (siehe unsere Reviews zu Deezer, Ezmo, MediaMaster, MuViBee, SeeqPod, simfy, Songza und Spotify). Nun, zum Jahresende, trauen sich auch die ersten [...]

  3. Auch tunesBag setzt auf Musik in der Cloud » Beitrag » zweinull.cc sagt:

    [...] mit tunesBag Konkurrenz aus Österreich. In letzter Zeit habe ich mehrmals und ausführlich über derartige Anbieter geschrieben und würde tunesBag deshalb eigentlich keinen eigenen Beitrag widmen. Allerdings [...]

  4. laut.fm User Generated Radio: legal und wirklich nutzbar » Beitrag » zweinull.cc sagt:

    [...] Wahl. Anbieter wie Mixwit (siehe), Muxtape (siehe), SeeqPod (siehe), Deezer (siehe), MediaMaster (siehe) und diverse andere erlauben es, den Player kostenlos in externe Seiten einzubetten. Wer das macht, [...]