Facebook ermöglicht E-Mails an und von Nicht-Mitglieder(n)
Gerne würde ich Euch weniger mit Facebook-Artikeln nerven, doch der konstante Innovations-Fluss beim derzeit angesagtesten Social Network lässt mir keine Wahl. Während die Diskussion um offene Communities die Gemüter erhitzt, kommt Facebook einem solchen Zustand zumindest in kleinen Schritten näher (ist aber trotzdem noch weit davon entfernt, ein offenes Social Network zu sein).
Die aktuellste Neuerung: Wie TechCrunch berichtet, können Facebook-Mitglieder nun auch Nachrichten an E-Mail-Adressen von Usern schicken, die nicht bei Facebook angemeldet sind. Die Mail landet dann inklusive User-Foto im E-Mail-Postfach des Empfängers. Mit einem Klick auf “Reply” wird im Browser eine Facebook-Seite mit einem Antwortformular geöffnet. Eine Anmeldung bei Facebook ist für das Antworten nicht notwendig.

Meines Wissens nach ist Facebook damit das erste Social Network, dass eine Kommunikation zwischen Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern über die Plattform ermöglicht. Dabei profitieren nicht nur Facebook-Nutzer, die damit (theoretisch) zunehmend auf ihre E-Mail-Adresse verzichten können, von dieser neuen, einen Standard setzenden Funktion. Auch der Marketing-Effekt für Facebook ist nicht außer Acht zu lassen. Immerhin erhält Facebook mit sämtlichen Mails an Nicht-Mitglieder eine kostenlose Möglichkeit zur Eigenwerbung und präsentiert sich als fairer Anbieter, der den Empfänger auch ohne Registrierung mit einem Facebook-Anwender kommunizieren lässt.
Gut möglich, dass in Zukunft auch Anzeigen in der Mail oder auf der Antwortseite geschaltet werden. Wie so oft findet Facebook einen Weg, der den Spagat zwischen Berücksichtigung der eigenen Interessen und Mehrwert für den Nutzer schafft. Das ist die eigentliche Stärke von Facebook und der Grund, warum derzeit kein anderer Web-2.0-Dienst eine derartig umfassende Berichterstattung im Netz erhält. Was nun noch fehlt, ist eine Möglichkeit für Nicht-Mitglieder, proaktiv Mails an Mitglieder zu schicken – also ohne vorher eine Nachricht von einem Facebook-Benutzer erhalten zu haben.
Für alle, die bisher vergeblich versucht haben, ihre Freunde zu Facebook einzuladen, bietet das Feature eine neue “Rekrutierungs-Möglichkeit”: einfach die zukünftige E-Mail-Kommunikation über Facebook abwickeln und sie damit langsam und unterschwellig an den Dienst gewöhnen.
Facebook-Gruppe von zweinull.cc
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.


















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Nur eine Benachrichtigungsmail gibt es trotzdem wenn du Facebook-User bist. Das meinen die “großen US-Blogs”.
Cooles Feature, wenn ich Facebook mehr nutzen würde. Aber vielleicht klappt es ja darüber, meine Nutzung zu intensivieren. Bin jetzt auch einmal der zweinull.cc-Gruppe beigetreten.
@ Stu
Hast Recht. Wie einige Kommentare bei TechCrunch zeigen, hat das bei mehreren Lesern dort erst für Verwirrung gesorgt.
@ Paul
Vorbildlich ;)
“Gerne würde ich Euch weniger mit Facebook-Artikeln nerven, doch der konstante Innovations-Fluss beim derzeit angesagtesten Social Network lässt mir keine Wahl.”
Also ich finde es sehr interessant, weil ich nicht bei Facebook angemeldet bin und mich da auch nicht anmelden werde (zumindest in der nächsten Zeit nicht), so kann ich trotzdem erfahren, was es da so neues gibt, ohne irgend welche großen US Blogs zu lesen, also
Weiter so!!!
Danke, das freut mich.
Geile Sache! Jetzt braucht man nur noch ‘ne eigene Facebookadresse. Der Hype!
Die werden wahrscheinlich einen Senkrechtstart hinlegen mit ihrer deutschen Version. Immer mehr Deutsche sind längst auf Facebook unterwegs. Fast jeden zweiten Tag wird man von wem Neues als Freund hinzugefügt.
Als Facebook-Freund höre ich so etwas natürlich gern. Das deutsche Netzwerk wächst derzeit um rund 500 Nutzer täglich. Besser als nichts aber im Vergleich zu studiVZ und anderen Big Playern natürlich noch relativ wenig.
Woher haben Sie denn die Zahlen?
Das ist mein ganz eigenes “Mirroring” der Mitgliederzahlen des deutschen Networks. Die Zahlen sind ja für jeden zugänglich auf der Network-Seite. Ich denke, das Resultat ist recht aussagekräftig. Zwar befinden sich im Germany-Network auch User aus anderen Ländern mit einer Verbindung zu Deutschland, gleichzeitig meldet sich aber nicht jeder User aus Deutschland auch im Network an.
und wie ist das im Vergleich zu Xing?
Dazu habe ich leider keine Zahlen.