Viel Neues von studiVZ und Facebook

facebookstudivz.gifDer ehemalige eBay-Manager Marcus Riecke hat in diesen Tagen auf seinem neuen Chefsessel bei studiVZ Platz genommen. Die bisherigen Geschäftsführer Michael Brehm und Dennis Bemmann übernehmen die Funktion des Chief Operating Officers (Brehm) und Chief Technology Officers (Bemmann). Gegenüber FAZ.NET kündigt Riecke auch sofort einige Neuerungen an: die Internationalisierung wird jetzt verstärkt angegangen, um in Ländern wie Polen, Frankreich, Italien und Spanien schnell über die bisher lediglich vier- bis fünfstelligen Nutzerzahlen hinauszukommen. Zudem soll die deutsche Plattform um eine Jobbörse erweitert werden, eine mobile Version erhalten und einen “Echtzeit-Nachrichtendienst” spendiert bekommen.

Tatsächlich wird es Zeit, dass studiVZ mehr Energie und Geld in die technische Weiterentwicklung des Social Networks investiert. Auch wenn man stets auf die “einfache, intuitive Nutzung der Seite als Erfolgsfaktor” verweist und das auch niemand bestreitet, so sollte man nicht so tun, als würden Innovationen der Seite generell schaden. Um es nicht zu einem sich verstärkenden Abwandern der für eine Community extrem wichtigen Meinungsführer und Early Adopters kommen zu lassen, ist eine “Tuning” von studiVZ essentiell – auch, um endlich für positive Schlagzeilen zu sorgen. Nach dem peinlichen “Ekelvideo-Vorfall” und der missglückten Kampagne “Werbevisionen” müsste man bei studiVZ doch eigentlich genug haben von derartig imageschädigender und kontraproduktiver PR.

Während bei studiVZ im Moment also außer den weiterhin steigenden Nutzerzahlen noch einiges still zu stehen scheint aber so manches geplant ist, lancierte Facebook in den vergangenen Tagen zwei viel beachtete Features. So brachte das vom jungen Mark Zuckerberg geführte Social Network eine für das iPhone optimierte Version der Plattform ins Netz und erhielt dafür Lob in den höchsten Tönen. Manche bezeichnen es als die beste Website für das iPhone überhaupt, andere finden iphone.facebook.com besser als die herkömmliche Variante. Ebenfalls viel Anerkennung und Respekt bekam Facebook für das Bereitstellen von drei RSS-Feeds. Wer möchte, kann nun mittels dieser Feeds Status Updates der Kontakte, von Freunden gepostete Notizen sowie Benachrichtigungen verfolgen, ohne bei Facebook eingeloggt zu sein. Es besteht die Hoffnung, dass weitere ähnliche Funktionen folgen werden und sich der Dienst damit auch in einer Hinsicht öffnet, die das “Mitnehmen” von Daten an Orte außerhalb von Facebook ermöglicht.

Wenn eingefleischte studiVZ’ler ob solch guter Nachrichten von der übermächtigen Konkurrenz vor Neid ganz blass wurden, beruhigten sie sich vielleicht wieder ein wenig, nachdem die Nachricht von den versehentlich ins Netz gelangten Facebook-Quellcode-Stückchen die Runde machte. Diese wurden einer kleinen Zahl von Usern als Folge eines Serverfehlers für kurze Zeit angezeigt. Einer der Betroffenen war offensichtlich sehr neugierig, welches Medienecho eine Veröffentlichung des Codes nach sich ziehen würde. Der eigens dafür gestartete Blog wurde mittlerweile vom Netz genommen und es scheint, als würde sehr schnell Gras über die Sache wachsen.

Die wichtigste aller Meldungen mit Facebook-Bezug nun zum Schluss: Wie das IT- und Technikmagazin silicon.de berichtet, hat ein Paar aus Australien sein in drei Monaten erwartetes Baby bei Facebook angemeldet. Bereits jetzt hat der oder die Ungeborene 100 Freunde in aller Welt.

Facebook-Gruppe von zweinull.cc
Die Facebook-Gruppe von zweinull.cc hat bereits 28 Mitglieder und wir freuen uns über weiteren Zulauf. Leider werden Beiträge auf dem dortigen Diskussionsboard nicht im News Feed erwähnt. Um keine Postings und Diskussionen zu verpassen, schaut regelmäßig auf der Gruppenseite vorbei.

Siehe auch:
Machtkampf: Facebook auf Deutsch vs studiVZ
Facebook-Epidemie im hohen Norden
12 Facebook-Kopien aus aller Welt
Nach dem großen Coup – wie geht es weiter mit Facebook?
MySpace aufgepasst: Jetzt kommt Facebook!

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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