Social Network KWICK! erkennt mobiles Potential

kwick.gifKWICK!, ein im Rahmen der Web-2.0-Berichterstattung relativ unbachtetes, aber mit mehr als 900.000 Mitgliedern großes deutsches Social Network, geht mit dem Mobilfunker O2 eine enge Kooperation ein. In einer Basis-Version können KWICK!-Nutzer über das O2-Handy kostenlos mit ihren drei Lieblingsfreunden innerhalb der Community mit den Messenger-Tools kommunizieren. Wer zwei Euro pro Monat übrig hat, kann das Angebot auf das gesamte Social Network erweitern. Dann steht dem Anwender nahezu die komplette KWICK!-Funktionspalette zur Verfügung. Kosten für den Datentransfer fallen keine an. Lediglich das Hochladen von Bildern via MMS kostet.

Auch wenn sich KWICK! dem Eindruck nach primär an Teenager in den ländlichen und kleinstädtischen Regionen Süddeutschlands richtet und damit keinesfalls als Konkurrenz zu anderen führenden deutschen Communities wie studiVZ oder lokalisten gesehen werden kann, so vollzieht der Dienst in der Kooperation mit dem Mobilfunkunternehmen als erster Anbieter in Deutschland den Schritt zu einer mobilen Echtzeit-Community. Durch den Wegfall schwer abschätzbarer und nutzungsbasierter Kosten für die mobile Nutzung bietet KWICK! seinen knapp eine Million Mitgliedern – sofern sie denn O2-Nutzer sind – einen enormen Mehrwert. Es erscheint wahrscheinlich, dass dadurch sowohl die Bindung der Nutzer an den Dienst als auch die Nutzungsintensität zunimmt.

Angesichts der großen Zahl konkurrierender Social Networks und dem begrenzten Zeitbudget der umworbenen User ist das Anbieten einer kostenlosen bzw. sehr kostengünstigen mobilen Alternative ein cleverer Zug, um sowohl die Aktivitäten innerhalb der Community zu steigern als auch, um sich von Wettbewerbern abzuheben und weiter zu wachsen. Welches Social Network folgt diesem Beispiel?

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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