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Social Networking: Grosse Unterschiede zwischen Ländern

Von Andreas Göldi am 8. Juli 2007 um 18:53 Uhr Kommentare (6)
Kategorien: Analysen

Social-Networking-Sites wie MySpace, Facebook oder Xing sind längst zu einem wichtigen Teil des Internet geworden. Vor allem jüngere User verbringen damit mehr Zeit als mit irgendeiner anderen Nutzungsform. Eine neue Studie zeigt aber, dass wir im Westen noch einen grossen Rückstand aufzuholen haben.

Die Marktforschungsgesellschaft Ipsos Insight hat in einer neuen Umfrage herausgefunden, dass die Unterschiede zwischen den Weltregionen ziemlich dramatisch sind. Während in Südkorea 66% der Internet-User Social Networks benutzen, sind es in den USA nur 32% und in Deutschland gar nur 19%.

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Ein interessanter Effekt ist dabei aber, dass in jeder Weltregion ganz andere Social Networks dominierend sind, wie eine weitere Studie herausgefunden hat.


Dieser Analyse von Valleywag zufolge gibt es etwa ein Dutzend verschiedener Social Networks, die irgendwo in der Welt der Platzhirsch sind. Während beispielsweise MySpace in den USA und Facebook in Grossbritannien dominiert, ist im deutschsprachigen Raum StudiVZ das wichtigste Netzwerk.

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Alle Studien sagen konsistent aus, dass die Nutzungsintensität dieser Social Networks sehr hoch ist. Wenn sich ein bestimmtes Netzwerk also mal durchgesetzt hat, kann es zumindest für einige Zeit mit sehr hoher User-Loyalität und vielen, vielen Page Impressions rechnen.

Aber eins ist gefährlich: Gerade die jüngere Zielgruppe ist sehr sprunghaft, was die Treue zu Social Networks angeht. Das einst so erfolgreiche Friendster wurde nach kurzer Dominanz völlig von MySpace überrollt, und die Cool Kids in den USA sind inzwischen auch schon längst zu Facebook weitergezogen. Die breite Masse wird wohl bald folgen.

Übrigens: Wenn man sich in den USA mit den wirklich coolen Venture Capitalists und Unternehmern online verbinden will, geht man nicht mehr zu LinkedIn, sondern inzwischen auch zu Facebook. Dieses ursprünglich eigentlich voll auf Studierende ausgerichtete Netzwerk hat es nämlich dank seiner exzellenten Benutzeroberfläche und innovativen Plattformstrategie inzwischen geschafft, zum hippen Online-Treffpunkt für unterschiedlichste Altersgruppen zu werden.

Und falls jemand wissen will, ob das alles Hype ist: Venture Capitalists fragen inzwischen in Businessplan-Präsentationen nicht mehr “Was ist Ihre Long-Tail-Strategie?”, sondern “Was ist Ihre Facebook-Strategie?”. Mit anderen Worten: Bubble-Alarm Stufe Rot…


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6 Kommentare

sam

und welche site dominiert wohl in der schweiz?
ich tippe auf myspace…


Sachar

Dieses Ergebnis überrascht mich schon ein wenig. Ich hätte gedacht, dass Deutschland im oberen Mittelfeld positioniert ist. Aber anscheinend haben bisher hierzulande nur die Jüngeren SN als interessante Plattform entdeckt. Daher auch der Erfolg von StudiVZ, die aber wohl allein auf weiter Flur stehen.


Bernd Pitz

Da würde ich mal lieber eine Statistik zur Verbreitung der Alexa-Toolbar dagegen setzen. Die “Studie” bezieht sich nämlich ausschließlich auf Alexa-Daten, die zumindest für Europa äußerst umstritten sind.

Die Autorenschreiben selbst: ”

So, methodology was that we went through this Alexa page, country by country.

We did not include the big portal sites such as Yahoo, even though they have personal pages, and some social network features. In each case, we looked for the social network or blogging site that was highest in the Alexa rankings for each country.

One exception: we awarded the UK to Facebook, rather than Myspace, because they were within one place of eachother, and Facebook is growing much faster.

If a country had no social network site among its top dozen, we left it blank.

Hope this explains things.”
http://valleywag.com/tech/data-junkie/the-world-map-of-social-networks-273201.php


Sachar

Mit dieser Erläuterun bekommt die Studie einen - sagen wir - leicht irrelevanten Charakter.


pelican

social networks sind ja an sich eine sehr spezielle art der vernetzten kommunikation. ich mich überrascht, wie viele unterschiede es innerhalb dieser plattformen gibt.
da hat man studivz und facebook für die studierenden, open bc für die businessleute und (was mir in letzter zeit ganz besonders gefällt) bizzlounge, wo zwar auch opinion leader dabei sind, aber ausnahmsweise wird da nicht über die täglichen börsenachrichten geschrieben, sondern über universelle wertesysteme usw…
die zukunft scheint rosig auszusehen!
hab vor kurzem einen artikel gelesen, wo jetzt sogar filesharing via social networks betrieben wird.
die frage nach der legalität lass ich offen!


Putschi

Universelle Wertesysteme (?) - aha, das is ja mal ganz was anderes, da muss ich mich mal reinklicken.


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