…und jetzt der “Bund”?

Hiobsbotschaft für die Kollegen und Kolleginnen vom Berner “Bund”:

Der Bund Verlag, der die Zeitung Der Bund herausgibt, geht zu 100 Prozent an die Espace Media Groupe über. Die NZZ-Gruppe verkauft Ihre Minderheitsbeteiligung von 40 Prozent.

Das meldet Persönlich.com. Vor drei Tagen habe ich mit einem ehemaligen Bund-Kollegen das Schicksal der Berner Qualitätszeitung diskutiert, und er meinte, solange die NZZ ein Interesse an einer möglichen Lokalzeitungsschiene von St. Gallen nach Bern weiter verfolge, passiere dem Blatt nichts.

Und schon wird weitergepflügt in der Schweizer Medienlandschaft. Inwiefern der “Bund” ins Konzept der neuen Alleinbesitzerin Tamedia passt, die mit der grossen “Berner Zeitung” und dem Tagesanzeiger Synergien sucht, kann sich jeder selber ausrechnen.

Und es folgen die üblichen Sätze:

“Es gab keine Verkaufsverhandlungen der Tamedia oder der Espace Groupe mit der Freie Presse Holding”, erklärt Sprecher Christoph Zimmer gegenüber “persoenlich.com”, “wir bedauern, dass die NZZ mit diesem Schritt zusätzliche Verunsicherung schafft.?

Die Espace will nach eigenen Angaben das Berner Modell mit den beiden Zeitungen Berner Zeitung und Der Bund auch im Rahmen der neuen Aktionärsverhältnisse unter den gleichen wirtschaftlichen und publizistischen Kriterien weiterführen. An der operativen Führung der Bund Verlag AG, die bereits bisher in der alleinigen Verantwortung der Espace lag, ändere sich nichts.

Wir schreiben den 26. Juni 2007.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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