YouTube startet regionale Sites – ohne Deutschland
Bereits seit einiger Zeit wurde über regionale Länderversionen von YouTube spekuliert. Nun ist es offiziell: Heute hat Google sein weltweit führendes Videoportal mit entsprechenden Sprachversionen in neun Ländern gestartet: Brasilien, Frankreich, Irland, Italien, Japan, die Niederlande, Polen, Spanien und Großbritannien. Es ist zu erwarten, dass dieser Schritt insbesondere in Ländern, in denen Englisch als Fremdsprache weniger verbreitet ist, zu einer weiteren Steigerung der Nutzerzahlen führen wird.
Dafür spricht auch ein anderer Aspekt: Nun kann YouTube auch mit nationalen Medienkonzernen Verträge über die Bereitstellung von Inhalten auf den regionalen YouTube-Portalen abschließen und den Content auf diese begrenzen. Laut übereinstimmender Pressemeldungen existieren bereits Abmachungen mit der BBC, France 24, Antena 3 und Cuatro TV aus Spanien, RtP aus Portugal sowie VPRO und NPO aus den Niederlanden. Insbesondere in Frankfreich ist ein großer Konkurrenzkampf zu erwarten. Dort hat das auch international bekannte Videoportal Dailymotion eine Starke Stellung inne.
Eine deutschsprachige Version von YouTube lässt dagegen auf sich warten. Laut ZEIT online wollte Google mit der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) eine Art “Flatrate” vereinbaren, um Probleme mit der Verletzung von Urheberrechten zu vermeiden. Offensichtlich konnten die Verhandlungen darüber nicht rechtzeitig abgeschlossen werden. Zumindest die Domain www.youtube.de war bereits in der vergangenen Woche vom bisherigen Besitzer an YouTube übergeben worden.
Überhaupt stellt sich die Frage, wie nützlich eine deutsche Version von YouTube für Google eigentlich ist. Zum einen nutzt ein großer Teil der deutschen Zielgruppe schon die (wenige komplizierte) englischsprachige Version, zum anderen gibt es mit MyVideo (RTL), Clipfish (Pro7Sat1 30%) und Sevenload (Burda 20%) bereits drei starke Videoportale mit direkter Verbindung zu deutschen Medienhäusern. Die Beschaffung exklusiver und populärer Inhalte für das deutsche YouTube-Portal könnten sich damit verkomplizieren. Angeblich existieren allerdings schon Verträge mit Deutsche Welle TV und dem FC Bayern München.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.




















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Ich denke aber auch, dass das an der typisch deutschen Bürokratie und anderen “offiziellen Hürden” liegt, dass YouTube nicht so recht in Deutschland starten möchte. Gerade für Unternehmen aus dem Ausland ist es uninteressant den deutschen Markt zu erobern. Dadurch bleibt er relativ geschlossen für womöglich innovative Ideen aus dem Ausland. Global Player hingegen haben es leichter. Willkommen in Deutschland!
Ja da ist wohl was dran. Man denke nur an die Probleme nach dem Flickr-Launch letzte Woche.