Web-2.0-Sprayen mit der WOZ
Die Wochenzeitung WOZ macht seit Ende Mai auch etwas mit im Web 2.0. Ihre Leser können Werbung für das Blatt machen, in dem sie mittels eines SMS (zum Normalpreis) Sprüche einsenden, von denen dann die täglich Besten auf ein Werbeplakat gesprayt werden.
Eine gelungene Aktion, denn damit spricht die WOZ den Revoluzzergeist ihrer Leser an. Wer schon immer mal sprayen wollte, sich aber nie getraut hat, den nimmt die WOZ jetzt sanft an die Hand (in Berlin gibt es übrigens Manager-Workshops für kontrolliertes Sprayen). Neben der Hauptsache – die Werbung wird von den Lesern übernommen und es muss kein vielleicht nur mässig kreatives Unternehmen beauftragt und bezahlt werden – generiert die Aktion Aufmerksamkeit und Leserbindung.
Was etwas irritiert an der Kampagne, ist ihr bescheidener Umfang. Genau ein Plakat wird täglich besprayt, nämlich das an der Bushaltestelle Rosengarten in Zürich. Zusammen mit der ebenfalls bescheidenen Dauer (31.05.2007 – 13.06.2007) könnte man darauf kommen, dass entweder kein Geld für mehr da ist oder dass es sich nur um einen Testlauf handelt.
Was ich wissen möchte: Werden die Plakate, auf denen die umliegende Mauer aufgedruckt ist, wirklich besprayt oder werden sie am Computer mit dem Spraytool von Photoshop fixfertig vorbereitet, ausgedruckt und aufgezogen? Und wann wird das Plakat erstmals versprayt?
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.





















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Hallo Ronnie
schön, dass es gesehen wird! Du hast recht, es gibt wirklich nur eine Plakatstelle und wie du bereits vermutet hast, ist das so aus finanziellen Gründen.
Das Plakat wird jeden Tag neu besprayt – von Hand! So wie es sich gehört. Resp. es wir der Mittelstreifen besprayt und dann auf das Plakat geklebt.
Grüsse, Nicole
Ronnie, was hat diese (gelungene) Werbeaktion mit 2.0 zu tun? Nicht viel, oder? Sonst wäre ja jedes SMS-Gewinnspiel eine 2.0-Anwendung. Ich sehe hier weder Ajax noch eine Community. Nur das alte Sprüchli vom user generated content. Aber unter diesen grossen Etikette wankt die bescheidene Plakatstelle schon fast.
@Praetor: User Generated Content hat für mich mehr zu tun mit Web 2.0 als die Wahl der Software oder der Plattform. Eine kleine Community gibt es ja auch schon: Die Menge derer, deren Spruch gesprayt wurde. Würde das jetzt noch erweitert mit der Möglichkeit, zu kommentieren, etc., könnte man schon von Web 2.0 reden. Aber sagen wir, es ist sowas wie User Generated Advertising.
Ein SMS-Gewinnspiel hingegen generiert in der Regel keine Community. Einer, der dort mitmacht, kann nur verlieren oder gewinnen – jedoch keine (anderen zugängliche) Inhalte schaffen.