Vier Bremer Studenten und der amerikanische Traum - Malte Gösche von iliketotallyloveit.com im Interview

Martin Weigert, 22. Mai 2007 um 11.50 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

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Im Dezember vergangenen Jahres gründeten vier Bremer Studenten die Social-Shopping-Plattform iliketotallyloveit.com. Statt sich wie die meisten deutschen Startups auf den hiesigen Markt zu konzentrieren, setzten die Gründer auf den US-Markt – mit großem Erfolg. Malte Gösche, einer der Mitbegründer der Seite, berichtet im Interview mit zweinull.cc über die Gründungsgeschichte, die Vor- und Nachteile der Aktivitäten auf dem boomenden US-Markt und die ablehnende Haltung mancher deutscher Medien. » weiterlesen

Deutsche lieben Wikipedia, YouTube und MyVideo

Martin Weigert, 21. Mai 2007 um 13.03 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Die drei beliebtesten Web-2.0-Angebote bei deutschen Internetnutzern sind Wikipedia, YouTube und MyVideo. Laut Nielsen/NetRatings besuchten im Februar 2007 12,3 Millionen Deutsche Wikipedia. Damit erreicht die freie Online-Enzyklopädie hier zu Lande rund 33 Prozent aller Internetuser, im Gegensatz zu 27 Prozent in den USA und 25 Prozent in Großbritannien. In der Popularität auf Platz 2 steht bei den deutschen Usern YouTube mit 4,9 Millionen Besuchern im Februar, gefolgt von MyVideo auf dem dritten Platz. Das Videoportal von Pro7Sat1 wurde im erwähnten Zeitraum von 3,81 Millionen Nutzern besucht und hat sich damit als führendes deutsches Videoportal etabliert. Insgesamt nutzten im Februar fast 20 Millionen Deutsche Web-2.0-Angebote. Quelle: Pressetext.de

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Inforadio-Podcast:
Diskussionsrunde zum Web 2.0

Martin Weigert, 21. Mai 2007 um 10.43 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Gerade höre ich den Podcast des 41. Zukunftsgespräches vom Berliner Inforadio zum Thema Web 2.0. Alfred Eichhorn diskutiert mit Markus Beckedahl (newthinking communications), Class von Delden (Bereichsleiter Internet-Beteiligungen bei Holtzbrinck Networks), Matthias Ehlert (Chefredakteur der Netzeitung) sowie Dr. Robin Meyer-Lucht (berlin Institute) über das Web 2.0, User Generated Content und die These, dass zuviel Investorengeld für zu wenig gute Ideen zur Verfügung steht. Eine muntere und interessante Runde, die es hier zum Streaming und Download gibt.

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Marketingsünden im Web 2.0 - Namen und Logos sind nicht nur Schall und Rauch

Martin Weigert, 19. Mai 2007 um 14.25 Uhr, 16 Kommentare Kommentare

Eines der Grundprinzipien im Marketing ist es, ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Dienstleistung von der Masse abzuheben. Das damit geschaffene Alleinstellungsmerkmal (Englisch “Unique Selling Proposition”, USP) sorgt für eine geringe Verwechslungsgefahr und eine wachsende Kundenbindung. Dies gilt in nahezu allen existierenden Märkten. Auch das Internet macht keine Ausnahme. Doch offenbar ist das bei manch einem Betreiber von Web-2.0-Angeboten noch nicht angekommen.

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Egal wie gut die Idee hinter einer Webseite ist, so sollte man sich nicht nur darauf verlassen. Gerade der Name einer Seite sowie deren Logo und Design sind sehr wichtig, wenn es um den ersten Eindruck geht. Dieser entscheidet häufig darüber, ob ein Besucher sich die Site und Funktionen näher anschaut oder lieber weitersurft. Genau wie man sich lange mit Finanzierungsmodellen, Zielgruppen und Suchmaschinenoptimierung beschäftigt, so sollte man ausreichend Zeit und Kreativität für die Wahl des Namens und Logos aufwenden. Wer das nicht macht, verringert damit die Erfolgschancen seiner Seite. Zeit für zweinull.cc, die schlimmsten Marketingsünden bei der Wahl des Namens und Logos eines Internetangebots aufzudecken. » weiterlesen

Microsoft:
sechs Milliarden Dollar für Werbefirma

Martin Weigert, 18. Mai 2007 um 14.36 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Nach der Übernahme von Doubleclick durch Google und RightMedia durch Yahoo hat mit Microsoft nun auch der letzte der drei US-Internetriesen einen übernahmewürdigen Werbekonzern gefunden. Microsoft greift tief in die Tasche und zahlt für das Werbenetzwerk aQuantive sechs Milliarden US-Dollar. Mehr hier

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Last.fm ab sofort mit Musikvideos

Martin Weigert, 18. Mai 2007 um 9.36 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

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Last.fm, die mit mehr als 20 Millionen Mitgliedern weltweit größte Social-Music-Community, zeigt ab sofort auch Musikvideos. Genau wie bei den individuellen Audiostreams, die zum Hörverhalten und Musikgeschmack des jeweiligen Nutzers passen, soll es in Kürze personalisierte Videochannels geben. Als eines der ersten Videos steht “Silent Shout” von der australischen Band “The Knife” zum Streaming bereit. Interpreten und Labels können seit einigen Tagen Videos auf die Seite stellen. User, die nach einer bestimmten Band suchen, bekommen dann neben den zu diesem Interpreten passenden Radiostationen auch seine Videos aufgelistet. » weiterlesen

Online-Video:
Kampf der Businessmodelle

Andreas Göldi, 17. Mai 2007 um 15.23 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Kaum ein Tag vergeht ohne Neuankündigung im gnadenlos überhitzten Online-Video-Markt. Eigentlich dachte man ja, dass mit der Akquisition von YouTube durch Google das Gröbste überstanden sein sollte, aber das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Es sind nicht nur zahlreiche Player unterwegs, die Businessmodelle unterscheiden sich auch noch massiv. Da fragt man sich doch, wo die Reise längerfristig hingehen wird. Wie werden wir in Zukunft Bewegtbilder konsumieren?

Treten wir zwecks Behandlung dieser Frage doch mal einen Schritt zurück von der Hektik des Marktes. Historisch gesehen haben die meisten technologischen Innovationen eine solche Phase des intensiven Experimentierens durchgemacht. Der Markt sucht nach einem “Dominant Design” in der Vielzahl der Möglichkeiten (Literaturtipp: James Utterback). Sobald sich ein Design, d.h. eine bestimmte Kombination von Technologie, Preismodell, Vertriebsstruktur usw. durchsetzt, sterben die konkurrenzierenden Designs meistens ziemlich schnell aus oder werden auf Nischen reduziert.

Beispiele dafür gibt es viele. Um nur einige zu nennen:

  • Gewinner: Ottomotor. Verlierer: Wankelmotor, Gasmotor usw.
    Gewinner: VHS. Verlierer: Betamax, Video 2000
    Gewinner: IBM PC und Kompatible. Verlierer: Macintosh, Amiga, Atari ST, etc.
    Gewinner: CD-R. Verlierer: MiniDisc, DAT, DCC
    Gewinner: TCP/IP. Verlierer: Alle anderen Netzwerkprotokolle.

Schon an diesen wenigen Beispielen sieht man, dass sich nicht immer die “beste”, innovativste, billigste oder benutzerfreundlichste Technologie durchsetzt. Die Herauskristallisierung eines dominanten Designs ist ein nichtlinearer evolutionärer Prozess, in dem kleine Ursachen eine dramatische Wirkung haben können. Grundsätzlich kann man aber wohl davon ausgehen, dass es nicht schadet, auf offenen Standards aufzusetzen und viele Vertriebspartner zu haben.

Und noch ein wichtiger Faktor: Am meisten profitiert nicht immer die Firma, die das dominante Design erfunden hat. JVC hat zwar den VHS-Videorekorder erschaffen, aber wurde längst nicht der grösste Hersteller. IBM baut inzwischen keine PCs mehr.

Wie sehen nun die Designvarianten im Online-Video-Markt aus? Es haben sich bereits schon etliche Dimensionen herauskristallisiert, an denen entlang sich die vielen Angebote differenzieren. Wenn man nur mal zwei der wichtigsten nimmt, beispielsweise die Art des Contents (User-generated vs. Professionell) und den Gerätetyp (PC-basiert vs. Standalone) sieht man schon, wie komplex die Marktsituation ist:

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Die meisten Ecken sind offensichtlich schon gut besetzt, bis auf reinen User-generated Content auf einem Standalone-Gerät (fraglich, ob jemand für so eine YouTube-Settop-Box bezahlen würde). Apple hält sich derweilen alle Optionen offen und bleibt schön in der Mitte.

Wie gesagt, Businessmodell-Dimensionen, die man kreativ kombinieren kann, gibt es diverse. Um nur die wichtigsten zu nennen:

  • Gerätetyp: PC vs. Standalone-Gerät vs. Mobile
    Content-Art: Professionell vs. User-generated
    Umsatzherkunft: Werbung vs. Pay-per-View vs. Pay-to-keep
    Auslieferungstyp: Download vs. Streaming vs. Recording
    Granularität: Einzelshows vs. Channels vs. Packages
    Kopierschutz: DRM vs. offen
    Vertriebspartnerschaften: Offene Allianzen vs. nur eigener Brand

Bleibt natürlich die Frage, welches Design sich denn wohl am Schluss durchsetzen wird. YouTube mit Kaufvideos auf dem Fernseher? Eine Settop-Box mit Video-Podcasts von Amazon? Die PC-Software-Version von TiVo? Oder wird es vielleicht mehrere geben, die sich verschiedene Marktsegmente greifen (so ähnlich wie PCs und Spielkonsolen)? Kurz gesagt: Das werden wir erst wissen, wenn es passiert ist. Und das kann locker noch zehn oder mehr Jahre dauern, denn eine so grundlegende Umstrukturierung eines Marktes braucht ihre Zeit.

Natürlich gibt es ein paar Faktoren, die vermutlich einen späteren Erfolg begünstigen. Es schadet nicht, wenn man eine breite Gruppe an Vertriebspartnern hat (wie YouTube mit seinen x Millionen MySpace-Usern und Blogautoren). Es tut nicht weh, wenn man hohe Benutzerfreundlichkeit bieten kann (wie TiVo oder Apple). Und eine grosse installierte Basis (wie sie Microsoft hat) ist auch kein Nachteil. Ob das aber aber die entscheidenden Faktoren sein werden, bleibt abzuwarten.

Businessmodelle sind eben nicht einfach. Vor allem dann nicht, wenn man noch Geld damit machen will.

Werbung im Web 2.0 - die Deutsche Bank zeigt Mut

Martin Weigert, 17. Mai 2007 um 14.59 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Viele Unternehmen sind nach wie vor skeptisch, was das Schalten von Werbung in Web-2.0-Angeboten betrifft. Im Gegensatz zu herkömmlichen Webseiten, bei denen das Werbeumfeld durch Redakteure bestimmt wird, ist der durch Nutzer generierte Inhalt wenig planbar. Als zu groß schätzen viele Werbungtreibende das Risiko ein, dass durch unseriösen oder unpassenden User Generated Content die Anzeige in Mitleidenschaft gezogen wird. Es ist nicht verwunderlich, wenn ein Unternehmen vermeiden möchte, dass seine Banner im Umfeld von Handyclips und Amateurvideos auf einem Videoportal platziert werden.

Die Deutsche Bank zeigt nun Mut und hat sich mit dem Social-Search-Dienst Yahoo! Clever auf ein Sponsoring der Rubrik Wirtschaft & Finanzen geeinigt. Die Benutzer von Yahoo! Clever können ähnlich wie bei Lycos iQ und fragr.de persönliche Fragen an die Yahoo! Community stellen, um individuelle Antworten von anderen Nutzern zu erhalten. Die Deutsche Bank ist mit Anzeigen verteten und stellt jeweils eine “Frage der Woche”.

Auch wenn die Kategorie Wirtschaft & Finanzen ein vergleichsweise “sicheres” Werbeumfeld ist, so ist der Schritt der Deutschen Bank nicht ohne Risiko. Gerade bei der Frage der Woche kann man nicht ausschließen, dass eine Diskussion entbrennt, bei der das Unternehmen selbst in die Schusslinie gerät - ein Problem für sämtliche Web-2.0-Aktivitäten von Firmen. Derzeit allerdings besteht keine Gefahr: Klickt man auf den Link hinter der aktuellen Frage der Woche, so erhält man den Hinweis, dass das Customer Care Team diese wegen des Verstoßes gegen die Community-Richtlinien löschen musste.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Sich selbst einladen bei Joost

Martin Weigert, 17. Mai 2007 um 13.04 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Der offizielle Start der IPTV-Software Joost steht kurz bevor. Auch wenn sich der Dienst nach der anfänglichen Begeisterung in den vergangenen Wochen zunehmend mit kritischen Stimmen auseinandersetzen musste - hauptsächlich wegen Serverausfällen und dem Mangel an attraktiven Programmen - so lohnt es sich, das Programm auszuprobieren. Dem Fernsehen der Zukunft kommt Joost fraglos einige Schritte näher. Wer in diesen Tagen Zeit hat und Internet-TV der neuen Generation schauen möchte, kann sich nun selbst eine Einladung verschaffen. Der US-Blog GigaOm hat in Kooperation mit Joost ein entsprechendes Webformular online gestellt. Einfach Name und E-Mail-Adresse eintragen und der Einladungscode für die Beta-Version von Joost kommt per Mail. Viel Spaß!

Siehe auch
10 Gründe, warum man Joost mögen muss
Joost für alle ab Ende Mai
IPTV-Dienst Zattoo ab Juni in Deutschland

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Die Debatte um deutsche Web-2.0-Kopien und ihr Nutzen

Martin Weigert, 15. Mai 2007 um 21.13 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Das viele erfolgreiche Web-2.0-Projekte in Deutschland ihre Vorbilder in den USA haben, ist für alle am Internetgeschehen interessierten Nutzer hier zu Lande keine Neuigkeit mehr. Doch nun wird darüber auch auf der anderen Seite des Atlantiks diskutiert. Erst vor einigen Tagen veröffentlichte Mashable eine Liste der sieben dreistesten Web-2.0-Kopien, auf der drei deutsche Dienste zu finden waren (Frazr, StudiVZ und wamadu). Gestern widmete sich mit Techcrunch dann auch der wohl bekannteste Internet- und Web-2.0-Blog in den USA dem Thema. Die Kernaussage: Deutschland befindet sich in mitten eines Internet-Hypes, deren schillernde Hauptdarsteller Webangebote sind, die sich ihre Ideen zum großen Teil bei US-amerikanischen Vorbildern geholt haben.

Auch wenn es keine große Ehre für Deutschland ist, statt als Innovator als Nachahmer wahrgenommen zu werden, so hat die aktuelle Diskussion dennoch etwas Gutes: Zum ersten Mal überhaupt erfahren deutsche Websites eine so große Beachtung in den USA. Auch wird zwar über einen gewissen Drang zum Nachahmen geschrieben, doch gleichzeitig drauf hingewiesen, dass viele der vermeintlichen “Kopien” ihre Sache richtig gut machen. Allein die Tatsache, dass die von Techcrunch geplante Reihe über die Internetentwicklung in verschiedenen Regionen der Welt mit Deutschland startet, zeigt die Bedeutung, die man dem bevölkerungsreichsten Land Europas auch im Internet zumisst.

Wenn man bedenkt, wie viele Internet-Neugründungen in Deutschland derzeit jede Woche starten und wie aktiv Investoren sich an diesen beteiligen, so scheint es, als würde Deutschland die nach dem New-Economy-Crash verloren Jahren derzeit im Vorspulmodus nachholen. Und nach der Flaute ist die in Deutschland traditionell wenig vorhandene Risikobereitschaft noch weiter gesunken. Dass man sich bei einem Neustart dann an Angeboten orientiert, die woanders bereits erfolgreich, jedoch auf dem hiesigen Markt nicht verfügbar sind, ist nachvollziehbar. Doch die Phase des Kopierens wird vorübergehen, der Mut kommt zurück. Und auch wenn Deutschland keine acht Twitter-Nachahmer benötigt - die Tatsache, dass alle nach dem Beginn des Twitter-Hypes im März entstanden - innerhalb von nur zwei Monaten - macht deutlich, wie viel Potential und Gründungswille in den Deutschen steckt. Dieses muss lediglich für andere Zwecke genutzt werden, als den User zu fragen, was er gerade macht. Aber dieses “Problem” wird sicher der Markt regeln.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

 
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