8% “Allesfresser”:
Web 2.0 wird nur von Minderheit genutzt

Das Pew Internet & American Life Project ist immer wieder mal für eine interessante Studie gut, wenn auch nur aus amerikanischer Perspektive. Die neuste repräsentative Umfrage untersucht den Umgang von Amerikanerinnen und Amerikanern mit moderner Informationstechnologie.

Bemerkenswert, aber vielleicht nicht sehr überraschend: Web 2.0 ist bisher noch ein Nischenphänomen und wird erst von einer recht kleinen Zielgruppe wirklich intensiv genutzt.

8% der Bevölkerung sind bezüglich ICT nämlich “Omnivores” (Allesfresser) und können sich für restlos alles begeistern, was digital ist. Wenig überraschend sind das vor allem männliche, jüngere, gut gebildete User. Diese Zielgruppe macht primär die regelmässigen User von typischen Web-2.

0-Applikationen aus. Das ist nun ja nicht weiter erstaunlich, da genau diese Gruppe fast immer vorne dran ist, wenn es um neue Technologie geht. Schon bei Web 1.0 anno 1995 war die pionierhafte Usergruppe — genau — jung, vorwiegend männlich und gut gebildet.

Interessant sind die weiteren Typologien. Etwa 31% der Amis gehört zur Obergruppe der “Elite Tech Users” zu denen neben den Omnivores noch die “Connectors”, “Lackluster Veterans” und “Productivity Enhancers” gehören — alles Leute, die Technologie intensiv einsetzen, wenn auch aus unterschiedlicher Motivation. 20% sind “Middle of the Road Users” mit weniger intensivem Technologieeinsatz, und bei den restlichen 49% hat das Pew-Institut “Few Tech Assets” festgestellt: Diese knappe Hälfte der Bevölkerung nutzt neueste Technologie nur wenig, oft widerstrebend oder gar nicht.

Die Produktion von User Generated Content ist laut der Studie noch kein Breitensport: Total nur 19% der Befragten haben schon mal Content aufs Web hochgeladen, 18% haben schon mal Kommentare geschrieben, und 8% haben nach eigener Angabe schon mal gebloggt.

Die Informationstechnologie insgesamt scheint nach wie vor eine Zweidrittelsgesellschaft heranzubilden: 62% der Leute nutzen das Internet “aus Spass”; 67% finden es angenehm, so viel Information verfügbar zu haben, während der Rest sich durch die Informationsflut überfordert fühlt. Die Intensität der Technologienutzung korrelliert zudem ziemlich stark mit dem Haushaltseinkommen: Je besser verdienend, umso mehr Technologie wird in der Regel genutzt.

Eine gute Zusammenfassung gibt es bei Search Engine Land, aber der Volltext der Studie ist allemal einen Blick wert.

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