In letzter Zeit fallen mir beim Surfen durch das Netz immer mehr Webseiten auf, auf welcher der Einsatz des nofollow-Attributes recht bizarre Blüten treibt. Das nofollow-Attribut war ursprünglich dafür gedacht, jene Links zu kennzeichnen, die von Google für die Bewertung von Webseiten nicht berücksichtigt werden sollen. Links etwa, welche von Usern selbst eingegeben werden können und über die man als Betreiber einer Webseite somit keine Kontrolle hat. So nützlich die Idee dahinter ist, so wird diese Methode in der Praxis jedoch immer mehr ad absurdum geführt. Der Trend unter Webseiten-Betreibern nämlich, pauschal alle ausgehenden Links mit diesem nofollow-Attribut zu versehen scheint immer mehr zuzunehmen. Der Grund: Die gesamte Linkkraft kann auf bezahlte Links gebündelt werden, denen somit insgesamt mehr der begehrten Linkkraft zugute kommt. Die Idee des Links als Stimmabgabe eines Seitenbetreibers für empfehlenswerte Seiten wird damit jedoch zunichte gemacht.
Matt Cutts, seines Zeichens oberster Spam-Jäger bei Google und Betreiber eines der für die SEO-Szene einflussreichsten Blogs, lies neulich mit diesem Blogbeitrag aufhorchen, in welchem er Möglichkeiten vorstellte, mit welcher bezahlte Links an den Suchmaschinen-Giganten gemeldet werden können. Erstmal natürlich alles rein für Forschungszwecke, wie Cutts versicherte, keine Webseite werde dadurch schlechter gerankt. Nichts desto trotz führte diese Meldung zu wilden Spekulationen. Sind Google bezahlte Links etwa ein Dorn im Auge?
Nicht nur die zuvor erwähnten Praktiken lassen für mich nur einen Schluss zu: Sie müssen es sein. Ich denke, würde Google wirklich nur die Links von Webseiten so wie sie sind als Kriterium heranziehen, sähen die Ergebnisse der Suchmaschine ganz anders aus. Wie viele PageRank-starke Web-Seiten gibt es denn heute noch, welche nicht irgendwo ein paar bezahlte Links platziert haben? Der Markt für Text-Links ist jedenfalls riesig.
Um dem Problem Herr zu werden kann man zum einen die Relevanz der einzelnen Links bewerten (was Google auch schon macht) und zum anderen die Weisheit der Massen zu diesem Zwecke für sich zu nutzen und Google wäre ganz schön schlecht beraten, das nicht zu tun. Letztendlich sind es ja nicht Webseiten-Betreiber, die über das Ranking von Webseiten bestimmen sollen, sondern die User selbst.
Instrumente um das Nutzerverhalten in die Suchmaschinenergebnisse einfließen lassen zu können, hält Google mehr als genug in der Hand: Den Google RSS-Reader zum Beispiel. Mit diesem Werkzeug lassen sich die Popularität von Blogs und Nachrichtenseiten hervorragend bewerten. Doch damit nicht genug. Google bietet bekanntlich den populären E-Mail Dienst Google Mail an. Kein Geheimnis ist es, dass der Inhalt der E-Mail-Nachrichten dort automatisiert ausgelesen wird, um kontextbezogene Werbung anzuzeigen. Was spräche also dagegen, den Text nicht gleich auch nach Links zu scannen, um diese in das Webseitenranking mit einfließen zu lassen?
Natürlich hat niemand den Beweis dafür, dass Google so etwas tatsächlich auch macht. Wer solche Überlegungen aber für völlig aus der Luft gegriffen hält, sollte sich diesen Blogbeitrag auf problogger zu Gemüte führen: How Google Blogsearch ranks your Posts… In their own words!. Hier ist von einem Google-Patentantrag für die Bewertung von Blog-Beiträgen die Rede, für welche die eben erwähnten Kriterien (Anzahl der RSS-Abonnenten, Erwähnung des Beitrags in E-Mails und mehr) herangezogen werden.
Alles natürlich im Sinne der guten Suchergebnisse …
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Zu diesem Zweck wurde auch das aus San Francisco stammende Unternehmen Tonic Systems von Google gekauft, wie im Google Blog nachzulesen ist. Google beschreitet damit vermutlich einen ähnlichen Weg wie bei Writely, das später in Google Docs aufging.
Das Release der Google-Präsentationssoftware ist für den Sommer geplant.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Weil wir gerade so schön beim Thema Startups sind: Jens Kunath, Geschäftsführer der gleichnamigen Beteiligungsgesellschaft, schreibt heute in seinem Blog, dass er seit drei Monaten auf Ausschau nach Web-Startups ist, denen er mit “Kapital, Kontakten und Know How” unter die Hände greifen kann, jedoch trotz intensiver Suche bisher niemanden finden konnte.
Hatte die “Welt” also doch Recht? Beschränkt sich die deutschsprachige Web 2.0-Szene wirklich nur auf das Kopieren von bestehenden Projekten? Wenn man sich die wie Pilze ausdemBoden sprießenden Twitter-Clones ansieht könnte man das ja wirklich fast wirklich meinen.
Keine neuen Ideen im Land der Denker? Das glaube ich nicht … ich bin mir sicher, dass sich tausende kreative Köpfe unter uns tummeln, die gute Ideen haben und denen es nur an Kapital und Unterstützung fehlt, um groß rauszukommen. Auf jeden Fall ist es ein sehr positives Signal, dass so viele Investoren bereit sind, in diesen Markt zu investieren. Herrn Kunath wünsche ich auf jeden Fall viel Glück bei seiner Suche :)
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Das Wort Startup ist wieder angesagt! Nach dem Platzen der New-Economy-Blase 2000/2001 kam der Begriff ein wenig in Verruf und wurde seitdem häufig mit unfertigen und träumerischen Geschäftsmodellen in Verbindung gebracht wurde. Doch mit dem aktuellen Internet- und Web-2.0-Boom kommt das Startup unaufhaltsam zurück.
Ein neuer Blog widmet sich ab sofort auschließlich der deutschen Startup-Szene. Unter www.deutsche-startups.de gibt es täglich Aktuelles, Informatives und Insidernews rund um aufstrebende Neugründungen, vorrangig aus dem Internetbereich. Hinter dem Angebot steht die DS Media GmbH, zu deren Investoren das Samwer-Trio mit ihrem European Founders Fund sowie Holtzbrinck Ventures gehören. Geschäftsführer des Unternehmens ist Stefan Vosskötter, Gründer des Social-News-Portals Webnews.
Fairerweise sollte man angesichts der hochkarätigen Besetzung und der eigens gegründeten GmbH mit dem Begriff Blog aber vorsichtig sein. Letztlich handelt es sich um eine professionelle und gewinnorientierte Branchen-Newsseite im Blog-Gewand - die sicherlich viele interessante Inhalte bieten wird.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Vielleicht kennt Ihr das ja auch: Man liest irgendwo einen Artikel, in dem eine Website erwähnt wird, von der man noch nie gehört hat. Als neugieriger und am Web-Geschehen interessierter Mensch stattet man der Seite einen Besuch ab - und ist überrascht: Wider Erwarten stößt man auf ein komplexes, mit vielen Features gespicktes Internetangebot, dass zudem bereits über eine beachtliche Userzahl verfügt.
Mir geht das häufig so. Durch die aktuelle Gründerwelle, den Web 2.0-Hype und die gute wirtschaftliche Lage tauchen permanent neue Seiten auf. Gleichermaßen erhalten bestehende, bislang wenig präsente Webprojekte umfangreiche Relaunches. Ein Internetfreund wie ich muss sich dabei eingestehen, dass es nicht mehr möglich ist, den kompletten Überblick zu behalten. Nicht über Websites aus Deutschland und schon gar nicht, was Services aus den USA betrifft.
Wer das kennt und sich den Sachverhalt trotzdem noch einmal vor Augen führen möchte, sollte bei KillerStartups.com vorbeischauen. Auf der Seite, die primär für Investoren gedacht ist, stellen User Internet-Startups vor - vornehmlich aus den USA - und bewerten diese. Eine unerschöpfliche Quelle für alle Web-2.0- und Internetinteressierten, die sich die Nacht mit Surfen und Ausprobieren neuer Dienste um die Ohren schlagen wollen!
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Ein für viele leidiges und mit einem gewissen Paranoia-Image behaftetes Thema ist der Datenschutz im Web 2.0. Auch wenn die meisten Menschen “nichts zu verbergen haben” kann einem das vollständige Offenlegen seiner Privatsphäre doch irgendwann zum Verhängnis werden.
In diesem Artikel versuche ich daher, die möglichen Gefahren aufzuzeigen, sowie Anwender-Strategien zu erörtern, um seine Privatsphäre im Web 2.0 besser schützen zu können.
Gefahren
Viele Anwender sind sich oft gar nicht darüber bewusst, welche Konsequenzen es haben kann, wenn man seine Privatsphäre und Aktivitäten im Netz allzu unbedacht für jedermann nachvollziehbar macht.
So bedenken viele etwa nicht, dass Veröffentlichungen, die man einmal ins Netz stellt und es dort schaffen die Runde zu machen, nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Noch brisanter wird es, wenn dabei nicht nur die eigenen sondern auch die Persönlichkeitsrechte Dritter verletzt werden. Ein besonders krasses Beispiel ist der Fall eines Mannes, welcher ein privates Sex-Video seiner Ex-Freundin im Netz verbreitet hat. Da es nicht mehr möglich ist, eine solche Datei jemals wieder aus den Netz zu entfernen, wurde der Mann deshalb auch zurecht mit einer entsprechend hohen Strafe bedacht.
Ein gutes Video zu diesem Thema namens “Think before you post” findet sich auch bei YouTube:
Eine weitere Tücke, derer sich vor allem jugendliche Internet-Nutzer oftmals nicht bewusst sind: Das Netz vergisst nicht. Einem heute 16 jährigen kann es in zehn Jahren vielleicht zum Verhängnis werden, wenn er auf einer Community-Seite es als eines seiner Hobbys angibt, gerne Gras zu rauchen und er darüber bloggt, wie er letzte Woche im Ausnüchterungszimmer des örtlichen Krankenhauses aufgewacht ist. Denn selbst wenn die Daten nach dem Durchleben der pubertären Phase von den originären Webseiten nachträglich geändert oder gelöscht werden, ist es durch Caching-Dienste wie Archive.org ein leichtes, diese Daten auch in Zukunft abzurufen.
Es dürfte auch nur noch eine Frage der Zeit sein, bis kriminelle Banden das soziale Web für sich entdecken. Social Engineering und Phishing klappt umso besser, je personalisierter sich die Nachrichten gestalten lassen, in denen der arglose Anwender gebeten wird, einen Dateianhang zu öffnen oder seine PINs einzugeben. Hier hilft nur erhöhte Wachsamkeit sowie Sensibilisierung der Anwender.
Strategien für Anwender
Zugegebenermaßen ganz schön viel schwarzgemalt jetzt. Aber um es vorwegzunehmen: Ich möchte hier jetzt nicht propagieren, als Schutzmaßnahme gleich allen Web 2.0-Diensten zu entsagen. Eine Taktik nämlich die damit vergleichbar wäre, künftig das Einkaufen von Lebensmitteln zu unterlassen, um es zu verhindern das Opfer von Taschendieben zu werden. Vielmehr heißt es, sich der Gefahren bewusst zu sein und Mittel einzusetzen, welche das Ausspähen von persönlichen Daten erschweren.
Welche Daten veröffentliche ich über mich?
Als allererste und wichtigste Frage sollte man sich stellen: Welche Web 2.0-Dienste bringen wirklich einen Nutzen für mich und welche Daten soll ich dort veröffentlichen? Ist es wirklich notwendig, jeden Schritt den ich mache öffentlich zu verlautbaren? Möchte ich, dass private Bilder und Gedanken für alle möglichen Leute (Nachbarn, Arbeitskollegen, etc…) frei zugänglich sind ohne darüber Kontrolle zu haben?
Doch nicht nur was man über sich selber veröffentlicht gilt es zu Bedenken. In vielen Web 2.0-Anwendungen ist es Leuten auf der Kontaktliste ebenso möglich, Daten über einen selbst zu veröffentlichen. Ein bekanntes Beispiel: Das Verlinken von Fotos auf StudiVZ. Fügt man selber solche Daten hinzu, sollte man sich die Frage stellen, ob es zu Problemen führen kann, Informationen über Dritte zu veröffentlichen.
Unterschiedliche Pseudonyme verwenden
Wer ein und den selben Benutzernamen für viele Dienste verwendet, gibt unter Umständen enorme Informationen über sich Preis: Welche Waren zu welchem Preis habe ich neulich bei eBay gekauft? Welche Webseiten habe ich kürzlich besucht? Welche Artikel habe ich auf Wikipedia bearbeitet?
Wer es anderen erschweren will, auf diese Weise an ein vollständiges Personenprofil zu gelangen, dem ist es anzuraten, mit verschiedenen Pseudonymen und Benutzernamen zu arbeiten. Schon bei der Registrierung ist es ratsam, für jeden Dienst eine eigene E-Mail-Adresse zu verwenden.
Datenfreigaben überarbeiten
Das Verwenden von Pseudonymen ist allerdings nicht immer möglich. In Business-Portalen wie Xing oder LinkedIn etwa würde man sich wohl eher lächerlich damit machen - außerdem wird man in den Nutzungsbedingungen ohnehin dazu angehalten wahrheitsgemäße Angaben zu seiner Person zu machen.
Sehr wohl kann man sich jedoch fragen, ob es denn wirklich notwendig ist, sämtliche private Adressdaten und Telefonnummern zu hinterlegen, selbst wenn diese nicht für jedermann freigegeben sind.
Man sollte sich nämlich immer darüber im Klaren sein, dass auch nicht allgemein zugängliche Daten in sozialen Netzwerken in unbefugte Hände gelangen können – Durch Programmierfehler, Cracker-Angriffe und dergleichen mehr. Beispiele aus der Vergangenheit gibt es genug, wie etwa bei StudiVZ oder Flickr. StudiVZ etwa schließt in seinen neuen AGB eine Haftung dafür aus, sollte es Dritten gelingen, Daten auszuspähen. Zufall? Wohl kaum.
Verknüpfung verschiedener Profile vermeiden
Bedient man sich, wie im weiter oben erwähnt, unterschiedlicher Benutzernamen, dann sollte das gegenseitige Verlinken der eigenen Nutzerprofilen zueinander natürlich vermieden werden. Gelangt der neue potentielle Arbeitgeber nämlich trotzdem mit zwei Klicks vom Xing-Profil auf das YouTube-Video, auf denen zu sehen ist, wie man gerade neben einen 200-Liter-Eimer Sangria kotzt kann dies der künftigen Karriere unter Umständen abträglich sein.
Selbst wenn der aktuelle Trend dahin geht, die verschiedenen sozialen Netzwerke untereinander zu verknüpfen, ist es trotzdem ratsam, jeden Dienst für sich alleine stehend zu betrachten - oder zumindest die Dinge sauber zu trennen. Es spricht ja nichts dagegen, wenn man einen Flickr-Account als Blog-Bilder-Hosting-Dienst verwendet, solange man denselben Account nicht auch für die privaten Urlaubsbilder verwendet.
Aber nicht nur direkte Verlinkungen sollte man vermeiden, vielmehr sollte man auch Angaben entfernen, welche doch wieder eindeutig auf die Person rückschließen lassen, wie Skype-Namen, E-Mail-Adressen und so weiter.
Indizieren von Daten verhindern
Wer von uns hat nicht schon mal nach einem Namen aus dem Bekanntenkreis bei Google gesucht? Dabei ist es ein leichtes, Daten vor Suchmaschinen zu verstecken - zumindest vor den großen, ethisch korrekt arbeitenden. Die simple Verwendung eines noindex-Tags in den Meta-Tags verhindert schon, dass eine Webseite indiziert und die Seite so aufgefunden werden kann.
Will man verhindern, dass Texte indiziert werden, so kann man sich auch Bildern bedienen, die Texte enthalten, muss sich aber bewusst sein, dass darunter die Barrierefreiheit leiden kann.
Es kann auch sinnvoll sein, es Archivierungsdiensten zu untersagen, die Seiten in ihren Cache aufzunehmen. Eine Anleitung dazu findet sich hier.
Bevorzugt Dienste mit HTTPS-Verschlüsselung verwenden
Eine Warnung, die es seit Anbeginn des Webs regelmäßig runtergebetet wird und dennoch nicht oft genug wiederholt werden kann: Alle Daten im Internet werden in der Regel (und das schließt abgesendete Formulardaten und Passwörter mit ein) ohne jegliche Verschlüsselung übermittelt. Allen Stationen die ein Datenpaket auf dem Weg zwischen Anwender und Server passiert ist es mit geringstem minimalen Aufwand möglich, den Datenverkehr abzuhören.
Abhilfe schafft hier SSL, wie es zum Beispiel Banken für Online-Banking verwenden. Leider muss jedoch der Anbieter eines Web-Dienstes diese Form der Verschlüsselung unterstützen, was sehr häufig nicht der Fall ist. Ein Grund, warum die SSL-Verschlüsselung bis heute keine allgemeine Verbreitung gefunden hat dürfte sein, dass diese für die Webserver eine stark erhöhte Belastung darstellt - und ein Webserver somit weniger Verbindungen gleichzeitig annehmen kann. Ebenso sind SSL-Zertifikate mit hohen Kosten verbunden sind, wenn man sich diese von einer vertrauenswürdigen Stelle wie Thwate oder VeriSign ausstellen lässt. Man kann durch Feedback dem Betreiber seiner Lieblings-Web 2.0-Dienste dennoch signalisieren, dass solche Features von den Usern gewünscht werden.
Fazit
Will man die Vorteile und Möglichkeiten des Web 2.0 in vollem Umfang nützen, dann lässt es sich nicht vermeiden, gewisse Daten über sich Preis zu geben. Wichtig ist es dennoch, sich Gedanken darüber zu machen, welche Daten man veröffentlicht und es zu verhindern, Dritten allzu leicht die Möglichkeit zu geben, ein umfassendes Personenprofil erstellen zu können.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Das Portal, welches für den US-Markt bereits vor sechs Wochen gestartet wurde, will “das Beste des Web 2.0″ in einem Dienst vereinen: E-Mail-Service, Datei-Austausch & soziale Netzwerke. Mittelfristig ist geplant, die derzeitigen Lycos-Dienste Mail, Chat und Love@LYCOS im Laufe des Jahres vollständig in den neuen Dienst aufgehen zu lassen.
Man könnte also auch von Lycos 2.0 sprechen ;) Man darf gespannt sein, ob sich die ehrgeizigen Ziele, Marktführer in diesem Segment zu werden verwirklichen lassen. Mit derzeit rund 6 Millionen Lycos-Mail Nutzern befindet sich Lycos aber schon mal in einer durchaus guten Ausgangsposition - allerdings bleibt vermutlich abzuwarten, ob es Lycos gelingt, auch eine große Anzahl an Nutzern außerhalb des bestehenden Stammes zu gewinnen und sich im immer dichter werdenen Markt an sozialen Netzwerken zu behaupten.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Der Kampf um den Onlinemarketing-Spezialisten DoubleClick ist beendet. Google übernimmt den Vermarkter für sagenhafte 3,1 Milliarden US-Dollar. Yahoo und Microsoft, die ebenfalls interessiert waren, gehen leer aus. Nach dem Aufsehen erregenden Kauf von YouTube für 1,6 Milliarden Dollar im Oktober 2006 und einer langen Liste “kleinerer” Übernahmen setzt Google damit noch einen drauf und ist ab sofort auch eine relevante Größe im Vermarktungsgeschäft von Webseiten.
So sinnvoll und eventuell sogar notwendig eine solche Akquise für Google auch war, frage ich mich, ob Googles zunehmende Dominanz in vielen Bereichen des Internets nicht Anlass zur Sorge gibt. DoubleClick bestückt zahlreiche der größten und meistbesuchten Websites weltweit mit Bannern und anderen Werbeelementen. Durch die Übernahme dominiert Google nicht länger NUR das textbasierte Suchmaschinenmarketing, sondern auch die klassische Bannerwerbung. Die Google-Suchmaschine ist weltweit die unangefochtene Nummer eins. Google Mail setzt Standards und gehört zu den führenden E-Mail-Diensten. YouTube ist die größte Videoplattform und wird durch Google Video verstärkt. Weitere relevante Dienste von Google sind die Produktsuchmaschine Froogle, das Blogportal Blogger.com, der Instant Messenger Google Talk und die Fotoplattform Picasa.
Unbestritten liefert uns Google fast ausschließlich praktische, nützliche und allseits beliebte Angebote. Doch monopolistische Tendenzen sind niemals gut, da macht das Internetgeschäft keine Ausnahme. Besonders deutlich wird das im Onlinemarketing, wo die Dominanz eines einzelnen Anbieters langfristig sicherlich nicht vorteilhaft für die Werbepreise ist.
Google entwickelt sich nach und nach zu dem allgegenwärtigen Unternehmen, das Microsoft für viele Computernutzer in den 90er Jahren war - nur jetzt eben in anderen Geschäftsfeldern. Bleibt zu hoffen, dass den Internetverwendern daraus nicht bald Nachteile entstehen. Und das Yahoo, Microsoft und vielleicht auch Unternehmen XY der Dominanz von Google Grenzen setzen können.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Die deutsche Wirtschaft brummt! Überall liest man Erfolgsmeldungen über sinkende Arbeitslosenzahlen, steigende Steuereinnahmen und eine wachsende Zuversicht der Unternehmen. IT-, Multimedia- und Internetfirmen sind Antreiber und Profiteure gleichermaßen. Neugründungen und Einstellungen im großen Stil sorgen für ein enormes Wachstum der Branche. Die Umsätze der E-Commerce-Anbieter steigen, was zusammen mit der Verlagerung von Werbebudgets klassischer Offline-Anbieter ins Internet zu explodierenden Online-Werbeumsätzen führt.
Die Folge: Auch wenn manch ein Web-2.0-Unternehmen noch tief in den roten Zahlen steckt, so steigen für die meisten Angestellten im Internet- und Multimedia-Bereich die Gehälter deutlich. Das berichtet «Werben & Verkaufen« (w&v) in seiner heutigen Online-Ausgabe. Die durchschnittliche Steigerung für Angestellte in Werbung, Multimedia, Marketing und Vertrieb liegt demnach bei vier bis sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Dabei können sich laut w&v besonders Angestellte in New-Media-Unternehmen freuen: «Rasant wachsende Kundenbudgets für Multimedia-Kampagnen lassen die Nachfrage nach Online-Spezialisten mehr und mehr ansteigen« Mobile- und Suchmaschinenmarketing-Experten sowie Online-Strategen können dem Bericht nach «fast überall mit breiter Brust in die Gehaltsgespräche gehen«. Zitiert wird Alexander Dewhirst, Chef der Berliner Personalagentur «Designerdock«, der meint, bei einem Jobwechsel in diesen Bereichen währen mühelos zehn bis 15 Prozent Lohnzuwachs möglich.
Es scheint, als werden nun alle die belohnt, die während der Flaute der letzten Jahre durchgehalten oder trotz dieser eine Tätigkeit im Internet- und Multimedia-Bereich angestrebt haben. Und auch für alle anderen ist es noch nicht zu spät: Nach Angaben des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW), den die w&v zitiert, sind derzeit rund 5.000 Stellen in der Branche nicht besetzt.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Es war wohl noch nie leichter als heute, Investoren für ein viel versprechendes Internetprojekt zu gewinnen, mediale Präsenz herzustellen (auch Blogs wie diesem sei Dank) und schnelle Bekanntheit zu erlangen. Die Kehrseite der Medaille: Viele versuchen dies. Das sorgt für einen unübersichtlichen Markt mit vielen großen und kleinen Anbietern, die sich gegenseitig ins Gehege kommen.
Davon besonders betroffen sind Social Networks. Abgesehen von den großen US-Diensten wie MySpace (das kürzlich auch eine deutsche Version gestartet hat), Friendster, Yahoo 360° oder Bebo, buhlen auch viele deutsche Plattformen um die Gunst der User. Einige konnten sich bereits fest in der deutschen Web-2.0-Kultur verankern, allen voran StudiVZ mit rund 1,8 Millionen Mitgliedern und mit etwas Abstand die lokalisten (rund 600.000 registrierte Nutzer im Januar 2007). Viele andere Netzwerke sind noch nicht so weit und versuchen, sich gegen die immer übermächtiger erscheinende Konkurrenz der Dank zahlreicher Investoren finanziell gut ausgestatteten Big Player zu behaupten. Als Beispiele seien hier JoinR und 7just7 erwähnt.
Und es wird noch enger! Im März startete bloomstreet. Das noch in der Beta-Version befindliche Social Network aus Berlin möchte eine führende Rolle bei Deutschlands Online-Communities einnehmen. Zu den Investoren gehört mit Bertelsmann ein Schwergewicht im deutschen Medienmarkt, was sicher keine schlechte Ausgangsposition ist. Doch allein davon kommen die User nicht. Nun muss man sich also beweisen. Leicht wird das auch deshalb nicht, weil ab Montag noch eine weitere Internetgröße im Community-Markt mitmischt: Dann startet WEB.DE (zum United Internet Konzern gehörend) sein soziales Netzwerk unddu.de.
Angesichts dieser Entwicklung ist es interessant zu erfahren, wie zufrieden man im Hause bloomstreet mit dem Launch ist und wie man im Kampf um die Nutzer gegen die Konkurrenten bestehen möchte.
Meine Mail mit diversen Fragen wurde prompt von Justus Hug, Director Communications bei der W/RITE MEDIA GmbH - dem Betreiber von bloomstreet - beantwortet. Genaue Angaben zu den Nutzerzahlen möchte er noch nicht machen, doch man sei mit dem bisherigen Start der Community, die momentan rund 60 Prozent des geplanten Funktionsumfangs enthält, sehr zufrieden.
Am Wichtigsten für bloomstreet ist es zurzeit sicher, schnell bekannt zu werden. Allerdings ist man laut Justus Hug hinsichtlich intensiver Marketingmaßnahmen noch in der Vorbereitung. Vermutlich wartet man auf das Feedback der Beta-Tester. Aber für die Zukunft geplant sind ungewöhnliche Below-The-Line (= Marketing abseits klassischer Mediawerbung) und Guerilla-Maßnahmen. Primär sollen besonders kreative und kommunikative Nutzer angesprochen werden.
Doch was möchte man diesen Usern bieten, um sie für bloomstreet zu gewinnen? Justus Hug weist darauf hin, dass bloomstreet “als erstes deutsches Netzwerk nahezu unbegrenzte Möglichkeiten der Integration bestehender Inhalte bietet.” Ein Beispiel: Nutzer können eigene Fotos und Videos von anderen Plattformen, Blogs und RSS-Feeds per Drag & Drop auf dem bloomstreet-Profil positionieren.
Wie auch bei MySpace setzt man viel auf die Macht (und die Popularität) der Musik, möchte allerdings eigene Wege gehen. Künstler präsentieren sich und ihre Songs auf eigenen Seiten. Die Tracks können dann vom User im persönlichen Music-Player eingebunden und auf dem eigenen Profil weiterempfohlen werden. Die Bandpromos werden redaktionell von bloomstreet unterstützt und betreut. Laut Justus Hug entscheidet bei bloomstreet statt der Musikindustrie die Community über den Erfolg der Künstler.
Den Start von unddu.de nimmt man bei bloomstreet ganz locker. Justus Hug erwartet, dass sich die unddu.de-Nutzer anfangs hauptsächlich aus den WEB.DE-Usern zusammensetzen werden. Diese sind durchschnittlich älter als die von bloomstreet anvisierten Anwender zwischen 14- und 29. Aber natürlich werde man sich bei bloomstreet “genau anschauen”, was bei unddu.de passiert.
Es wird spannend im Kampf um die besten Plätze in Deutschlands Social-Network-Elite!
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Diese Woche launchen auf den 2 konkurrierenden Konferenzen Techcrunch50 und DEMOfall 08 insgesamt über 120 neue Angebote im Web. Wir werden im Lauf der Woche die Besten unter ihnen vorstellen. » weiterlesen
Clive Thompson beschreibt in der New York Times, worin die Faszination in den Update-Strömen liegt, die man im Facebook-Newsfeed und Microblogging-Diensten wie Twitter vorfindet. » weiterlesen