Kostenlos telefonieren mit Jubii:
Erster Einblick in den neuen Dienst

Neben Unddu ging diese Woche ein weiterer neuer Dienst online: Lycos startete wie angekündigt Jubii – in der ersten Ausbaustufe mit einem E-Mail Client, einem Messenger sowie einem Datei-Austausch-Service. Weitere Dienste wie JubiiWorld (Chat), JubiiDate (Single-Börse) und JubiiPages (Homepage-Baukasten) folgen noch.

Die Registrierung ist recht simpel gehalten und begnügt sich mit der Angabe von Vor- und Nachname sowie Wohnort und Alter und geht alles in Allem schnell von der Hand.

Hat man sich registriert und loggt sich das Erste mal ein, so findet man einen aufgeräumten E-Mail-Webclient vor sich, der sehr Web 2.0ig durchgestylt ist. Die gefällige Oberfläche wird allerdings jetzt schon durch extrem penetrante Werbebanner getrübt, die es wirklich anstrengend machen den Dienst zu nutzen. Auch das Targeting scheint noch nicht ganz ausgefeilt zu sein, anders kann ich es mir nämlich nicht erklären, dass ich andauernd Hormonpflaster zur Verhütung angeboten bekomme. Natürlich verstehe ich Jubii, dass sie irgendwie auch ihr Geld verdienen müssen, aber man könnte es sich durchaus überlegen, ob man Werbung nicht auch auf eine dezentere und gezieltere Art und Weise machen kann – besonders unter dem Aspekt, dass man User ja dazu bewegen möchte, den Dienst täglich zu nutzen.

jubii-banner.png

Neben dem E-Mail-Client gibt es in der aktuellen Version noch eine Kontaktverwaltung sowie einen Medien-Manager. Diesen kann man verwenden um Dateien wie Bilder und Videos zu verwalten und diese mit seinen Kontakten auszutauschen. Jede Datei darf maximal 10 MB groß sein (Ausnahme: Videos mit 20 MB bzw. 10 Minuten Länge). Das Hochladevolumen beträgt pro Monat 500 MB und insgesamt stehen jedem Nutzer 10 Gigabyte zur Verfügung.

Das wirkliche Killer-Feature von Jubii ist derzeit allerdings, dass man kostenlos telefonieren kann. So sind in der derzeit laufenden Beta-Phase kostenlose Gespräche nach Deutschland, Österreich, Dänemark, Frankreich, Italien, in die Niederlande, Spanien, Großbritannien, in die USA und nach Kanada möglich. Die Gesprächsdauer ist allerdings auf maximal fünf Minuten begrenzt und funktioniert vom Prinzip her wie bei Jajah: Man gibt seine eigene Nummer an, die Nummer der Person die angerufen werden soll und klickt auf “Anrufen”. Danach läutet das eigene Telefon und die Verbindung wird hergestellt. Die Verbindungsqualität ist recht passabel, jedenfalls als ich den Dienst ausprobiert habe.

Fazit
Trotz nett gestalteter Obefläche vermag Jubii ebensowenig wie Unddu Begeisterungsstürme in mir hervorzurufen. Jedoch muss man auch hier dem Dienst erst Zeit geben, bis er eine halbwegs große Nutzerbasis aufgebaut hat und alle Funktionen freigeschaltet sind. Das derzeit beste Feature ist allerdings das kostenlose Telefonieren, vermutlich weil man dann auch nicht auf all die nervigen Werbebanner schauen muss.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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3 Kommentare

  1. Frederik
    schrieb am 27. April 2007 um 01:45 Uhr (#)

    Hey Moe,

    thanks for the hint, habe es gerade mal ausprobiert aber es ist nur ein kleines Feature und alles noch sehr beta, 5 Minuten und nur “free in beta”. Bleib’ bei Jajah ;-)

    Und wenn Du Fragen oder Feedback hast, dann melde Dich gerne jederzeit.

    Beste Grüße aus Mountain View,

    Frederik

  2. Schreibt hier auf dem Blog Moe
    schrieb am 27. April 2007 um 08:28 Uhr (#)

    Moin Frederik, thx for the Feedback … Klar, Jajah ist in der Regel viel besser, benutze es auch regelmäßig, aber an den Handy-zu-Handy-Tarifen innerhalb Deutschlands könnt ihr gerne noch etwas schrauben ;) Schöne Grüße, Moe

  3. qwert
    schrieb am 26. April 2009 um 09:51 Uhr (#)

    bitte ignorieren

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