Eine Stadt ohne Werbung

Peter Sennhauser, 15. April 2007 15:43 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Für Europäer aus dem ehemaligen Ostblock mögen die Fotos schon fast nostalgisch wirken, für Menschen aus der seit ehedem kapitalistischen Welt ist es geradezu gespenstisch: Die Brasilianische Grossstadt Sao Paulo präsentiert sich seit einigen Tagen fast vollständig werbefrei.

Die Aktion ist keine Denkpause mit künstlerischem Hintergrund, sondern eine juristische Schlacht: Der Bürgermeister der Stadt hat laut Bericht auf Boingboing im Dezember einen Erlass verabschiedet, der sämtliche Werbung verbietet, von Plakatwänden über Flugblätter bis zu Zeppelinen am Himmel, weil sich die Werbebranche den neuen Vorschriften der Stadt bezüglich den Plakatformaten widersetzte.

Jetzt ist das Verbot in Kraft, und auf Flickr tauchen die ersten Bildserien aus der Geisterstadt Sao Paulo auf. Und man merkt: So sehr wir uns bisweilen eine Pause von der Dauerberieselung wünschen – das Grau der DDR war auch nicht grade heimelig.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Weiterempfehlen

Mehr lesen

11.5.2009, 2 KommentareLong Hello and Short Goodbye

Was für ein Spaß. Fast zwei Jahre habe ich, die eckige schwarze Hornimitatbrille auf der Nase, was mit Medien gemacht. Gegen Geld aus der Schweiz.

7.5.2009, 30 KommentareG wie Google:
"Wenn wir nur noch die Hälfte der Journalisten hätten, wären es immer noch zu viele"

Das Magazin der Süddeutschen Zeitung widmet sich am 8. Mai 2009 der Zukunft der Medien. In Kooperation mit dem SZ-Magazin stellen wir hier ein Interview mit Jeff Jarvis zur Diskussion.

5.5.2009, 14 KommentareJournalismus 2.0:
Die Diskussion mitgestalten

Die Digitalisierung verändert mehr als das Medium. Was Journalisten tun können.

11.5.2009, 2 KommentareLong Hello and Short Goodbye

Was für ein Spaß. Fast zwei Jahre habe ich, die eckige schwarze Hornimitatbrille auf der Nase, was mit Medien gemacht. Gegen Geld aus der Schweiz.

1.5.2009, 19 KommentareUnd noch'n Gedicht:
Als Dank an meine Leser

30.4.2009, 8 Kommentaremedienlese.com:
Eine vorläufige Bilanz

Nach fast drei Jahren eingestellt, die Rubrik “6 vor 9” mit 2000 Euro Spenden in drei Tagen gerettet. Was soll dieses Blog? Wie hat sich die Medienlandschaft verändert in der Zeit?

Attention Economy: Überzeugung zählt,  nicht blosse Aufmerksamkeit

10.7.2009, 7 KommentareAttention Economy:
Überzeugung zählt, nicht blosse Aufmerksamkeit

Viele Leser zu haben reicht nicht für den Verkauf von Aufmerksamkeit (Werbefläche). Bedeutender ist, ob sie in Kauflaune sind.

Nachrichten auf Papier: In 10 Jahren gibt es keine Tageszeitungen mehr

3.6.2009, 14 KommentareNachrichten auf Papier:
In 10 Jahren gibt es keine Tageszeitungen mehr

Werbebudgets verlagern sich Richtung Internet. Damit brechen Einnahmen für den Print-Sektor weg. Print wird dadurch mittel- bis langfristig defizitär und ist ökonomisch nicht mehr tragfähig.

Quatsch ausblenden: Einfach Artikel lesen

10.3.2009, 12 KommentareQuatsch ausblenden:
Einfach Artikel lesen

Wenn überall Werbung blinkt und unzählige Links Aufmerksamkeit fordern, wird das Lesen von Texten im Internet zur Qual – das kleine Tool Readability hilft weiter.

Pingbacks

Pingbacks anzeigen...

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.