Twitter:
Über Nacht in aller Munde

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Es gibt diese unerklärlichen Phänomene im Web 2.0: Nahezu über Nacht redet plötzlich alles über einen neuen Dienst und man kann sich gar nicht so recht erklären warum. Im aktuellen Fall ist das Twitter: Es handelt sich hier um einen Web 2.0-Service, in dem man laut Eigenbeschreibung nur eine simple Frage beantwortet: “Was machst du gerade?” – dies macht man allerdings ständig. Man kann sich mit Freunden vernetzen und sieht so immer, was diese gerade machen, vorausgesetzt sie vergessen nicht, ihren Twitter-Account zu aktualisieren und sie fassen sich kurz: Die maximale Länge einer Nachricht beträgt nämlich nur 160 Zeichen.

Blickt man auf die Alexa und Technorati-Statistiken unten so lässt sich der Hype gut erkennen (obwohl er anscheinend schon wieder im Abflauen ist). Den Servern scheint die Belastung allerdings etwas zu schaffen zu machen – jedenfalls ist der Dienst im Moment nur äußerst langsam oder gar nicht zu erreichen.

Alexa:

Twitter auf Technorati (letzte 30 Tage)

Technorati Chart

Wie für einen Web 2.0-Serice üblich wird auch eine API zur Verfügung gestellt wird – und interessante Mashups haben nicht lange auf sich warten lassen, besonders hervorzuheben ist twittervision, die auf einer Google Map anzeigen, was so auf dieser Welt gerade so geschnattert wird.

Und wem (wie um ehrlich zu sein es auch bei mir der Fall ist) jetzt auf die Schnelle nicht einfällt, was das Ganze bringen soll, für den hat der Webworkblogger 17 sinnvolle Anwendungsideen für Twitter zusammengestellt. Ausprobieren werde ich den Dienst sicher mal – Meist erschließt sich einem der tiefere Sinn ja ohnehin erst durch praktische Anwendung als durch graue Theorie.

Die wesentlich interessantere Frage für mich ist allerdings, wie so ein Hype quasi über Nacht entstehen kann? Wurde dieser geschickt gelenkt (in diesem Falle: Hut ab!) oder ist dies die unkontrollierbare Eigendynamik der Blogosphäre? Also, raus damit, wer hat damit angefangen? ;)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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1 Kommentar

  1. Schreibt hier auf dem Blog Martin
    schrieb am 21. März 2007 um 21:27 Uhr (#)

    Hier ein aktueller Bericht von Handelsblatt.com zur Sinnhaftig- bzw. Sinnlosigkeit von Twitter mit einigen Hintergrundinfos: http://handelsblatt.com/n…_204016_1243589.aspx

    Aufrufen konnte ich Twitter bisher noch nie!

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