Wer, zum Kuckuck, hat die an die CeBIT geschickt?

Peter Hogenkamp, 19. März 2007 00:33 Uhr, 18 Kommentare Kommentare

Die Schweizer SonntagsZeitung macht sich einen Spass daraus, eine völlig unvorbereitete Person (“technisch unverdorben” laut Überschrift) an die CeBIT zu schicken. Es fragt sich, was der Erkenntnisgewinn für die Leser des Multimedia-Bunds sein soll.

gal6861Chris W., die sonst für die Zürcher Schwesterblätter “Tagesanzeiger” und “SonntagsZeitung” über alles mögliche schreibt, unter anderem über Reisen, aber nicht über Technologie, war wohl gerade in Hannover und wurde daher abkommandiert.

Sie beginnt mit dem Kuckucksuhrenladen, der mitten auf dem Messegelände liegt und mir auch jedes Jahr auffällt. Und weil sie das für ihren besten Einfall hält, nennt sie den ganzen Artikel auch gleich so: Was zum Kuckuck soll das?

Das denkt man allerdings auch, wenn man weiterliest, was Chris W. über ihr Erlebnis am O2-Stand schreibt:

Beim Stand von Mobilfunkanbieter O2, gibts «Fernsehen auf dem Handy». Wie bitte geht das? «Also», sagt der Herr, «Sie brauchen erst mal ein UMTS-Gerät». UMTS? «Universal Mobile Telephone System, Mobilfunknetz der dritten Generation», hilft er weiter. Wir schauen ein bisschen Skirennen auf seinem Handy. Die Namen der Fahrer kann ich nicht entziffern.

Natürlich, “UMTS” muss man nicht kennen. Gibt es allerdings seit 2003 und stand seitdem einige hundert Mal sowohl unter Technologie als auch unter Wirtschaft in allen Zeitungen (swissdox.ch findet mehr als 500 Treffer). Aber seit etwa zwei Jahren ist fast jedes neu verkaufte Handy UMTS-fähig, daher bringt es beim besten Willen nichts mehr, die Abkürzung mit spitzen Fingern anzufassen. Die Kritik, dass man auf einem kleinen Handy-Bildschirm wenig erkennen kann, ist berechtigt, aber auch nicht wahnsinnig originell.

Zum Vergleich nehmen wir einen beliebigen Multimedia-Bund aus der SonntagsZeitung-Ablage der letzten Wochen vor – wir landen beim 11. Februar – und überfliegen zwei fachkundig geschriebene Artikel von Barnaby Skinner (über Zattoo) und Simone Luchetta (über das “Wireless DJ Music System” von Logitech). In beiden Artikeln nicht weiter erläutert werden die Kürzel “Bluewin TV”, “Skype”, “USB”, “MP3, WMA, AAC” und so weiter. Das halte ich für richtig, denn dieser Bund dürfte von einem interessierten Publikum gelesen werden. Was ist nun also normal? Dass Frau W. “UMTS” nicht kennt oder alle anderen Autoren nicht jedes Kürzel bei Adam und Eva anfangend erklären?

Ich erkundige mich nach einem im Handy integrierten Navigationssystem. Davon hats eine ganze Halle voll. Die Ulrike vom Becker-Stand findet, ihr Modell sei «total easy to control». Ulrike trägt roten Mini, rote Pumps, roten Lippenstift. Und ist blond. Ulrike tippt los, bei jeder Tastenberührung sagt sie «so». Sie tippt etwa 15 Mal – «ups, falsch getippt». Sie tippt weiter. Sie sagt, «das funktioniert mit 3-D- oder 2-D-Modus, super toll über die SD-Karte». Aha. «Navi» nennt sie das Gerät liebevoll. Ich lass sie tippen.

Ein interessanter Quantensprung, von “UMTS, was ist das?” direkt zur Frontlinie der technischen Entwicklung, zu einem Navigationsgerät im Handy, was von mehreren Herstellern an der CeBIT erstmals gezeigt wird. Über Messehasen, blond-rote zumal, und ihre Demonstrations- und Ausdrucksweise zu lästern, ist ein einfaches Ziel. Das in den letzten beiden Jahren zur Massenware geworde Navigationsgerät wird allerdings inzwischen von Hunderttausenden “Navi” genannt, sogar in der Schweiz. “Handy” wäre sonst auch noch ein Kosewort, über das man lästern könnte; es ist nicht mal richtiges Englisch. Das tut Frau W. am Stand von Samsung jedoch nicht:

Welches Handy, bitte schön, würden Sie mir empfehlen? «Die neue Ultra2-Linie», empfiehlt der Herr, «besonders flach, besonders leicht.» 5,9 Millimeter dick, was für ein Interface, diese Keys, das Rad zum Scrollen – schwärmt der Herr. Was das Ding kostet, will er nicht sagen.

Sie sei “normal begabte Benutzerin von Handy und Computer”, schreibt die Autorin weiter oben. Dann könnte sie bereits die Erfahrung gemacht haben, dass Handys in der Regel nicht vom Hersteller, sondern von den Netzbetreibern vertrieben werden, und daher gibt es so etwas wie eine unverbindliche Preisempfehlung nicht, sondern der Preis für ein neues Handy variiert je nach Anbieter und Vertragslaufzeit. Das Samsung SGH-D900, das rund um die CeBIT viel beworben wird, gibt es für 0 bis 400 Euro. Welchen Preis soll der Mann am Samsung-Stand ihr also sagen?

Ich will zu den Fernsehern. Da, an der Wand, schnittig, flach wie ein Brett, was für ein scharfes Bild. Das ist kein TV, sagt der Mann. «Das ist ein Blue Ray Disc, ein Speichermedium, ähnlich einem DVD mit höherer Kapazität.» Aha.

“DVD mit höherer Kapazität” ist eine perfekte Erklärung für eine Blu Ray Disc, wenn jemand es nicht genauer wissen will. Aber das “aha” hätte sich der Standmitarbeiter wohl für jeden freundlich gemeinten Versuch eingefangen.

Zwei, drei Absätze mit relevanten Aussagen hat der Artikel. Dass überall als Polizistinnen verkleidete Hostessen herumlaufen, stimmt. Da hatte wohl mal einer die Idee, und nun machen alle sie nach. Ob unter den Overalls kein Platz für Unterwäsche ist, konnte ich allerdings ohne zu fragen nicht beurteilen. Und dass der Schweizer Bundesrätin Leuthard der Laptop gestohlen wurde, stand auch in “20 Minuten”; dies scheint das einzige aktuelle IT-Vorwissen zu sein, das die Autorin einbringt. Dass sie sich nach dem Messerundgang, der offenbar zur Evaluation neuer Handys für den Eigenbedarf gedacht war, allerdings wirklich als nächstes das Seniorenmodell “Big Easy” kaufen will, mag ich nicht recht glauben.

Keine Frage: An der CeBIT gibt es viel Skurriles bis Sinnloses zu sehen. So wie an den meisten Fachmessen übrigens. Doch was bringt es dem geneigten Leser, jemanden dort hinzuschicken, der alles absurd findet? Genauso würde sich der Eremit im Supermarkt fühlen, oder beim Autohändler oder am Flughafen. “Da stelle mer uns janz dumm” (Die Feuerzangenbowle, 1944) mag ein legitimer journalistischer Ansatz sein, doch hier führt er bis auf wenige treffende Spitzen nur zu 7000 an prominenter Stelle verschwendete Zeichen.

Schöne Grüsse aus Hannover. Wir sind übrigens in ein paar Tagen wieder da, Frau W., wenn Sie jemanden suchen, der mit Ihnen mal in einen Swisscom-Shop geht, und die Kollegen nicht fragen wollen – Mail genügt.

EDIT vom 16. März 2009: Die Tamedia-Journalistin Chris W. hat mich gebeten, ihren Namen zu kürzen. Dieser Bitte bin ich gern nachgekommen. Peter Hogenkamp

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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18 Kommentare

  1. Andreas
    schrieb am 19. März 2007 um 10:23 Uhr (#)

    Uiii Uiii Ui – fühlen sie die Experten auf den Schlips getreten? Wohl aber schlimmer – übergangen! Ich fand den Bericht zumindest erfrischend. Wer a jour bleiben will/muss wird sich andersweitig informieren (neuerdings.com oder so ;-). Welcher Durchschnittsbenutzer hat nicht längst die Nase voll von all dem unverständlichen Gefasel und will endlich, endlich Geräte, dessen Beidenungsanleitungen er nicht alle 2 Monate am Wochnende durcharbeiten muss, um zumindest die wichtigsten Funktionen bedienen zu können?

  2. mds
    schrieb am 19. März 2007 um 10:23 Uhr (#)

    Auch heute noch werden Handys verkauft, die nicht UMTS-fähig sind ? Handys, die ansonsten zur Spitzenklasse zählen? UMTS braucht eigentlich kaum niemand, aber es sickert nun halt langsam in den Markt? und wer UMTS nutzen kann, ohne es zu kennen, ist auf der glücklichen Seite, ein Auto kann man ja auch fahren ohne sich mit der Motortechnik auszukennen.

  3. mds
    schrieb am 19. März 2007 um 10:25 Uhr (#)

    Ein Handy, das zwischen 0 und 400 Euro kostet? Du verwechselst den Gerätepreis mit den Paketen, die die Anbieter ? in der Schweiz Swisscom und Co. ? schnüren? ich kaufe mir meine Handys meistens ohne oder nur mit geringen Subventionen, da ich Abzahlungsverträge nicht mag, und interessiere mich deshalb für den tatsächlichen Preis. Wie sonst soll ich ausrechnen, ob ein Abzahlungsvertrag (per Abonnementsgebühren, usw.) allenfalls doch lohnt?

  4. mds
    schrieb am 19. März 2007 um 10:26 Uhr (#)

    Ob die Journalisten der SonntagsZeitung, die im «Multimedia«-Bund schreiben, all die Abkürzungen wirklich kennen? Abkürzungen mit drei Buchstaben gehen ja noch in Ordnung, aber bei all den heute üblichen Abkürzungen mit vier oder gar fünf Buchstaben (HSDPA beispielsweise) verstehe ich, dass sich die meisten Handy-usw.-Benutzer nicht damit beschäftigen möchten.

  5. bugsierer
    schrieb am 19. März 2007 um 11:42 Uhr (#)

    klasse replik, peter. hab mich auch gewundert, wo der nutzen für nicht-daus’s liegt. aber eben, die dau’s sind immer noch in der mehrheit.

  6. Schreibt hier auf dem Blog Peter Hogenkamp
    schrieb am 19. März 2007 um 12:46 Uhr (#)

    Andreas: Nö, ich fühle mir überhaupt nicht auf den Schlips getreten. Sie schreibt ja nichts Negatives über uns “Experten”. Das mit den Geräten und den Bedienungsanleitungen stimmt alles, aber wie gesagt, sie will Fernsehen und Navi auf dem Handy oder denkt zumindest darüber nach. Wegen der Miniaturisierung (ein Handy ist nun mal kleiner als ein Fernseher) wird das ganz ohne Üben nicht gehen. Daher finde ich den Artikel etwas schizophren.

    MDS-1: Natürlich muss man nicht wissen, was UMTS ist, um zu telefonieren. Aber wenn man mit dem Handy fernsehen will, muss man wissen, dass man dazu ein UMTS-Handy braucht. Mehr sage ich gar nicht. Wenn man ein Auto mit ABS oder will, muss man auch nicht verstehen, was es ist, aber, dass man es i.d.R. nicht nachrüsten kann (etwas älteres Beispiel).

    MDS-2: Ich weiss nicht, ob ich etwas verwechsle. Natürlich kann man das Handy auch cash zahlen, wenn man sich nicht binden will. Tatsache ist nun mal, dass es bei Handys praktisch keine unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller gibt (mit dem iPhone als bemerkenswerter Ausnahme). Das unterscheidet Handy-Markt grundsätzlich von denen vieler anderer Produkte. Handys kauft man i.d.R. nicht beim Hersteller, sondern beim Operator, daher ist die Frage am Stand des Herstellers falsch. (Natürlich könnte der sagen: “Je nach Vertrag ab 99.- Euro” – aber würde mich nicht mal wundern, wenn er Anweisdung hat, das nicht zu sagen.) Das weiss aber auch inzwischen praktisch jeder Handykunde, selbst eine Journalistin.

    MDS-3: Es geht nicht darum, alle Abkürzungen auswendig zu kennen. Das kann ich auch nicht. Ich weiss aber, was UMTS ist (dritte Mobilfunkgeneration) und HSDPA (schnelle Paketdatenvermittlung auf dem UMTS-Netz) – was Du natürlich alles auch weisst. Ich bin nicht für den Akronymwahn, aber wenn man sich lustig macht über die ausgeschriebene Abkürzung, hilft das keinem weiter.

  7. mds
    schrieb am 20. März 2007 um 12:08 Uhr (#)

    @Peter Hogenkamp: Zwei kurze Anmerkungen:

    (i) UMTS ist für Handy-TV nicht notwendig, GSM mit EDGE genügt grundsätzlich.

    (ii) In der Schweiz ist bei allen mir bekannten Verkäufern von Handys jeweils auch ein Verkaufspreis ohne Subventionen publiziert. Gerade bei preiswerten Handys und Prepaid-Karten/-Abonnements kann sich der Kauf ohne Abzahlung per Monatsabonnement lohnen.

  8. Angie
    schrieb am 20. März 2007 um 23:45 Uhr (#)

    @Andreas: “Welcher Durchschnittsbenutzer hat nicht längst die Nase voll von all dem unverständlichen Gefasel (…)?”
    Benutzerfreundlich heisst auch, die Zielgruppen in ihrer Sprache anzusprechen. Die CeBIT ist eine Fachmesse und nicht ein Handy-Shop, da können noch so viele Jäger und Sammler mit schönen grossen Papiertüten rumlaufen und nach Schlüsselbändeln betteln. In der Car Audio Halle 13 hab ich auch kein Wort verstanden, vom Financing/Insurance-Sicherheits-Gefasel ganz zu schweigen… Grüsse aus Hannover

  9. Andreas
    schrieb am 9. April 2007 um 17:18 Uhr (#)

    Spät, aber sie kommt noch.

    @ANGIE: CeBIT ist eine Fachmesse, absolut einverstanden. Die SonntagsZeitung ist aber keine Fachzeitschrift!

    @BUGSIERER: die DAU’s werden IMMER in der Mehrzahl bleiben. Schade, dass Ihr Guru’s das nicht endlich versteht. Erfeulich sind nicht alle Zeitungsartikel für Nicht-Dau’s.

  10. Schreibt hier auf dem Blog Peter Hogenkamp
    schrieb am 10. April 2007 um 08:03 Uhr (#)

    Hm. Ich finde es schade, dass die Diskussion nach Ansicht von Andreas abgeglitten ist in “Wir sind die Techies, die wissen, wie es läuft, und das andere sind die ahnungslosen DAUs, die sollen uns bitte in Ruhe lassen”. Wir machen mit Zeix seit sechs Jahren Usability-Beratung und verstehen uns eben als Anwalt aller Nicht-Techies (das Wort “DAU” nehmen wir nie in den Mund).

    Was ich nur sagen wollte, und ein letztes Mal probiere ich es noch, ist: Es bringt nichts, an die CeBIT zu gehen und sich dümmer zu machen als man ist (muss man nicht auf die Person beziehen, sondern kann auch für die Zeitung an sich stehen). Man kann fast alles ad absurdum führen, wenn man sich nur auf eine genügend weit von der Realität entfernte Position zurückzieht (Autos? Züge? Wozu? Wieso nicht wieder dort arbeiten, wo man lebt, wie vor der Industrialisierung?) Und das macht die Autorin, indem sie zwar mit dem Handy fernsehen will, aber empört ist, als man ihr dafür mit dem Kürzel “UMTS” kommt.

    So ein Journalismus bringt keinen Erkenntnisgewinn. Man kann eben auch genug Absurditäten im Technikbetrieb ausmachen, wenn man auf diesen “Kniff” verzichtet; nur das wollte ich sagen.

  11. bugsierer
    schrieb am 10. April 2007 um 09:20 Uhr (#)

    andreas: stimmt, die dau’s sind in der mehrheit. ob sie das in 20 jahren auch noch sein werden, bleibt abzuwarten. jedenfalls ist die situation heute mit den dau’s eher bedenklich als lustig, da sie zunehmend auf eine zweiklassengesellschaft 2.0 hinausläuft. die meisten ict-anwender sind über das stadium e-mailen und ferienorte googeln noch nicht hinausgekommen. an denen geht die extrem rasante entwicklung komplett vorbei, was für unsere gesellschaft massive konsequenzen nach sich ziehen wird.

    unter diesem licht ist es in der tat nur sehr suboptimal von der sonntagszeitung, die cebit auf diese gesucht ironisierende und plumpe art abzuhandeln. was auch ein zeichen dafür ist, wie sehr sich die klassischen medien vor diesen neuen kulturtechniken fürchten. statt sich mit dem neuen web auseinanderzusetzen und die leser aufzuklären gefallen sich die printmedien in den meisten fällen (wie auch in diesem) in banalisierender negation und latenter bedenkenträgerei. wie sagte doch hans saner: “man kann zeichen hinterlassen, ohne damit etwas sagen zu wollen, man kann aber nicht verhindern, dass sie etwas sagen.”

  12. Andreas
    schrieb am 10. April 2007 um 10:59 Uhr (#)

    Solange es einen technischen Vortschritt – hoffentlich – geben wird, bleiben die DAUs erhalten. Äusserst bedenklich finde ich, dass BUGSIERER quasi die DAUs für die sich abzeichnende Zweiklassengesellschaft verantwortlich macht.

    Von der rasant weiterentwickelten Technologie könnte die Gesellschaft aber ein Mehrfaches profitieren, wenn man die Nicht-Techies abholt. Die Arbeit von Zeix begrüsse ich sehr. Wenn nur die Produzenten und Projekleiter endlich verstehen würden, dass das gut investiertes Geld ist!

    Dass die Medien gut recherchierte und aufbereitete Informationen liefern soll(t)en, streite ich keiner Weise ab. Diesem Anspruch genügt der SZ-Artikel bei weitem nicht. Ich war aber erstaunt, wie vehement, vor allem wie detailliert und wie lang Peters Replik ausgefallen ist. Der Techie Peter stellt die DAU W. (Edit pho, 16.3.2009) aber gehörig in den Senkel und macht unmissverständlich und bissig klar, wer hier was von Technik versteht.

    Was Peter im Teaser mit “Es fragt sich, was der Erkenntnisgewinn für die Leser des Multimedia-Bunds sein soll.” haargenau auf den Punkt bringt, glitt dann in einen völligen Verris ohne jeglichen Humor ab.

    Der Vorschlag wäre nicht schlecht: die SZ soll den Ball aufnehmen und das nächste Mal Peter engagieren. Dass ein für den Durchschnittsleser verständlicher Bericht entsteht, einer, der Interesse weckt, diese Chance ist zumindest intakt. Hoffentlich mit einer Prise Humor.

  13. Schreibt hier auf dem Blog Peter Hogenkamp
    schrieb am 10. April 2007 um 11:34 Uhr (#)

    Dass meine Replik humorlos war, kann sein. Aber sooo lang war sie nicht, oder?

    Die SonntagsZeitung hat sich in der Vergangenheit nicht eben als besonders humorig hervorgetan. Aber das sollte man natürlich versuchen zu vergessen, wenn man so etwas schreibt.

  14. bugsierer
    schrieb am 10. April 2007 um 12:01 Uhr (#)

    andreas: ich mache gar niemanden für gar nix verantwortlich, auch nicht quasi. obwohl ich zugebe, dass mir gewisse dau’s gehörig auf den sack gehen, nämlich die, deren dau-dasein von ignoranz geprägt ist.

    sooo vehement war peters replik nun auch wieder nicht und humorvoll finde ich sie durchaus auch. komisch, dass da immer mit zwei ellen gemessen wird ? die presse darf alles und wenn ein blog mal bisserl zurückbellt, ist es sofort zu viel und zu vehement.

    wenn journalisten gesellschaftlich relevante und brisante themen dermassen unqualifiziert abhandeln, dann ist es völlig okay, dass man sie von berufener blogger-seite auch mal in den senkel stellt. durch den austausch von nettigkeiten ist jedenfalls noch nie eine nachhaltige debatte entstanden.

    die länge sowie der detaillierungsgrad von peters replik weist doch darauf hin, dass er die sache ernst nimmt und nicht einfach “füdle” ins publikum schreit.

    hogenkamp als sz-schreiberling? ich weiss nicht recht, für welche seite das schwieriger wäre. aber eigentlich lese ich ihn lieber online in seinen blogs als auf gefällten bäumen. und die sz würde sicher auch sonst einen kompetenten schreiber finden, wenn sie denn nur wollte…

  15. der mündige leser
    schrieb am 10. April 2007 um 23:41 Uhr (#)

    oh mann, seid ihr so dämlich oder tut ihr nur so? jedem durchschnittsleser wird schnell klar, dass es sich beim besagten artikel um humor handelt: eine reporterin ohne technische vorkenntnisse berichtet über eine männerlastige technikmesse. kein mensch will in der sonntagspresse irgendwelche pc-tipp-messe-berichterstattungen lesen. alles klar?

  16. Schreibt hier auf dem Blog Peter Hogenkamp
    schrieb am 11. April 2007 um 07:41 Uhr (#)

    Hallo mündiger Leser, wir hatten mal einen “unmündigen Leser” hier in der Medienlandschaft, der schrieb sehr gute Sachen.
    Aber Du bist natürlich auch super. Stimmt, Humor, ach ja. Hab den Artikel nochmal gelesen – ist durchtränkt von explizitem und implizitem Witz. Alles klar jetzt. Danke.

  17. bugsierer
    schrieb am 11. April 2007 um 07:58 Uhr (#)

    @ mündiger leser: goa nix is kloar. erstens hat peter recht, der artikel ist in sachen humor nur eher suboptimal gelungen. zweitens kaufe ich dir nicht ab, dass du weisst, wer wirklich was wann wo lesen will. weisst du zufällig auch noch, wie man einen megahit in der popbranche macht? das wäre ja der hammer. falls du es wüsstest, würdest du uns aber kaum “dämlich” nennen. das haben genies nicht nötig. sonst noch fragen?

  18. der mündige leser
    schrieb am 11. April 2007 um 14:27 Uhr (#)

    gähn.

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