Tagi zeigt, wo’s lang geht zum Strassenstrich
Prima Artikel im Serviceteil Bund “Zürich und Region” vom Tagesanzeiger.

Der interessierte Leser erfährt zum einen, dass die Preise auf dem Strassenstrich wegen des “gestiegenen Konkurrenzdrucks” offenbar Verhandlungssache sind…

…und wenn er sich zu wenig auskennt, um den Strassenstrich zu finden, erhält er auch noch einen Stadtplan. Online ist der Artikel nicht verfügbar, sonst hätte man noch einen Link zu Google Maps oder map.search.ch setzen können. Ist ja letztlich gut, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt, dass jemand ein bisschen Werbung macht.
Die andere Hälfte des Artikels umfasst boulevardeske Geschichten von den schlimmsten Erlebnissen der Mädchen (“Kopf in Schraubzwinge gesteckt” als Zwischentitel, “Einmal wurde sie vom eigenen Vater angesprochen” als Bildunterschrift).
Traurige Sache, in mehrerer Hinsicht.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.



















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Wär’s nicht wieder einmal Zeit für Live Blogging? ;)
Ganz schrecklich unsensibler Artikel. Vielleicht hätten sie beim Tagi auch mal die Rechnung 400 Fr. geteilt durch Marktpreise machen sollen, um sich die ganze Abgründigkeit, welche hier nur boulevard-mässig durchgehechelt wird, vor Augen zu führen. Oder vielleicht besser, dass sie das nicht auch noch ausführten.
Lebt ihr in Zürich? Ganz sicher? Dann wisst ihr, was am Sihlquai los ist. Man kann sich über vieles ereifern, aber bitte nicht über einen suboptimal sensiblen Artikel über ein altes (und leider Gottes immer noch aktuelles) Gähn-Thema.
Aus sozialer und ethischer Perspektive scheint es mir ziemlich fragwürdig, Prostitution als Gähn-Thema abzutun und eine Banalisierung ‘suboptimal sensibel’.