I-D Media entwickelt Livestream für Second Life

Martin Weigert, 29. März 2007 um 11.49 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Der Hype um Second Life hat in den letzten Wochen etwas nachgelassen. Es wird zwar weiter munter über das Geschehen in der virtuellen Welt berichtet, aber die Meldungen stehen nicht mehr so sehr im Mittelpunkt wie noch Anfang des Jahres. Wir erinnern uns: Fast täglich verkündete ein Unternehmen, ein Büro oder einen Shop in Second Life zu eröffnen, gleich eine ganze Insel zu kaufen oder ein Event zu launchen.

Viele dieser Unternehmen haben mittlerweile das Problem, dass eigentlich kaum jemand ihre Angebote nutzt. Bekanntermaßen sind die Userzahlen von Second Life mit selten mehr als 10.000 Nutzern, die gleichzeitig online sind, nicht sonderlich spektakulär. Die I-D Media AG hat nun eine Möglichkeit entwickelt, die Reichweite von Events in Second Life zu erhöhen.

Der Multimedia-Dienstleister aus Berlin hat eine Art Webcam entwickelt, die Szenen aus Second Life im Quicktime-Format auf einer beliebigen Website streamt. Einen Beispielstream gibt es auf www.lifecrawler.com. Der Service befindet sich noch in der Entwicklung. Er soll aber in Kürze starten und den zahlreichen Firmen, die sich in Second Life niedergelassen haben, die Möglichkeit geben, allen Internetusern die virtuellen Aktivitäten zu präsentieren.

Auch wenn man abwarten muss, ob der Service technisch wirklich einwandfrei funktioniert - insbesondere bei hoher Traffic-Last - so hat das Angebot meines Erachtens nach Potential. Es ermöglicht, ein Happening in Second Life tausenden Besuchern einer Website zugänglich zu machen, die selbst noch nie mit Second Life zu tun hatten. Vorstellbar wäre zum Beispiel die Präsentation einer neuen Adidas-Collection im Adidas-Second-Life-Store, die live auf der Website des Unternehmens gestreamt wird. Nutzerakzeptanz vorausgesetzt, sorgt dies nicht nur für ein besonderes Erlebnis, sondern spart Adidas auch viel Geld!

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Konvergenz leicht gemacht:
Apple TV im Test

Andreas Göldi, 28. März 2007 um 15.12 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Eigentlich müsste man ja meinen, dass im Zeitalter der Medienkonvergenz es ein leichtes sein sollte, den PC bzw. Mac mit dem Fernseher zu verbinden, um digitale Inhalte bequem im Wohnzimmer zu konsumieren. Wer sich aber schon mal mit einem der einschlägigen Produkte herumgeschlagen hat, weiss: Ohne technische Kenntnisse und reichlich Leidensbereitschaft kommt man damit nicht weit.

Apple will das nun mit einem neuen Produkt ändern, das diese Woche auf den Markt kam: Der Apple TV (ursprünglich als iTV vorgestellt) ist eine kleine Set-Top-Box, die sich per WLAND mit dem heimischen Rechner oder Laptop verbindet und die Inhalte auf den Fernsehschirm bzw.

» weiterlesen

Videoportale weiterhin beliebt bei Investoren

Martin Weigert, 26. März 2007 um 20.32 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Videoportale sind offenbar trotz der stetig steigenden Zahl von sich ähnelnden Angeboten weiterhin interessant für Investoren. Aktuellster Beleg dafür ist die heute bekannt gewordene Übernahme von rund 20 Prozent der Anteile der Video- und Fotoplattform sevenload durch Hubert Burda Media, einem der größten deutschen Verlags- und Medienkonzerne (u.a. RTL2, Focus, Playboy).

Sevenload, welches die beliebten Funktionen von YouTube und der Foto-Community Flickr auf einer Plattform vereint, ist damit die dritte deutsche Videoseite, bei der ganz oder teilweise klassische Medienkonzerne die Fäden ziehen. Bereits im vergangenen Jahr übernahm die Pro7Sat1 Media AG MyVideo und füttert es seitdem fleißig mit Inhalten aus den hauseigenen TV-Sendern.

Auch bei Bertelsmann erkannte man die Notwendigkeit, den verfügbaren Content nicht mehr ausschließlich über RTL, Vox & Co zu verbreiten, sondern sich auch des Internets als Distributionskanal zu bedienen. Im August 2006 gründete man daher Clipfish. Laut Unternehmensangaben sind bereits 250.000 Nutzer registriert, 6,5 Millionen Videos werden täglich abgerufen.

Auch Hubert Burda möchte offensichtlich von der prognostizierten Umschichtung der Werbebudgets weg vom klassischen TV hin ins Internet profitieren. Nachvollziehbar sind die Aktivitäten, lassen sich mit der Platzierung von Werbespots vor oder während Online-Videoclips Zielgruppen viel differenzierter ansprechen und damit Streuverluste minimieren. Außerdem ermöglicht ein Onlinespot im Vergleich zum herkömmlichen 30-Sekünder auf RTL oder Sat 1 dank direktem Feedback in Form von Klickraten, Impressions, Verkäufen, Newsletter-Anmeldungen etc. bessere Möglichkeiten zur Werbeerfolgskontrolle.

Bevor sevenload und andere Videoportale dem klassischen TV signifikante Teile des Werbekuchens abjagen können, müssen die Nutzerzahlen aber noch erheblich ansteigen. Wenn ein Clip bei YouTube, der erfolgreichsten aller Video-Communities, eine Million mal angeschaut wurde, ist das dort außergewöhnlich viel. Im Vergleich mit den Top-Quoten der großen TV-Sender wirkt eine solche Zahl jedoch eher geringfügig.

Für kleinere Werbebudgets oder sehr zielgruppenspezifische Kampagnen eigenen sich die führenden Videoportale jedoch heute schon. Zu erwarten ist, dass mit dem Einstieg anderer großer Mediengiganten in das Segment (gerade angekündigt: News Corp. und NBC Universal) die Popularität des Typus “Videoseite” weiter steigen wird. Vermutlich wird sich der Angebotsschwerpunkt vieler Anbieter dann verstärkt vom 2-Minuten Handyclip zu kompletten Serien und Filmen verlagern. DANN wird Werbung in Onlinevideos auch für große Player richtig attraktiv.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Ist das Silicon Valley provinziell?

Andreas Göldi, 26. März 2007 um 14.30 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

In Deutschland und der Schweiz wirft man sich bekanntlich gern gegenseitig vor, provinziell zu sein. Das passt ja auch gut zur vermeintlichen Mentalität dieser Länder.

provinziell/Adj./ [.. winzi-ell] <lat.> veraltend oft abwertend vom kulturellen Geschehen, den (modischen) Neuerungen der Hauptstadt, einer Großstadt wenig berührt, kleinstädtisch beschränkt

Das Silicon Valley, dieser innovationsstrotzende Geburtsplatz der IT-Branche, wird hingegen aus europäischer Perspektive oft als Inbegriff der kreativen Weltoffenheit gesehen, als das pure Gegenteil deutschsprachiger Provinzialität.

Aber bei meinem Besuch dort letzte Woche fragte ich mich oft: Ist das wirklich wahr? Oder ist Silicon Valley nicht einfach Provinz mit einem glitzernden High-Tech-Anstrich?

Auf den ersten Blick ist das sicher nicht so, denn es gibt wohl nur wenige Weltgegenden, die einen bunteren Mix von Nationalitäten anziehen als diese gut 30 Meilen zwischen San Mateo und San Jose.

» weiterlesen

Die beliebtesten 100 Web 2.0-Projekte aus Deutschland

Michael Osl, 25. März 2007 um 21.16 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Das “Museum of Modern Betas” listete kürzlich die 100 (weltweit) beliebtesten Web 2.0-Projekte aus Deutschland auf. Maßstab war dabei die Anzahl der Bookmarks auf del.icio.us.

Auf Platz 1 landet dabei der Screenshot-Dienst WebSnapr, gefolgt von der Site-Tour-Bibliothek Amberjack und dem Profilbild-Generator mypictr.

Dass zwei der Dienste in den Top drei davon von meinem Arbeitgeber betrieben werden, freut mich natürlich um so mehr :)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Beobachtungen im Silicon Valley

Andreas Göldi, 23. März 2007 um 17.05 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Diese Woche habe ich im Rahmen meines Studienprogramms im Silicon Valley verbracht. Hier einige Impressionen.

Teures Pflaster. Ein Einheimischer erklärt mir: Wenn man hier weniger als $200′000 im Jahr verdient, kann man sich kaum ein Haus leisten, das im Rest der USA als gerade mal knapp Mittelklasse empfunden würde. Im Silicon Valley leben schätzungsweise 250′000 Millionäre, und jede Woche kommen etwa 60 neue dazu. Das verdirbt die Preise.

Aber irgendwer muss ja all die Porsches, Ferraris und Aston Martins kaufen, die von zahlreichen Händlern entlang der Autobahn feilgeboten werden. Besonders interessant ist der kleine Autohändler in Los Gatos, der in seinem winzigen Showroom irgendwie einen fetten Lamborghini und einen ebenso dicken Rolls Royce untergebracht hat.

Trotz all der automobilen Herrlichkeit hat man irgendwie vergessen, auch anständige Strassen zu bauen. Die meisten Drittweltländer haben Autobahnen, die deutlich besser in Schuss sind als Freeway 101.

Alles so schön bunt hier. Besuch auf dem Googleplex. Es sieht alles so aus, wie man es aus den Medien kennt: Die Lavalampen, die Massagestühle, die Cafeterias, der Teppich aus Recyclingmaterial, die Lego-Spielecken. Im Garten steht ein lebensgrosses Tyrannosaurus-Rex-Skelett. Gerade neu angeschafft, weil Larry und Sergey Dinosaurier mögen, erklärt man uns.

Die Google-Führerin plappert fröhlich drauflos und ist etwas erstaunt, dass unsere Gruppe aus Managern im mittleren Alter nicht so enthusiastisch reagiert, wie sie das sonst offenbar gewöhnt ist: “You’re a quiet group”. Als jemand fragt, was denn dieses “AdWords” genau ist, kriegt sie einen leicht verzweifelten Gesichtsausdruck.

An den Wänden kleben alle Arten von kleinen Plakaten. Teilweise geht es um praktische Dinge wie die Parkplatzregelung (die Firmen in der Umgebung haben auf ihren Parkplätzen als Verteidigungsmassnahme schon Schilder mit “No Google Parking” angebracht und lassen gnadenlos abschleppen), oft handelt es sich aber auch um bunte Beschreibungen neuer, experimenteller Google-APIs.

Umnutzung. Silicon-Valley-Firmen bauen auf den Gräbern ihrer Vorgänger, sozusagen. Der Googleplex hat früher mal Silicon Graphics gehört. Und CRM-Star Salesforce.com residiert im Gebäude seines untergegangenen Erzfeindes Siebel Systems.

Aber ganz offensichtlich ist der Boom noch längst nicht wieder da. Vor allem im südlichen Valley, wo die Netzwerkfirmen zu Hause sind, steht fast jedes zweite Bürogebäude leer.

Mac Valley. Kaffeetrinken im “Coupa Cafe” in Palo Alto. Der beste Kaffee, den ich in den USA je hatte, und gratis WiFi gibt es auch. An etwa jedem zweiten Tisch arbeitet jemand am Laptop. Von 11 Maschinen sind genau drei PCs, die anderen 8 sind Macs.

Extreme Telepresence. Zu Gast bei Cisco. Im Sitzungszimmer hängt ein “Terror Alert”-Plakat mit dem aktuellen Bedrohungsstatus (heute gerade “gelb”). Hier wird normalerweise wohl an staatliche Kunden verkauft.

Man demonstriert uns die neue Telepresence-Lösung von Cisco, eine Art Ultra-Videokonferenzsystem mit 3 Full-HD-Kanälen. Die Bildqualität ist tatsächlich atemberaubend. Wenn sich sowas durchsetzt, kann man sich wirklich einige Reisen sparen.

Der Chef der Abteilung spricht remote mit seiner Sekretärin. Die sitzt nämlich in Texas und wird zu seinem Vorzimmer in Kalifornien den ganzen Tag lang per Telepresence-System übertragen. Hinter dem Schreibtisch sitzt buchstäblich ein Bildschirm, auf dem die gute Frau zu sehen ist. Man kann auch alles übertreiben…

Kein Kulturstrick. Die fast einzigen, die hier Kravatten tragen, sind wohl Hotelangestellte. In etwa einem Dutzend Meetings sind mir genau zwei andere Kravattenträger begegnet. Und die haben ihren Schlips dem Muster nach zu schliessen in den frühen 80er Jahren erworben.

Living in a Bubble. Gespräch mit Venture Capitalists. Wir haben keine Bubble, meinen sie. Höchstens ein bisschen eine im Web-2.0-Bereich. Weil jeder das nächste YouTube haben will.

Ganz offensichtlich leben die VCs aber in ihrer eigenen Blase in Isolation von der Aussenwelt. Wenn man sie reden hört, könnte man meinen, sie würden danach bezahlt, wie viele Jargon-Ausdrücke sie in einem einzigen Satz unterbringen können. Der eine beklagt sich, dass er als GP downstream heutzutage oft keinen Carry, sondern nur die 2% kriegt. Ja, schlimm, so was.

Mainstream oder Underground? Das Last.fm-Mainstream-O-Meter verrät’s!

Martin Weigert, 23. März 2007 um 16.26 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Für manch einen Musikfreund gibt es nichts Schlimmeres, als wenn der eigene Musikgeschmack als “Kommerz” bezeichnet wird. An der Frage, ab wann ein Album oder eine Band dem Mainstream zuzuordnen ist, daran scheiden sich die Geister.

Ein kleines Tool für die Social-Music-Community Last.fm ermöglicht nun, den Musikgeschmack eines beliebigen Nutzers auf einer Mainstream-Skala einzuordnen. Das Last.fm-Mainstream-O-Meter vergleicht die beliebtesten Interpreten eines Users, die aus dessen Hörgewohnheiten resultieren, mit der Popularität dieses Interpreten bei den 12 Millionen Last.fm-Nutzern weltweit.

Das Ergebnis ist eine Prozentzahl, die darüber Auskunft gibt, wie mainstreamig die Lieblingsbands sind. Je niedriger die Zahl, desto mehr Underground, je höher, desto kommerzieller der eigene Musikgeschmack. Aktueller König des Mainstream: Der User tommyvyo mit 105,08 Prozent Mainstream-Faktor. Bei 13.000 gespielten Beatles-Titeln seit Januar nicht verwunderlich.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Freebase:
Ein Dienst mit Riesen-Potential

Michael Osl, 22. März 2007 um 22.23 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Relativ unbeachtet (die Blogosphäre war ja mit trivialeren Dingen beschäftigt) startete unter freebase.com kürzlich ein neuer Dienst in die nicht-öffentliche Testphase der meiner Meinung nach über enormes Potential verfügt: Es werden dort gemeinsam Listen und Datenbanken erstellt - Geordnete, durchsuchbare und filterbare Daten also, die im Gegensatz also zur Wikipedia vor allem durch Maschinen nutzbar sind - was einen großen Schritt in Richtung Semantisches Web darstellen kann.

Angefangen von globalen Ortsdatenbanken mit Postleitzahlen und geographischen Positionen bis hin zu Strichcode-Sammlungen von Supermarktprodukten ist alles dabei alles denkbar und letztendlich kann auch die Wikipedia davon profitieren, wie etwa bei der Angabe von statistischen Daten zu Städten zum Beispiel. Die von den Usern erstellte Inhalte werden dabei laut den Nutzungsbedingungen unter der Creative Commons veröffentlicht - man darf also die Inhalte vervielfältigen und weiterverarbeiten, vorausgesetzt man nennt den Namen des Rechteinhabers.

Hinter dem Projekt steht die Metaweb Technologies Inc., welche im Juli 2005 von Veteranen aus bekannten Unternehmen wie Netscape, Alexa und Intel in San Francisco gegründet wurde und mit reichlich Venturekapital ausgestattet ist.

Leider kann man sich derzeit nicht registrieren, sondern muss eingeladen werden wenn man den Dienst testen möchten, deshalb hatte ich noch nicht die Möglichkeit hatte, mir das Ganze im Detail anzusehen, aber wer eine Einladung übrig hat, kann sie mir gerne zusenden ;)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Für die ruhigen Momente im Web 2.0 …

Michael Osl, 20. März 2007 um 9.11 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Logo Alleinr.de

Klar bietet das Web 2.0 seine Vorzüge, aber trotzdem braucht man auch ab und zu Zeit ganz für sich alleine. Für genau diese Momente gibt es nun alleinr.de - Aber vorsicht, ist derzeit noch in der Beta-Phase ;)

Witzige Idee :)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Twitter:
Über Nacht in aller Munde

Michael Osl, 19. März 2007 um 20.07 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

twitter.gif

Es gibt diese unerklärlichen Phänomene im Web 2.0: Nahezu über Nacht redet plötzlich alles über einen neuen Dienst und man kann sich gar nicht so recht erklären warum. Im aktuellen Fall ist das Twitter: Es handelt sich hier um einen Web 2.0-Service, in dem man laut Eigenbeschreibung nur eine simple Frage beantwortet: “Was machst du gerade?” - dies macht man allerdings ständig. Man kann sich mit Freunden vernetzen und sieht so immer, was diese gerade machen, vorausgesetzt sie vergessen nicht, ihren Twitter-Account zu aktualisieren und sie fassen sich kurz: Die maximale Länge einer Nachricht beträgt nämlich nur 160 Zeichen.

Blickt man auf die Alexa und Technorati-Statistiken unten so lässt sich der Hype gut erkennen (obwohl er anscheinend schon wieder im Abflauen ist). Den Servern scheint die Belastung allerdings etwas zu schaffen zu machen - jedenfalls ist der Dienst im Moment nur äußerst langsam oder gar nicht zu erreichen.

Alexa:

Twitter auf Technorati (letzte 30 Tage)

Technorati Chart

Wie für einen Web 2.0-Serice üblich wird auch eine API zur Verfügung gestellt wird - und interessante Mashups haben nicht lange auf sich warten lassen, besonders hervorzuheben ist twittervision, die auf einer Google Map anzeigen, was so auf dieser Welt gerade so geschnattert wird.

Und wem (wie um ehrlich zu sein es auch bei mir der Fall ist) jetzt auf die Schnelle nicht einfällt, was das Ganze bringen soll, für den hat der Webworkblogger 17 sinnvolle Anwendungsideen für Twitter zusammengestellt. Ausprobieren werde ich den Dienst sicher mal - Meist erschließt sich einem der tiefere Sinn ja ohnehin erst durch praktische Anwendung als durch graue Theorie.

Die wesentlich interessantere Frage für mich ist allerdings, wie so ein Hype quasi über Nacht entstehen kann? Wurde dieser geschickt gelenkt (in diesem Falle: Hut ab!) oder ist dies die unkontrollierbare Eigendynamik der Blogosphäre? Also, raus damit, wer hat damit angefangen? ;)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.