SPIEGEL-Titel über Second Life:
«Der digitale Maskenball»
Der SPIEGEL macht in der Rosenmontagsausgabe (!) eine 12-seitige Titelstory über “Second Life” unter dem Titel «Der digitale Maskenball».

Titel: In der Internet-Plattform “Second Life” treffen sich Millionen, um fremde Rollen zu übernehmen – und um ganz reale Geschäfte zu betreiben 150
Titel: Interview mit dem Medientheoretiker Peter Weibel über die Einlösung von Heilserwartungen im Internet 156
Sehen kann man noch nichts, aber schon aufgrund der Thumbnails ein bisschen raten, wer alles im Artikel vorkommt.
Ich bekam heute Abend diese Mail
Sehr geehrter Herr Hogenkamp,
in der neuen SPIEGEL-Ausgabe 8/2007, die jetzt für alle Abonnenten freigeschaltet ist, finden Sie diese Woche unter anderem folgende Themen:
Interessiert? Dann bestellen Sie doch gleich hier: DER SPIEGEL als E-Paper im Abo oder im Einzelkauf.
Und weil ich mich so freute, dass man es jetzt schon am Freitag, anschauen kann (hatte Samstag 24 Uhr im Kopf), habe ich gleich das ePaper abonniert. Leicht zu früh gefreut, denn wenn man das PDF der Titelstory anklicken will, kommt das hier:

Man kann sich also schon durch das Heft klicken, nur eben die Seiten noch nicht vergrössern. Was diese Taktik, mit der der Anbieter aussagt: “Es wäre zwar alles schon fertig, und du hast ja auch gezahlt, aber trotzdem musst du noch 24 Stunden warten”, bringen soll, verstehe ich zwar nicht, aber was soll’s.
Man kann sich dafür einen Spass daraus machen zu raten, wer alles auf den Bildern ist.

(gross) Drei Chicks in Second Life Jecken, (oben) Politikermasken (Schröder, Putin, Bush?), Ku Klux Klan, komplett mit der Burka verhüllte Frauen, SEK in Einsatzmontur: Los geht’s mit einem wüsten Durcheinander von Maskierten

Das rechts unten ist vermutlich SL-Immobilienmaklerin Ailin Graef alias Anshe Chung, die berühmte erste Dollarmillionärin in SL

Oben links scheint nochmal der reale Maskenball weiterzugehen, rechts steht jemand in einer künstlichen Kulisse

Interview mit Peter Weibel über “Das neue Leben vor dem Tod”*

Willy Brandt und Günther Guillaume, RAF-Terrorist Christian Klar… ich komm noch drauf, wer der rechte ist… Ibrahim Böhme… links unten ist eine maskierte Quotennackte

(oben Mitte) Der Adidas-Store in SL, virtuelle Springer-Zeitschrift “AvaStar”

links unten sind vermutlich die SL-Benutzerzahlen
Fortsetzung folgt morgen nach 22 Uhr.
* Dazu passt dieses Zitat von Robert Scoble im Interview mit der Ordensschwester und Vatican-Webmistress an der “LIFT conference” in Genf letzte Woche:
“My favorite quote of LIFT came as I was interviewing Sister Judith Zoebelein, who manages the Vatican?s Web site. I asked her “do you think we?ll soon go to church in Second Life?” and she answered: “You mean after death?”
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.










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[...] Jetzt habe ich extra das bereits deinstallierte SecondLife reinstalliert, um zu schauen, was sich hinter diesen Koordinaten auf dem Spiegel-Titel verbirgt. (Via Medienlese.) [...]
[...] Im kommenden Heft 8/2007 des Spiegels erscheint ein umfangreicher, 12-seitiger Artikel über Secondlife mit der Headline “Der digitale Maskenball”. Mehr kann man im Artikel von Peter Hogenkamp lesen auf dem Medienlese-Blog. [...]
[...] Cue Clay Shirky. Spiegel’s cover this week is about Second Life: “The Digital Masked Ball” and the “millions” who meet there. Millions? No, not even a million, worldwide. So consider how many of those are in Germany and this is a cover that covers a damned small trend. Hype is a virus. [...]
[...] Spiegel Offline und die Onlinewelt Das Magazin macht in dieser Woche mit dem Titel “Der digitale Maskenball – Zweites Leben im Internet” auf. Der aktuelle Copy-Preis liegt bei 3,50 Euro im deutschen Handel. Die KollegInnen von medienlese.com geben einen Überblick zur Ausgabe. Cover und mehr auf medienlese.com >> [...]
[...] Die Parallelwelt Second Life schlug Wellen wie noch nie. Eine Spiegel-Titelgeschichte assoziierte, weil es jahreszeitlich gerade gelegen kam, die von Menschen konfigurierten und gesteuerten Figuren mit einem Maskenball und die F.A.Z. bemerkte “ein Wachstum nicht von dieser Welt“. Jeff Jarvis sagte “Hype is a virus” und der Popkulturjunkie sagte: “In höchstens fünf Jahren wird man sich kaputt lachen, dass dieser substanzlose Kapitalisten-Chatroom mit antiquierter 3-D-Grafik jemals so dermaßen gehypet wurde.”. Rainer sachte dies und das. Findiger Denker schmiedeten die einen oder anderen Masterpläne. Ein Heute-Reporter wurde angeschuldigt, eine virtuelle Puffmutter begrabscht zu haben und weder Kinderpornos noch Rechtsextremismus machten Halt vor der Virtualität. Die WOZ fand in der SL-Welt, wenig überraschend, den Kapitalismus und konfrontierte damit die eidgenössische Steuerverwaltung, während der Blick in Sorge um seine vielleicht bereits den Bildschirm küssenden Leser war. Mitten in einem taz-Interview rannte plötzlich eine Blondine in knappem Minirock ins Büro, lief einmal quer durch den Raum, stieg auf den Tisch und verschwand wieder. Eine Studie ergab, dass Männer auch in der virtuellen Welt von SL lieber etwas mehr Abstand voneinander halten. Ausgenommen davon höchstens hin und wieder Mitglieder von gayromeo.com, eine Community, die laut spreeblick.com viel eher einen Spiegel -Titel verdient hätte. [...]
[...] Heißt es in einem Leserbrief von Prof. Dr. Dagmar Schmauks im Spiegel Nr. 9 zum Artikel “Der Digitale Maskenball” [...]
[...] Spiegel hat schon damals von einem «digitalen Maskenball» gesprochen, drängen sich virtuelle Welten doch förmlich auf, mit verschiedenen Rollen in der [...]
[...] Second Life ist immernoch deutlich besser als die Öffentlichkeit es gerne hätte. Der Spiegel – über dessen Titelstory ich erst auf dieses Amerika des Internets gestoßen bin – hatte das Thema “SL” schon ein halbes Jahr danach abgeschlossen, indem er einen [...]
[...] viel Asche machen konnte? Ja, das war die Zeit als die HyperHyper-Welle um Second Life bis auf die Titelseite des Spiegels schlug und sogar die Stadt Frankfurt richtig viel Geld für ein virtuelles Frankfurt ausgegeben [...]
[...] in dem virtuelle Welten die Öffentlichkeit in Deutschland und anderswo am meisten beschäftigte [1]. Seitdem ist es still geworden in der Presse um diese merkwürdigen Lebensräume des 21. [...]