Das sind Ficker-Fragen!

Wenn junge Journalistinnen auf Rapper treffen, dann geht es oft rund. Wir erinnern uns dabei an das Interview zwischen Nora Hesse und Coolio (“Willst du mich verarschen, Bitch?”).

Heute im Tages-Anzeiger-Magazin eine ähnliche Auseinandersetzung. Als Beteiligte der Rapper Stress und die Journalistin Michèle Roten. Hören wir mal rein in das Gespräch:

Aber Ihre Musik ist dermassen ohne Ecken und Kanten, dass sie auf DRS3 läuft. Das lässt doch kein cooler Hiphopper auf sich sitzen.

Was soll ich sagen? J’aime ma belle musique. Ich mache mein Ding, ich bin an einem Punkt, wo mir niemand mehr dreinreden kann. Das, was ich mache, gefällt den Leuten.

“Libéré” etwa ist der perfekte seichte happy Radiosong, der niemanden stört.

Du bist schon echt ein Arsch, pickst dir da irgendwelche Sachen raus und bastelst einen komischen Kontext, nur damit du bescheuerte Fragen stellen kannst. Was soll ich dazu sagen?

Sie können sich erklären!

Das sind Ficker-Fragen! Mann! “Libéré” habe ich vor allem gemacht, weil das Album sonst sehr düster war und etwas brauchte, was dem Ganzen die Schwere nimmt. Mein Leben ist ja nicht immer so, manchmal, zwar nicht so oft, aber manchmal ist es auch schön und leicht und toll. Und das will ich mit “Libéré” rüberbringen.

Interessant zu erfahren wäre auch, ob sich die Beiden auf Englisch, Französisch oder Deutsch unterhalten haben. Ich tippe auf Englisch, das ist ja meistens so, wenn Romands und Deutschschweizer miteinander reden müssen.

Drüben im zeitungskritischen Blog blattkritik.ch wird sexistische und vulgäre Sprache diskutiert, wobei der Anlass dazu die letztwöchige Kolumne von Michèle Roten mit dem Titel “Frigide Hühner” ist.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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