20 Minuten ignoriert Anzeigekunden
20 Minuten braucht keine Inserate? Das ist seltsam. Denn Gratiszeitungen sind weder von Gebühren noch vom Abonnenten finanziert und leben von den Anzeigen allein. Trotzdem kann es sich die Zeitung offenbar leisten, neue Anzeigekunden zu ignorieren und auf eine höfliche Bitte um ein Angebot nicht zu reagieren. Selbst eine wiederholte Mailanfrage bleibt unbeantwortet.
Um richtig verstanden zu werden: Es geht nicht um die Freiheit, ein Inserat abzulehnen. Das ist, sogar ohne Begründung, unternehmerische Freiheit. Aber ist es nicht schlechter Stil und eine fragwürdiger Umgang mit Kunden, Neuinserenten, die immerhin über 2000 Schweizer Franken in die Hand nehmen wollen, einfach so zu ignorieren?
Ich schliesse daraus: 20 Minuten hat zuviel Geld und braucht keine weiteren Inserate. Den Mitarbeitern sei empfohlen, am Weihnachtsessen ohne schlechtes Gewissen auch noch einen dritten Grappa zu bestellen und bei Lohnverhandlungen in die Offensive zu gehen. Bisherige Anzeigekunden sollten sich fragen, ob sie vielleicht nicht zuviel zahlen.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.



















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