WOZ-Luxusbeilage

Ronnie Grob, 24. November 2006 14:11 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

WOZ Luxusbeilage Nick Lüthi

Ein schönes Zusammentreffen in der gestrigen Ausgabe der WOZ. Während Nick Lüthi links die Neuerungen bei der NZZ bespricht und auf ihr Merchandising mit “Freitag“-ähnlichen Taschen hinweist sowie das die Beilage “Uhren und Schmuck” ablösende Magazin “Z” bespricht (“hofft wohl auf Inserate aus dem lukrativen Luxusgüterbereich”), wird in der gelben Box rechts auf die nächste Woche herauskommende Luxusbeilage der WOZ hingewiesen.

Online ist der Text leider nicht verfügbar, auch wenn darin Martin Hitz von medienspiegel.ch zitiert wird, der online verfügbare Texte von der NZZ fordert, was, so wie unsere, offenbar auch die Meinung des Autors ist. Die WOZ sieht das aber augenscheinlich anders. Wir zitieren den fraglichen Absatz trotzdem:

Das Collier mit diamantbesetztem Fraktur-Z in Gold gibt es weiterhin nur in der Bijouterie zu kaufen. Im Bereich Accessoires/Freizeit umfasst die Kollektion der “Neuen Zürcher Zeitung” (NZZ) derzeit lediglich vier verschiedene Modelle Plastiktaschen im Stil der Marke Freitag. Immerhin führt die NZZ für Collierträgerinnen und alle, die es werden wollen, schon bald die passende Publikation im Sortiment. Mitte Februar 2007 will die “alte Tante” von der Zürcher Falkenstrasse mit “Z”, einem neuen “Lifestyle-Magazin”, ihr Glück auf dem Anzeigenmarkt versuchen und hofft wohl auf Inserate aus dem lukrativen Luxusgüterbereich. Einmal im Monat legt die NZZ das neue Printprodukt, das sich den “genussvollen und schönen Seiten des Lebens widmet”, der Samstags- und Sonntagsausgabe bei. Gleichzeitig mit der Lancierung von “Z” verschwindet das wöchentliche Ausgehmagazin “NZZ Ticket”. Diese und weitere jüngst mitgeteilte Um- und Abbaumassnahmen sollen das “Leistungsangebot optimieren”, was heute im Mediengeschäft so viel heisst wie: neue Einnahmequellen erschliessen und Kosten senken. Rund ein Dutzend Stellen wird der jüngste Umbau kosten, Entlassungen seien unumgänglich. Mit weniger Personal mehr und Besseres leisten – daran scheinen auch Medienmanager zu glauben.

medienlese.com schrieb am 17.11.2006 über Luxusbeilagen. Das Magazin “Z” gibt es übrigens bereits, wie infam.antville.org konstatierte.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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3 Kommentare

  1. Schreibt hier auf dem Blog Peter Hogenkamp
    schrieb am 24. November 2006 um 16:11 Uhr (#)

    Hättest ruhig noch unsere kleine von-Pult-zu-Pult-Assoziation schreiben können, dass das gelbe “Luxusbeilage”-Inserat wirkt, als sei es mit der Intelligenz von Google Ads platziert: “Oh, da im Text steht was von Luxus!”
    Hast Du eigentlich auch schon mal was gerade gescannt? :-))

  2. gebsn
    schrieb am 24. November 2006 um 16:15 Uhr (#)

    Schade, schade, dass die WOZ nur einen kleinen Teil ihrer Artikel ins Netz stellt. Wenigstens als Abonnent sollte man doch online Zugriff auf alle Artikel haben, verglemmi!

  3. Schreibt hier auf dem Blog Ronnie Grob
    schrieb am 24. November 2006 um 16:27 Uhr (#)

    Schade, kann man auf Zeitungen nicht klicken. Dass Texte aber online klick- und lesbar sein sollten, gerade für Abonnenten, da sind wir uns wohl alle einig. Bei den Scans bin ich schon ganz glücklich, wenn sie nicht auf dem Kopf stehen. Gerade Scans krieg ich mit viel Übung aber sicher auch noch hin, nächstes oder übernächstes Jahr. :-)

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