Thomas Frischknecht auf Titelseite verwechselt
Das möchte niemand: Auf der Titelseite einer Gratiszeitung mit grosser Auflage unschuldig zum Drogenhändler abgestempelt werden. Und doch ist das dem Schweizer Biker Thomas Frischknecht passiert. Weil die Journalisten von Le Matin Bleu den Blick nicht genau gelesen haben.
Sie verwechselten Thomas Frischknecht I, gemäss Wikipedia “erfolgreichster Mountainbiker aller Zeiten” (eine Information, die ebenfalls mit Vorsicht zu geniessen sein könnte) mit Thomas Frischknecht II (wir berichteten vorgestern). Unterdessen hat Le Matin Bleu sich entschuldigt und ein echtes Bild gefunden.
Der versehentlich beschuldigte Biker hat sich auf seiner Homepage (unter News) zu Wort gemeldet.
In einer Stellungnahme schreibt er:
In der Schweizer und nachfolgend auch in der internationalen Presse wurde mein Name in den letzten Tagen durch lausiges Recherchieren und mangelnde Berufsethik gewisser Journalisten massiv in den Dreck gezogen.
Mit der internationalen Presse ist vor allem der Raum Frankreich gemeint, unter anderen offenbar Le Monde, welche die von Agence France Presse aufgegriffene Pressemeldung weiterverbreitet hat.
Dass Le Matin Bleu für eine Titelgeschichte die Information, dass es sich bei Thomas Frischknecht nicht um den ungleich bekannteren Thomas Frischknecht handelt, die sowohl in der Weltwoche wie auch beim Blick geliefert wurde, bei den Recherchen übersehen hat, ist tatsächlich kaum nachzuvollziehen.
Der Verwechselte ist dementsprechend schwer getroffen:
Durch diese schwere Imageschädigung und tiefe Persönlichkeitsverletzung stehe ich nun vor der Frage, ob ich meine Tätigkeit als Radprofi noch weiterführen kann und will.
Mit Nachdruck bestätige ich nochmals, dass ich mit dem 27 jährigen Thomas Frischknecht nichts zu tun habe, weder verwandt noch befreundet bin und äussere meine tiefste Enttäuschung in dieser Geschichte. Ich werde auch die Einleitung rechtlicher Schritte gegen die Verantwortlichen prüfen.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
















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