Cash Daily über Cablecom-Peering – einen Monat danach

Peter Hogenkamp, 10. November 2006 08:31 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

In letzter Zeit bin ich oft überrrascht, wie lange es dauert, bis Nachrichten in den Zeitungen ankommen, die ich online, oft in Blogs, aber nicht nur, schon lange vorher gelesen habe. Natürlich, dass die Zeitungen eine Nacht länger brauchen als die Onlinemedien, ist klar, aber wieso brauchen sie so oft drei Tage? (Das belegen wir anhand einer umfangreichen Studie mal, wenn wir Zeit haben…)

Und manchmal dauert es sogar noch deutlich länger, z.B. einen Monat. Heute Nacht schreibt der ” Klein Report” über einen Artikel in “Cash Daily”:

Cablecom will Geld für den Datenaustausch

Einer der Grundpfeiler des Internets, die Unentgeltlichkeit des Datentransfers, beginnt zu wackeln: Die Schweizer Kabel-TV-Firma Cablecom versucht, von Internet-Anbietern Geld für den Datenaustausch zu verlangen. Weil diese nichts davon wissen wollen, stehen die Cablecom-Kunden (Hispeed) im Stau, weil ihre E-Mails lange Umwege in Kauf nehmen müssen. Dies berichtete die Ringier-Zeitung «Cash daily» am Donnerstag. Die Cablecom habe die unentgeltlichen Peering-Abkommen mit den zwölf anderen Schweizer Internet-Providern (ohne Sunrise und Bluewin) gekündigt, heisst es in dem Bericht. Wer weiterhin mit der Cablecom Daten austauschen wolle, müsse pro 10 Mbit/s 320 Franken bezahlen, laute die Forderung des Kabelnetzbetreibers. Allerdings sei bis jetzt nur Cybernet auf die Forderung eingegangen, um keine Kunden zu verlieren. Die dadurch entstehenden Verzögerungen für Cablecom-Kunden haben laut «Cash daily» bereits zu «reihenweisen» Kündigungen geführt. Der Ausfall für Cablecom betrage bereits eine einstellige Millionensumme, behauptet Fredy Künzler, Chef der Konkurrenzfirma Init7, in dem Zeitungsbericht.

Der Cash Daily-Artikel (Achtung, komplizierte Registration, dämliches Livepaper) “Cablecom macht auf Alleingang ” beginnt wie folgt:

Seit ein paar Tagen nerven sich Internet-Kunden von Cablecom über lange Wartezeiten. Grund: Cablecom hat die unentgeltlichen Peering-Abkommen mit den zwölf anderen Schweizer Internet-Providern (ohne Sunrise und Bluewin) gekündigt.

Seit ein paar Tagen? Das hatten Fredy, Tom und die Infoweek schon am 11./12. Oktober.

Ist ja in Ordnung, wenn man es erst später merkt, aber dann muss man nicht Aktualität vortäuschen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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